
Abschied von Israel
Das Interview werdet ihr hoffentlich innerhalb der kommenden Wochen in der Kraichgau Stimme nachlesen können, deshalb möchte ich hier noch nichts vorwegnehmen.
Vertrauen ist gut, Kontrolle besser
Am Morgen darauf kratzten wir unsere letzten Schekel für die Taxifahrt zum Flughafen zusammen. Dort erwarteten uns noch einmal strenge Kontrollen, die fast eine Stunde dauerten: Die Sicherheitsbeamten befragten uns intensiv über unseren Aufenthalt in Israel und kontrollierten unser gesamtes Gepäck sowie unsere Kleidung nach Spuren von Sprengstoff.Immerhin hatte das den Vorteil, dass unser Handgepäck nicht mehr durchgecheckt werden musste, bevor wir das Flugzeug bestiegen, und dass wir uns auch eine lange Warterei im Boarding Room sparten. Nach gut vier Stunden Flug kamen wir wieder in Frankfurt an.
Eindrücke und Fazit
Welche Eindrücke hat Israel bei mir hinterlassen? Manches war so, wie ich es erwartet hatte, vieles aber anders. Ich war überrascht, wie liberal das Leben in Tel Aviv zugeht. Leider habe ich nur wenige längere Gespräche mit Israelis geführt. Doch insgesamt hatte ich den Eindruck, dass sie selbstbewusst auftreten, kein Blatt vor den Mund nehmen und auch mit Kritik an ihren Politikern nicht sparen.Etwas distanziert kamen sie mir manchmal vor, aber dann auch wieder sehr hilfsbereit, wenn es darauf ankam – etwa als wir uns auf dem Rückweg zum Hotel verlaufen hatten.
Besonders gefreut hat mich, dass man sich heutzutage als Deutscher in Israel nicht zu verstecken braucht. Im Gegenteil: Gerade viele ältere Menschen sprechen fließend Deutsch und haben keine Scheu davor, es zu zeigen.
Faszination Israel
Fasziniert hat mich die Vielseitigkeit Israels: Von modernen Metropolen über uralte historische Stätten, von Stränden über Berge bis hin zur Wüste gibt es viel zu entdecken in einem Land, das so klein ist, dass man es in wenigen Stunden mit dem Auto durchqueren kann.Eine bleibende Erinnerung sind aber sicher auch die strengen Kontrollen am Flughafen und die ständige Präsenz von Soldaten auf der Straße – darunter auffallend vielen Frauen. Ich habe zumindest einen Eindruck davon bekommen, wie es sich anfühlt, in einem kleinen Land zu leben, wenn man nicht so einfach in die Nachbarländer reisen kann oder sich sogar von ihnen bedroht fühlt.
Das ist wohl ein Grund dafür, warum viele Israelis ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit zu verspüren scheinen. Und doch könnte es gut sein, dass sie sich noch viel mehr danach sehnen, endlich mit ihren Nachbarn Frieden zu schließen.
Soweit also meine flüchtigen Eindrücke von einem ganz besonderen Land, das in Wirklichkeit viel facettenreicher ist, als es in den Medien oft dargestellt wird. Ich hoffe, ihr hattet Spaß am Lesen meines Blogs und habt einige interessante Dinge erfahren und dazugelernt.
Mehr zu Franks Reise durch Israel findest du hier:
[Pilger und jede Menge Kitsch]
[Alte Stadt - modernes Leben]
[Am tiefsten Punkt der Welt]
[Ein Stück Europa im Nahen Osten]
[Kleines Land voller Kontraste]
Autor: Frank Lutz Datum: 29.09.2011
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