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Die Hassliebe

Übersicht

Es ist schwer zu erklären. Irgendwie ist es auch ein Phänomen. Eines, das jeder kennt. Mir kommen, wenn ich daran denke, immer sofort mehrere Beispiele in den Sinn, die hervorragend darauf zugeschnitten zu sein scheinen. 

Hassliebe 

Worüber zum Geier ich rede? Na, von der Hassliebe. Auf Englisch auch Guilty Pleasure (ich gebe zu, das ist sehr frei übersetzt, aber es beschreibt beides so ziemlich das, worauf ich hinaus will). Welche Bands oder Sänger hasst ihr es zu lieben? Welche Filme könnt ihr nur hinter verschlossenen Türen schauen? Natürlich geht man mit so etwas nicht hausieren. Sonst wäre es ja schließlich keine Hassliebe. Da ich aber finde, dass diese versteckten Favoriten ein sehr gutes Thema abgeben (und außerdem ein bisschen mehr Anerkennung vertragen könnten) bekommt ihr die volle Breitseite von meinen präsentiert. 

Serie 

Und weil es so ein guter Blogger-Stoff ist, habe ich mich entschlossen eine kleine Serie daraus zu machen. Heute erfahrt ihr was das ganze Konzept eines Guilty Pleasures eigentlich bedeutet und warum wir alle uns für irgendeine Vorliebe schämen. Nächste Woche bekommt ihr dann die konkreten Beispiele von mir, über die man sich dann streiten kann, ob das nun peinlich ist, oder nicht. 

Okay. Kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema: Hassliebe. Warum praktizieren wir sie eigentlich alle? Ich schätze, vor allem die ureigene und vermutlich unerschütterliche Angst: "Was denken die anderen wohl von mir?“ kann hier als ausschlaggebende Formel angewandt werden. Wir können uns noch so oft einreden, uns macht Gerede nichts aus. Und, die meiste Zeit kann das sogar stimmen. Aber wenn es hart auf hart kommt …

Belächelt 

Verstecken wir lieber, dass wir nicht nur Imagine Dragons hören. Dass wir zwar wirkliche Fans von Wes Andersons schrägen Filmen sind, die aber nicht alles sind, was wir so tagtäglich konsumieren. Dass manchmal eben auch leichter verdaulichen Stoffe als "Goodfellas“ auf unserem Smart-TV laufen. Schließlich will man nicht unkultiviert wirken oder Gott bewahre: dumm. Ja, ich denke, das ist das eigentliche Problem. Bloß nicht dumm wirken. Bloß niemanden aufbringen. Bloß nicht belächelt werden. 

Aber hey, warum nicht mal mit den Regeln brechen? Warum nicht mal zugeben, dass man etwas mag, wo man selbst nicht genau weiß, wieso eigentlich. Teilweise bin ich nämlich schon so reflektiert, dass ich weiß: Puh, dieser Film ist objektiv gesehen ziemlich schlecht. Was mich aber nicht davon abhält, ihn irrational oft anzuschauen. 

Also, freut euch auf die nächsten Wochen, wenn ich meine Guilty Pleasures ranke. 

Bis denne, 

Eure Fabs

 

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