Übungen mit dem Sprungseil

Rope Skipping – noch nie zuvor habe ich von dieser Sportart gehört. Bis ich vor einigen Tagen die Aufgabe von Stimmt! bekam: Du hast eine Woche Zeit, eine professionelle Übung mit dem Springseil zu lernen. Rope Skipping heißt schließlich nichts anderes als Seilspringen. Ein alter Hut, denke ich mir. Doch dann geht’s los: Zuerst zeigt mir meine Trainerin Sarah Kailuweit das Seil. Es trägt in der Rope-Skipping-Welt den Namen Single-Rope. Um genau zu sein, war es ein Short-Handled-Single-Rope, da es kurze Griffe hat.

 

Tipps für den Anfang

Ich fange mit dem normalen Easy Jump, dem Hüpfen auf der Stelle, an. Doch bereits diese Übung kann man nicht mit dem lustigen Umherhüpfen eines Kindes auf der Straße vergleichen. Es ist schnell und zwischen den einzelnen Sprüngen darf kein Zwischenhüpfer sein. Mache ich anfangs aber natürlich doch.

"Die Griffe des Seils beim Springen nahe am Körper halten", rät mir Sarah. Sonst würde ich mit den Armen zu große Schwünge machen. Ich bin meiner Trainerin dankbar für den Tipp, denn sonst hätte ich am zweiten Tag nicht nur Muskelkater in den Beinen, sondern auch in den Armen. Bevor Boxer in den Ring steigen, sieht man sie manchmal unglaublich schnell Seilspringen – das ist der Easy Jump. Ziemlich anstrengend, wie ich schnell feststelle.

Am zweiten Tag taste ich mich an den sogenannten Criss Cross ran. Bei diesem Sprung wird das Seil vor dem Körper gekreuzt. Die Arme muss ich dabei möglichst nah am Körper halten und sofort nach dem Überkreuzen wieder öffnen. Den Dreh habe ich erstaunlich schnell heraus. Nur die Zwischenhüpfer wollen nicht aufhören. Sarah erklärt mir, dass es dagegen einen Trick gibt – das Rufen von "ready, set, go". Bei "ready" und "set" springt man den Easy Jump und bei "set" den "Criss Cross". Nach mehreren Versuchen klappt es dann ganz gut.

Am dritten Tag zeigt mir Sarah zwischen den Übungen, wie ich das Seil wieder elegant aufhebe, wenn es mir während eines Sprungs aus der Hand rutscht. Dabei wird das Single Rope mit einer Hand am Griff gehalten und von unten nach oben geschwungen. So kann man den Griff mit der freien Hand auffangen.

 

Finale mit schwerem Sprung

Mein finaler Sprung, an den ich mich am vierten Tag wage, ist der Toad. Er ist eine Art Criss Cross bei dem noch zusätzlich ein Knie angezogen wird. Bei Sarah sieht der Stunt, wie die Sprünge in der Profisprache genannt werden, gar nicht so schwer aus. Doch zuerst kommt die Theorie. Das Knie muss ich im 90-Grad-Winkel anziehen.

Anschließend meinen rechten Arm unter dem hochgezogenen Knie und meinen linken Arm über dem Knie kreuzen. Als Trockenübung wiederhole ich den Sprung immer wieder. Doch als ich dann gleichzeitig noch springen soll, weiß ich gar nicht mehr, wo oben und unten ist. Nach vielen gescheiterten Versuchen schaffe ich es zumindest über das Seil, auch wenn dieses dann irgendwo unter meinem Knie hängt und ich es nicht schaffe, es wieder über mich zu schwingen.
Meine Beine sind am Ende des fünften Trainingstages zwar voller roter Striemen, laut Sarah sei es aber auf jeden Fall toll, dass ich es überhaupt über das Springseil geschafft habe.

Mein Fazit: Das gemeinsame Üben mit Sarah hat großen Spaß gemacht, auch wenn nicht gleich alles auf’s erste Mal geklappt hat und ich oftmals Schwierigkeiten mit der Koordination hatte. Rope Skipping ist auch für alle etwas, die abnehmen möchten. Jedoch wäre es keine Sportart für mich, die ich über lange Sicht in meiner Freizeit machen wollte. Ich tanze lieber weiter – übrigens ohne Seil.  

 

 

Amelie Zwirn26.07.2012
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