AFS-Jahresende

Mein Auslandsjahr ist rum und ich kann es nicht fassen, wie schnell die Zeit doch vergangen ist! Wenn ich über die Momente nachdenke, die ich erlebt habe, habe ich das Gefühl, es war erst gestern. Und ich wünsche mir, dass ich das ganze Jahr gleich nochmal erleben darf.

Ich bin sehr froh, dass ich das Auslandsjahr gemacht habe, denn es ist ein Teil von mir geworden. Ich habe eine neue Familie gewonnen und so viele tolle Freunde, die besten, die ich mir hätte wünschen können! Denn meine Familie und meine Freunde waren das wichtigste für mich in dieser Zeit.


Freunde auf der ganzen Welt

Die Schule war auch ein großer und wichtiger Teil meines Auslandsjahres. Ich habe so vieles mit Freunden erlebt! Ich habe jede Season eine Sportart gespielt und habe so viele Freunde gefunden, dass ich einfach nur froh bin, das Jahr gemacht zu haben. Die anderen Austauschschüler waren meine besten Freunde und jetzt kann ich sagen:

Wenn ich die Welt sehen möchte, brauche ich keine Hotels mehr, denn ich habe in so vielen Ländern der Welt tolle Freunde, die mir angeboten haben, sie zu besuchen, ihr Land und ihre Kultur kennenzulernen. Das kann wirklich nicht jeder behaupten.


Einmalige Erlebnisse

Ich liebe die American High School! Besonders zum Ende des Jahres gab es so viele extra Abende und Treffen für die Seniors, die es unmöglich gemacht haben, Heimweh zu bekommen. Wir haben ganz viele Senior Banquets gehabt, Student-Teacher Banquet, Sport Banquets, Prom und zum Schluss Graduation. Zum Prom kann ich nur sagen, der Hammer! So viel Spaß hatte ich an diesem Abend, das ich das nie vergessen werde. Und da es so etwas wie Prom nicht in Deutschland gibt, war es sowieso ein einmaliges Erlebnis für mich!

Dann kam es leider zum Ende meines Jahres und die Graduation kam, was zwar sehr toll war, aber auch traurig. Ich habe so viele Fotos geschossen, damit ich das ja nicht vergessen werde, auch nicht in 20 Jahren! Jetzt habe ich sogar an einer amerikanischen Schule einen Abschluss mit tollen Noten, denn ich habe in meinem Zeugnis nur Einser und Zweier bekommen. Ich bin so stolz auf mich!


Der Abschied

Der schwierigste Tag kam - es war der 28. Juli. Ich musste mich von meiner Familie und meinen Freunden verabschieden. Ich glaube, ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich noch nie in meinem Leben so viel geweint habe, wie an diesem Tag. Das schwierigste jedoch war, meiner besten Freundin Nienke aus Belgien tschüss zu sagen.

Sie hat mir das ganze Jahr hindurch am meisten bedeutet und war sehr wichtig für mich! Ich kann mich an diesen Tag noch genau erinnern. Ich habe meine beste Freundin umarmt und wir haben beide geweint. Ich habe so viel geweint und konnte einfach nicht mehr aufhören.

Darauf sagte sie, dass es okay ist und dass ich mich doch freuen soll, dass wir uns kennengelernt haben und diesen Abschied nicht als ein "Tschüss" zu sehen. Ich sagte ihr darauf, dass ich natürlich glücklich und dankbar bin, dass ich das Jahr gemacht habe und somit alle tollen Menschen kennengelernt habe, aber dass es so schwer ist, denn es ist ein "Tschüss".


Verschiedene Wege

Ich weiß, dass ich sie wiedersehen werde, ob in Deutschland, Belgien oder in den USA, aber es wird nie wieder das Gleiche sein. Ich weiß nicht, es ist einfach so schwer gewesen, denn es war ein Good-Bye. Es wird nicht mehr so sein, dass wir alle zusammen wieder auf die High School gehen werden, nach der Schule was unternehmen können, Unsinn machen, ins Kino gehen, einfach alle zusammen abhängen und vieles mehr.

Nein so wird das nie wieder, denn wir werden nicht mehr 17, 18 oder 19 Jahre alt sein und zur High School gehen. Es ist nämlich so, dass jeder seinen Weg gehen wird in seinem Leben. Und wir alle haben verschiedene Wege. Aber das ist es gerade, was mich so traurig macht, denn ich wünschte mein Leben wäre länger ein "Auslandsleben" gewesen.

Aber leider ist es nicht so. Und ich wusste ich werde ein Jahr in den USA sein und wieder zurückkommen, aber ich hätte nie gedacht, dass es mir so schwer fallen wird, mich von den Menschen, die ich liebe, zu verabschieden.


Zurück in Deutschland

Jetzt bin ich wieder zurück in Deutschland und habe das Gefühl, als wäre ich nie weg gewesen. Alles ist immer noch gleich, finde ich. Aber ich habe mich verändert. Ich habe gelernt, alle Dinge, besonders die Menschen, die mir wichtig sind in meinem Leben, noch besser zu schätzen! Menschen zu schätzen ist sehr wichtig, sonst verliert man sie schnell wieder. Deswegen bin ich stolz auf mich, dass ich für alles noch dankbarer bin als vorher.


[Lest hier, was Edona bisher alles erlebt hat]

[Mehr Infos zu ihrer Austauschorganisation AFS]


Autor: Edona Datum: 29.09.2010
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