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Überschaubares Angebot bei Jobbörse

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Reger Betrieb herrschte bei der Jobbörse in der Hildthalle, die der Flüchtlingsbeauftrage des Gemeindeverwaltungsverbandes "Raum Weinsberg“ Erkan Kocyigit gemeinsam mit dem Freundskreis Asyl organisiert hatte. Allerdings war diese Betriebsamkeit etwas einseitig. Denn von Seiten potenzieller Arbeitgeber gab es nur vier Stände. Und zwar durchweg Firmen, die bereits Erfahrungen mit Flüchtlingen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund gesammelt haben. Dennoch sah beispielsweise Bürgermeister Stefan Thoma die Veranstaltung positiv. "Ich bin überrascht über die gute Resonanz“, freute er sich.

Beide Seiten suchen

Die Realität sei schließlich, dass beide Seiten suchten: die Betriebe qualifizierte Mitarbeiter, die Flüchtlinge Arbeit. Deswegen müsste schnellstmöglich die sprachliche Hürde durch Deutschkurse überwunden werden. Beispiele gäbe es bereits genug in Weinsberg, so arbeite bei der Bäckerei Hönnige ein Bäckergeselle und in der Falken-Apotheke ein Apotheker, die als Flüchtlinge ins Land kamen. Auch im Baubetriebshof der Stadt hätten schon syrische Hilfskräfte gearbeitet, allerdings fehle dort momentan das Arbeitsangebot. Thomas besonderes Lob galt dem Freundeskreis Asyl, der große und umfassende Hilfe bei der Integration leiste.Am Stand des Klinikums am Weissenhof warb Elke Bannert für Pflegeberufe. "Wir haben viele Gespräche geführt und Interessenten eingeladen, direkt bei uns vorbeizuschauen und vielleicht ein Praktikum zu machen“, berichtete sie. Immerhin gibt es auf dem Weissenhof schon arabisch sprechendes Personal. Über Erfahrungen mit Flüchtlingen verfügt die Bäckerei Trunk. "Allerdings interessieren sich die Flüchtlinge eher für Aushilfsjobs als für eine Bäckerlehre“, bedauerte Bärbel Brausewetter.

Lob und Schnupperpraktika

Sie lobte einen Flüchtling, der in der Willsbacher Niederlassung für die Eiszubereitung zuständig sei.Interessenten ja, aber ob daraus mehr wird? So lautete das Fazit von Elena Lenz-Fritz von der Firma Vollert. Ein Flüchtling, der bereits eine Lehre als technischer Produktdesigner begonnen und dann wieder abgebrochen habe, sei erneut zur Jobbörse gekommen und habe angefragt, ob er die Lehre fortsetzen könne. Vielleicht würden aus den weiteren Gesprächen einige Praktika resultieren. Zusammen mit zwei syrischen Mitarbeitern stand Elisabeth Wurster vom Hotel Rappenhof für Fragen zur Verfügung. Beide haben schon den sogenannten Baustein 1 absolviert und wollen nun eine zweijährige Ausbildung beginnen. Also Vorbilder für andere, die sich für Praktika interessierten.

"Ich bin im Rappenhof und in der Schule gerne“, bestätigte Mahmoud Al Boukhari, der nun eine Kochlehre anstrebt. Besonders gefreut hat sich Wurster, dass auch eine Frau an den Stand kam, die gerne ein Schnupperpraktikum machen möchte.Mit dabei auf der Jobbörse ist auch die AOK, die über Bewerbungstraining aufklärte, und die Agentur für Arbeit, die ihre finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten erläuterte. Das Fazit von Erkan Kocyigit: "Es gab gute Gespräche und die Veranstaltung hat zur Integration beigetragen.“ 

 

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