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Ein professionelles Hobby

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Bei ihrem ersten, selbstorganisierten Auftritt vor drei Jahren spielten sie Coversongs in der Autolackiererei ihres Onkels – mittlerweile hat die Band Relation aus ihren elf eigenen Songs ein Studioalbum aufgenommen. Wer die Musik der vier Cousins Axel Seyboth (15), Felix Seyboth (18), Marius Spohrer (16) und Philipp Spohrer (19) aus Eberstadt und Wüstenrot erlebt, den wundert es nicht, dass Relation große Schritte weg vom Schülerband-Image in die professionelle Richtung macht. 

 

Ehrgeizig


"Es ist ein Hobby – aber eben mehr als ein Hobby, deshalb proben wir viel und nehmen es sehr ernst", erklärt Felix, Schlagzeuger und Sänger der Band. Von den zwei festen Proben in der Woche werden zwar einige ausfallen müssen, damit Axel und Marius mehr Zeit zum Lernen haben, aber der große Wunsch, irgendwann von der Musik leben zu können, besteht. "Klar, ist es schwierig, mit der eigenen Musik Geld zu verdienen, aber dieses Ziel haben wir und wir werden es nicht aufgeben", ist Felix überzeugt. 

Die Erfolge und Fortschritte, die Relation bis jetzt zu verzeichnen hat, sind groß. Im Frühjahr nahmen die vier Jungs beispielsweise an Deutschlands größtem Schülerband-Wettbewerb teil und schafften es aus mehr als tausend Bands unter die 24 besten. "Der School-Jam hat uns das erste Mal bewiesen, dass wir nicht nur von Freunden und Verwandten Anerkennung bekommen. Wenn sie dann noch von jemandem kommt, der Ahnung hat, ist das schon etwas anderes", erzählt Axel. 

Im Sommer war es schließlich so weit. Axel, Felix, Marius und Philipp nutzten die ausbildungsfreie Zeit, um im Tonstudio ihres Schlagzeuglehrers André Coluccelli ihre Songs professionell einzuspielen. "Wir arbeiten eng zusammen. Etwas Besseres hätte uns nicht passieren können. André hat so viel Erfahrung und es passt menschlich sowie musikalisch", sagt Felix. André Coluccelli gibt dem Quartett neben Schlagzeug- und Bassunterricht auch Stimmtraining und ist Produzent von Relation.

Zudem wirken Philipps und Felix’ Freundinnen mit Geigenspiel und Gesang auf dem Album mit, wodurch der Klang zusätzlich aufgewertet wurde. "Da hatten wir schon Glück, dass das so gut gepasst hat", freut sich Philipp. Zwei Wochen lang spielten sie gemeinsam die Lieder ein, bis der musikalische Teil stand. Bis zum fertigen Album gab es allerdings noch viel zu tun. Sie mussten sich beispielsweise auf ein Cover festlegen. Doch die Entscheidung fiel ihnen leicht, als sie auf einer Ausstellung auf ein Bild stießen, das eine Künstlerin aus der Gegend gemalt hatte. "Das hat uns sofort gefallen", verrät Felix. 

 

Homepage


In der Zwischenzeit wurde auch die Homepage professioneller und informativer. Dieser Aufgabe nahm sich Philipp mit einem Freund an. Gemeinsam gestalteten sie die Seite übersichtlicher und fügten weitere Informationen zur Band ein. Das Ergebnis lässt sich sehen und ist jetzt unter www.relation-rocks.de zu bestaunen. Dort gibt es neben der Möglichkeit, sich den Albumtrailer und Videos von Auftritten anzusehen, einen kleinen Vorgeschmack: Der Song "Doubt" gibt einen guten Einblick in das, was das Album "Day by Day" bietet. Es ist ab sofort bei Amazon, iTunes oder auf der Facebook-Seite von Relation erhältlich. Über die kostenlose Streamingplattform Spotify können sich außerdem alle, die Relation noch nicht kennen, von ihrer Musik überzeugen lassen. 

Am vergangenen Samstag feierte die Band das Erscheinen ihres Albums bei einem Release-Gig in Hölzern bei Weinsberg. Mehr als einhundert Leute nahmen die Möglichkeit wahr, die Songs des Albums live zu erleben und mit den vier Jungs zu feiern. Mit dabei waren die befreundeten Bands 61inch und Elara, die das Programm mitgestalteten . "Wir sind sehr zufrieden mit dem Abend, es hätte nicht besser laufen können", erzählt Felix. "Es ist ein Wahnsinnsgefühl, dass der Moment endlich da ist, auf den wir so lange hingearbeitet haben." 


 
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