Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Internationale Unterstützung für Paradision

Übersicht

Hier entstand also die Melodie des Songs, den ich tagelang im Kopf hatte. Das ist es, was ich denke, als ich die Mitglieder der Rockband Paradision in ihrem Proberaum in einer Lagerhalle im Industriegebiet Neckarsulm treffe. Schuld für den Ohrwurm sind Ivana Stipovic (16, Gesang), Julian Stipovic (14, Schlagzeug), Leo Sandrisser (18, Gitarre) sowie Bassist Marius Kadlubsky (19, Bass). 

Seit 2014 besteht die Heilbronner Band bereits (Stimmt! berichtete) und seitdem hat sich viel getan. Durch Crowdfunding, ein Prinzip, das viele Start up's nutzen, um andere auch international für ihr Projekt zu begeistern, finanzierten sie ihre erste EP. Und das mit Erfolg: über 3500 Euro haben die vier auf diese Weise bereits erhalten. Hier kann jeder der vielversprechenden Band weitere Studioaufnahmen ermöglichen und sich neben E-vertising, Wohnbau Löw und dem Büro für Kulturmanagement in Speyer in die Liste der Sponsoren einreihen.

Fans haben sie bereits nicht nur in Deutschland: "Sogar nach Norwegen haben wir schon eine EP verschickt“, erzählt Bassist Kadu. Benannt wurde diese nach ihrem ersten Song "Hello Paradise", auf der EP der Erste der sieben rockigen Songs, die ab 1. Oktober erhältlich sind.

Songwriting

"Das ist ein gemeinsamer Prozess, der immer unterschiedlich ist,“ erklärt Ivi. "Immer hat jemand anderes die Idee für einen Text, eine Melodie oder auch nur eine Akkordabfolge. Die Grundstruktur steht relativ schnell, was lange dauert, ist das dann auszufeilen und den Ohrwurmcharakter hinzukriegen. Selbst im Studio, wo alles perfekt sein sollte, müssen wir noch viel verbessern,“ erzählt Leo.

In den Studiovlogs, die sie auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlichten, bekommt jeder einen Einblick in die dreimonatige Studioarbeit, die hinter ihren Songs steckt. Dort sieht man auch, wie perfektionistisch die Heilbronner arbeiten. "Einmal habe ich über 200 Takes gebraucht“, erzählt Leo. Doch das hat sich gelohnt –  man hört die Leidenschaft in jedem einzelnen Song.

Durch die unterschiedlichen Stile der vier ist jeder Song anders. Rockige Gitarrenriffs im einen, stehen im Gegensatz zu ruhigen Streicherpassagen im anderen Song und schaffen so eine spannende Abwechslung. Höhepunkt dieser EP ist für mich persönlich "One Last Time", ein Song der ebenso kraftvoll wie gefühlvoll und mystisch ist und mit dieser Mischung Wärme in die triste Winterzeit bringt.

Advertising in einer hartumkämpften Branche 

Die neugestaltete Internetseite ist ein weiterer Schritt, Paradision auch über die Grenzen Heilbronns bekannt zu machen. Hier finden sich Bilder der Band, Infos zu Auftritten und Musikvideos zu Songs ihrer EP. So sollen auch Veranstalter auf die Band aufmerksam werden, denn "Gigs zu finden ist höllisch schwer“, erklärt Leo.

Häufig tun sie sich hierfür auch mit anderen Bands zusammen oder fragen selbst bei Veranstaltern an. Das Musikbusiness ist eben eine hartumkämpfte Branche, in der es schwer ist, sich zu etablieren. Dafür nehmen Ivi, Kadu, Leo und Jules auch den Stress auf sich, den die Proben in Verbindung mit Schule oder Studium mit sich bringen.

Liebe zur Musik

"Egal ob vor 500 oder 10 Leuten, uns ist nur wichtig Musik zu machen“, erzählt Kadu stolz. "Auch bei Benefizveranstaltungen machen wir gerne mit“, ergänzt er. Dabei wollen sie vor allem dazulernen und zeigen "wie sie drauf sind“.  Bald heißt es für die vier auch wieder "back to the roots": Paradision ist am 25. November Teil des Musikmarathons am Mönchseegymnasium, dem Ort, wo die Band ihren Anfang fand.

Und hier ein kleiner Vorgeschmack:

Zum Steckbrief von Stimmt!-Schreiberin Nina Kegel geht's hier entlang.

 

 

 

 

Anzeige

Galerien

Regionale Events

Nacht der Ausbildung

Am 28. September findet in Heilbronn, Schwäbisch Hall und Crailsheim die "Nacht der Ausbildung" statt.