Wenn der PC-Doktor zum Hausbesuch kommt

Tragbare Rechner gehen im Handel weg wie warme Semmeln. Grund für den Erfolg der Klapprechner sind neben steigender Leistung stark sinkende Preise. Doch kaum ein Kunde macht sich Gedanken darüber, was zu tun ist, wenn der Kleine mal Probleme hat. Und das passiert leider recht häufig: "In der Werkstatt haben wir mehr defekte Notebooks als Desktops", weiß Michael Kittlitz, Geschäftsführer der bundesweit tätigen PC-Feuerwehr in Hamburg.


Die Kleinen machen schneller schlapp

Tatsächlich betreffen rund zwei Drittel aller Schadensfälle Laptops ? das ist mehr als ihrem Marktanteil entspricht. Im Klartext: Die Kleinen machen schneller schlapp. Zu den häufigsten Defekten gehört die Überlastung durch das Betriebssystem: "Betroffen sind vor allem Grafikchips aller Geräte, die unter Windows laufen", berichtet Andreas Richter, Inhaber der Notebook-Klink in Schwaförden bei Bremen.



Aber auch bei Schäden der Tastatur durch verschüttete Flüssigkeiten wie Tee, Sekt, Wein und Bier muss der PC-Klempner verzweifelten Notebook-Besitzern aus der Klemme helfen. Hinzu kommen Displaybrüche sowie beschädigte Anschlussbuchsen durch unachtsamem Umgang. Besonders übel erwischt es Notebook-Besitzer, deren Festplatte defekt ist. Zwar lässt sich die Harddisk rasch gegen eine Neue austauschen ? doch die Daten sind oft für immer futsch. Wer kein Backup auf einem externen Medium angelegt hat ? wie zum Beispiel einer externen Festplatte ?, fängt dann ganz von vorne an.


Kompliziertes Innenleben

Es gibt auch Verbraucher, die versuchen mit dem Defekt zu leben ? zum Beispiel, weil sie das Gerät dringend für ihre Arbeit benötigen. Ein heikles Unterfangen: Diese Zeitgenossen riskieren, dass aus dem kleinen Defekt ein großer wird ? die Reparaturkosten schießen dann erst so richtig in die Höhe.



Nur wenige Notebook-Besitzer trauen sich selbst zu, in den Eingeweiden ihres Kleinen zu experimentieren. Tatsächlich verhindert das komplizierte Innenleben der Notebooks meist die Selbstreparatur. Nur allzu leicht könnte der Schraubenzieher abrutschen und die kostbare Elektronik zerkratzen. Als erste Informationsquelle bei einem Defekt hat sich das Internet als Info-Quelle gut bewährt. Direktanbieter Dell spendiert seinen Kunden sogar einen Live-Chat mit Experten.


Garantie

Fällt das Notebook noch unter die Garantie, ist die Schadensregelung für den Kunden einfach: den Hersteller-Support anrufen. Der erläutert dann das weitere Vorgehen. Im besten Fall repariert ein Techniker das Notebook sogar beim Kunden vor Ort. Muss jedoch das Gerät zur Reparatur eingeschickt werden, kann sich der Ausfall des Laptops schon einige Monate hinziehen. Tipp: Auf ein Ersatzgerät bestehen.



Wenn die Garantie erloschen ist, ist guter Rat jedoch oft teuer. Für eine rasche Behebung des Wehwehchens empfiehlt sich der Gang zum PC-Notdienst. Die rettenden Engel kommen meist sogar zum Hausbesuch, um den Kleinen neues Leben einzuhauchen ? mitunter ist der Defekt dann schon nach einer Stunde behoben. Doch Vorsicht: Der Preis für eine Reparatur schwank erheblich. Zwischen 30 Euro und Totalschaden liegt alles drin. Kunden sollten sich in jedem Fall einen Kostenvoranschlag geben lassen. Denn wer ohne Preislimit einen Auftrag erteilt, geht das Risiko ein, dass die Kosten die Anschaffung eines neuen Rechners übersteigen.



Mehr Infos und Hilfen außer bei der Notebook-Klink, der PC-Feuerwehr und Dell gibt es noch hier:

computer-greenhorn.de

computerhilfen.de

jarotech.de

supportnet.de




Datum: 03.01.2010
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