Vorsicht vor Datensammlern

Millionen Menschen ernten täglich Obst und Gemüse, kaufen Saatgut und Traktoren, scheren Schafe und melken Kühe – auf dem virtuellen Bauernhof am Computer. Auch als Hobbyköche, Mafiosi oder Aquarienbesitzer sind Millionen auf Facebook, StudiVZ und in anderen sozialen Netzwerken unterwegs.

Die Anbieter verdienen gut, doch Datenschützer warnen vor der Preisgabe persönlicher Daten.
Social Games sind kostenlose Spiele, die man nicht installieren, sondern im Browser spielen kann. Da sie auf der Kommunikation und Interaktion von Spielern basieren, sind Soziale Netzwerke dafür die idealen Plattformen.


Cash-Shop

Allein Branchenprimus Zynga lockt nach eigenen Angaben monatlich rund 230 Millionen Spieler vor den PC, um Mafia Wars, Poker oder Farmville zu spielen. Für die Spieleindustrie sind die Browsergames ein einträgliches Geschäft. Doch womit verdienen die Anbieter das Geld? "Mikrotransaktion" lautet das Schlüsselwort. Zwar sind die Spiele kostenlos. Wer jedoch schneller vorankommen oder besondere Güter kaufen möchte, kann mit realem Geld nachhelfen.

Als zweite "Währung" in der Welt der Social Games gelten Daten. Sobald sich User zu diesen Spielen anmelden, übertragen die Betreiber der sozialen Netzwerke Daten an die Spiele-Anbieter. Sie gehen dabei ganz unterschiedlich vor. Von Facebook aus werden zum Beispiel standardmäßig alle öffentlich zugänglichen Informationen weitergegeben.

Wer seine Daten schützen möchte, sollte deshalb die Datenschutzerklärungen der Anbieter lesen und hinterfragen, ob er die Angaben wirklich freigeben will.





Autor: dpa Datum: 08.09.2010
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