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Auf der Suche nach dem Ferienjob

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Geld verdienen und noch etwas fürs Berufsleben dazulernen: Ferienjobs sind bei vielen Schülern begehrt. Die Wirtschaft in der Region läuft gut, dennoch muss sich frühzeitig darum kümmern, wer einen temporären Arbeitsplatz in den Sommerferien ergattern möchte. Bei vielen Unternehmen kann man sich online bewerben. 

Bei der Arbeitsagentur werden Schüler kaum fündig – die Vermittler konzentrieren sich auf dauerhafte Arbeitsplätze. Statistisch erfasst werden Ferienjobs dort nicht, dem Bauchgefühl der Vermittler nach ist ihre Zahl jedoch deutlich zurückgegangen, wie es auf Anfrage bei der Heilbronner Arbeitsagentur heißt. Und wenn es welche gibt, dann würden häufig bevorzugt Kinder von Mitarbeitern eingestellt. Ansonsten: Achselzucken.

Betriebe im Umkreis

Wer in Sachen Ferienjob an Audi denkt – ganze Generationen von Schülern aus dem Neckarsulmer Raum haben dort einst gutes Geld verdient – muss schnell weiterdenken: "Im Sommer 2017 werden keine Ferienarbeiter für die Produktion benötigt“, sagt eine Sprecherin. Wie schon in den vergangenen Jahren. Für Auslastungsspitzen werden im Audi-Werk Leiharbeiter eingesetzt – auch für die gibt es derzeit keine Perspektive. Die wenigen Stellen, die es beim Nachbarn Kolbenschmidt gab, sind alle schon vergeben. 

Bessere Karten haben Bewerber bei EBM-Papst in Mulfingen: Der Ventilatorenhersteller sucht für die Sommermonate in Hohenlohe rund 500 Schüler und Studenten. Bewerbungsschluss ist am 2. Juni. Grundvoraussetzung ist allerdings ein Mindestalter von 18 Jahren, das die Ferienarbeiter in Produktion, Lager und Logistik im Schichtdienst eingesetzt werden. Hilfreich ist auch ein Staplerführerschein. Für die meisten Schüler scheidet also auch EBM-Papst aus, obwohl das Unternehmen auch Ferienarbeitern die kostenlose Nutzung der Werksbusse anbietet, die im Umkreis von 25 Kilometern um Mulfingen 128 Haltestellen anfahren.

Auch bei Baier & Schneider in Heilbronn gibt es dieses Jahr bis zu 100 Stellen für Ferienjobber – vor allem im Brunnen-Logistikzentrum in den Böllinger Höfen. "Wir haben mit Schülern und Studenten gute Erfahrungen gemacht“, sagt Geschäftsführer Jan Schneider. Beim Eppinger Maschinen- und Anlagenbauer Dieffenbacher werden die Führungskräfte vor den Sommerferien gefragt, ob und falls ja, welche Tätigkeiten in den Ferien zu erledigen sind. 2016 hatte das Unternehmen 13 Ferienjobber in den Sommerferien. Diese wurden in der Logistik und im Lager eingesetzt, aber auch im Archiv, im Marketing, in der Produktion und in der Automation. Beim Heilbronner Stanzformspezialisten Marbach sind in den Pfingst- und Sommerferien regelmäßig Ferienjobber im Einsatz, und zwar in den Produktionsbereichen. Wie das Unternehmen mitteilt, sind aktuell noch Plätze frei.

Die Deutsche Post setzt im Raum Heilbronn in diesem Jahr rund 60 Ferienkräfte ein, hauptsächlich für die Brief- und Paketzustellung. Bevorzugt werden Kräfte eingestellt, die schon einmal für das Unternehmen gearbeitet haben, heißt es. "Neulinge“ seien aber auch willkommen. Das Mindestalter ist 18 Jahre, ein Autoführerschein ist von Vorteil. 

Nina hat noch nichts gefunden

Aktuell habe ich noch keine Stelle. Ich möchte aber gerne einen Ferienjob machen. Ich würde ein bis zwei Wochen arbeiten wollen, das wäre für mich perfekt. Ich habe im Internet nach offenen Stellen geschaut. Leider ist es aber ziemlich schwierig, etwas zu finden. Sonst habe ich noch eine Anzeige im Amtsblatt für einen Ferienjob beim städtischen Bauhof gesehen. Da habe ich zwei Mal angerufen, es ging aber nur der Anrufbeantworter ran. Ich werde es weiter versuchen. Gerne möchte ich in den Sommerferien arbeiten, um einen Verdienst zu haben und um erste Einblicke ins Berufsleben zu gewinnen. Mal schauen, ob es mir Spaß macht. 

Am liebsten würde ich in einem Büro anfangen, da ich nach der Schule selbst in den kaufmännischen Bereich gehen möchte. Ich bin relativ frei, in welchem Unternehmen ich im Sommer beginnen würde. Schließlich ist es meine erste Stelle. Die meisten in meiner Klasse sind noch keine 16 Jahre alt, daher suchen nicht allzu viele nach einem Job für die Sommerferien. Ein weiterer Grund ist, dass ich nach der Realschule weiter auf die Schule gehen möchte. Viele meiner Mitschüler machen nach dem Abschluss eine Ausbildung und verdienen dann schon. Somit brauche ich eben das Geld dringender, das ich bei einem Ferienjob im Sommer verdienen kann. 

Nick findet Arbeiten sinnvoll

Ich möchte gerne einen Ferienjob machen, aber die Zeit lässt es in diesem Jahr nicht zu. Wir haben bereits Urlaub gebucht, da macht es keinen Sinn. Im letzten Jahr habe ich einen Ferienjob bei Vollert in Weinsberg gemacht. In den zwei Wochen habe ich hauptsächlich Dokumente herum geräumt und alte Ordner sortiert. Typische Bürotätigkeiten eben. Gearbeitet habe ich von 7 bis 16 Uhr, zudem hatte ich eine Frühstücks- und eine Mittagspause. Den Ferienjob habe ich gemeinsam mit einer Bekannten gemacht. Es ist besser, man macht es mit einer Person, mit der man gut auskommt. Dann hat man mehr Spaß, und es ist nicht so langweilig.

Einen Job würde ich mir über eine Kontaktperson organisieren, da man so bessere Chancen hat und eine bessere Arbeitsstelle bekommt. So war es bei mir im letzten Jahr auch. In der Zeitung würde ich allerdings auch mal nachschauen. Ich habe einen Ferienjob gemacht, da wir Schüler auch Geld brauchen. In unserem Alter haben wir neben der Schule kaum Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Dabei haben wir auch als Schüler Ausgaben wie den Führerschein oder ein Motorrad. Ohne Ferienjob ist man abhängig von den Eltern. Zudem hat mir das Arbeiten in den Sommerferien mehr gebracht als das Bogy-Praktikum, da man selbst viel mehr mithelfen durfte. 

Johannes braucht die Finanzspritze

Am liebsten würde ich in den Sommerferien drei Wochen arbeiten. Es wird mein erster Ferienjob sein. Mir persönlich ist das Verhältnis zwischen Arbeit und Bezahlung wichtig. Es wäre zwar cool, einen Ferienjob im späteren Berufsfeld zu machen, mir geht es primär aber um das Geld verdienen. Ich mache gerade meinen Führerschein und muss daher finanziell einiges stemmen. Letztendlich hoffe ich, die Stelle über Kontakte zu bekommen. Online habe ich nur Minijobs und keine guten Angebote gefunden. Das ist echt schwierig. Im Amtsblatt hat man vielleicht noch Chancen.

Der Ferienjob wäre für mich ein Erfolg, wenn ich nach drei Wochen im Tätigkeitsfeld sagen könnte, dass ich gerne wieder hingehe. Ich wünsche mir auf jeden Fall eine abwechslungsreiche Tätigkeit, bei der ich auch Spaß haben kann. Neben der Schule engagiere ich mich in der Hausaufgabenbetreuung. Das ist ein Angebot im Rahmen der Ganztagesschule. Ich treffe mich mit jüngeren Schülern und helfe bei Schwierigkeiten mit dem Lernstoff. Da verdiene ich ebenfalls Geld. Und das ist vom Bewerbungsaufwand deutlich geringer als ein Ferienjob. In der Schule wurde aktiv gefragt, wer die Betreuung übernehmen möchte. Ich musste hierfür nur meine Kontodaten angeben. 

Ronja macht lieber Urlaub

Ehrlich gesagt habe ich vorher noch nicht so viel darüber nachgedacht, ob ich in den Sommerferien arbeiten möchte. Deshalb habe ich mich noch nicht darum gekümmert. Ich habe aber sowieso keine Zeit, da ich mit meinen Eltern in den Urlaub fahre. Aber wenn ich so darüber nachdenke: Einen Ferienjob würde ich eigentlich schon gerne machen. Schließlich kann man herausfinden, was man gerne macht. Und man kann Geld verdienen. Ich gehe davon aus, dass man in unserer Region sehr gut einen Ferienjob bekommen kann.

Wenn ich als Schülerin eine Arbeitsstelle antreten würde, würde ich gerne etwas mit Menschen machen. Eine reine Bürotätigkeit wäre mir zu langweilig. Ich würde mir abwechslungsreiche Aufgaben wünschen. Ich weiß, dass manche meiner Klassenkameraden einen Nebenjob haben. Aber kaum jemand macht einen Ferienjob. Vielleicht, weil man nicht unbedingt unter Druck steht. Und es ist aufwendig, sich neben dem ganzen Schulstress noch zu informieren. Wir müssen als Schüler ja nicht arbeiten, meistens wird man von den Eltern unterstützt. Ich habe zudem keine riesigen Ausgaben, bei denen ich viel Geld brauche. Aber langsam wird das schon ein Thema, weil die Wünsche auch immer größer und teurer werden, wie zum Beispiel der Führerschein. 

Yannick möchte Kopfhörer bauen

Im Sommer möchte ich drei Wochen bei Beyerdynamic einen Ferienjob machen. Wenn es klappt, bin ich über meinen Vater an den Job gekommen. Hierfür musste ich eine formale Bewerbung absenden. Ich habe mich auf meinen Vater verlassen, daher hoffe ich, dass es mit dem Ferienjob auch wirklich klappt. Was ich dort machen muss, weiß ich noch nicht genau. Wenn ich ins Lager komme, werde ich wohl Kisten schleppen. Oder Kopfhörer zusammenbauen. Aber ich war ja noch nie da und werde es herausfinden.

Mit dem Job möchte ich einfach Geld verdienen. Gerade in den Ferien unternehme ich viel mit meinen Freunden und möchte meinen Eltern nicht auf der Tasche liegen. Vielleicht werde ich mit dem Geld auch in den Urlaub fahren. Letztendlich macht man als Ferienjobber nie die wichtigen Dinge in einem Unternehmen. Aber ich möchte mich einbringen und nicht nur eine Last für die Mitarbeiter vor Ort sein. Entscheidend ist für mich auch die Dauer des Ferienjobs. Oft muss man drei Wochen arbeiten, das ist immerhin die Hälfte der Sommerferien. Aber man verdient eben auch mehr. Letztes Jahr habe ich einen Ferienjob beim städtischen Bauhof gemacht. Das war gut, ich habe vor allem viel Unkraut gejätet. Auch Straßen haben wir beispielsweise von Schmutz befreit

Nadine hat bereits einen Minijob

In diesem Jahr mache ich keinen Ferienjob, da ich bereits einen Minijob habe. Ich würde aber gerne arbeiten, damit ich etwas verdienen kann. Allerdings passt es zeitlich im Sommer nicht. Wir gehen mal wieder in den Urlaub und schließlich habe ich in den ganzen letzten Jahren einen Ferienjob gemacht. 2014 habe ich zum ersten Mal zwei Wochen als Betreuerin bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Kinderstadtranderholung in Sontheim gearbeitet. Das fand ich richtig gut, da man den respektvollen Umgang mit Kindern lernt. Auch der Umgang mit Gleichaltrigen im Betreuter-Team war toll.

Deshalb habe ich mich 2016 noch einmal auf den Ferienjob beworben und dann gleich vier Wochen mitgeholfen. Verdient habe ich allerdings nicht so viel. Aber immerhin war ich arbeiten und habe nicht die ganzen sechs Wochen die Füße hochgelegt. Mein Traum-Ferienjob würde mir das Gefühl vermitteln, wirklich mitzuarbeiten. Die Balance zwischen Spaß und Arbeit sollte stimmen. In meinem schulischen Umfeld machen wenige einen klassischen Ferienjob. Stattdessen haben viele Mitschüler einen Minijob. Auch bei mir ist das so, ich bin bei einem Nachhilfeinstitut angestellt. So hat man ein regelmäßiges Einkommen. Neben dem Schulalltag arbeite ich zehn Stunden in der Woche

 

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