Berufsbegleitende Ausbildung

"Agrarfachkraft für Erneuerbare Energien": Dieser Abschluss ist völlig neu. Wenn der Hohenloher Kreistag und das Regierungspräsidium grünes Licht geben, startet in diesem Herbst ein Versuch: An der Richard-von-Weizsäcker-Schule in Öhringen, in einer "Berufsfachschule zum Erwerb von Zusatzqualifikationen", die Landwirte weiterbilden möchte.


 

Abendkurse

"Wir reagieren damit auf die gesellschaftliche Debatte und wollen die erneuerbaren Energien stärker in unsere Lehre einbinden", sagte Schulleiter Helmut Albrecht vor sechs Wochen, als der Plan erstmals publik wurde. Jetzt sind weitere Details bekannt, der zuständige Ausschuss des Kreistags beschäftigt sich an diesem Montag mit dem Schulversuch.
 
Die Ausbildungsdauer beträgt zwei Jahre – berufsbegleitend. Der Lehrgang soll zweimal wöchentlich von 17 bis 20.30 Uhr stattfinden, nach Absprache sind auch ganztägige Termine möglich. Das Land beteiligt sich an den Sachkosten mit 381 Euro pro Schüler, Räume und Personal werden aus dem vorhandenen Fundus gestellt. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung, idealerweise im Agrarbereich.


 

Kooperation

Bei dem Versuch arbeitet die Öhringer Schule mit dem Landwirtschaftsamt des Kreises und der Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber (HOT) zusammen. Biomasse und Sonnenenergie, Windkraft und Wasserkraft, Reststoffe und Geothermie: All dies steht auf dem Stundenplan. Beabsichtigt ist eine "fundierte naturwissenschaftliche und praktische" Ausbildung. Außerdem werden "Möglichkeiten aufgezeigt, wie mit Hilfe staatlicher Förderung entsprechende Anlagen finanziert und realisiert werden können", heißt es in der Kreistagsvorlage. Weitere Themen sind "Betriebsführung, Energieeinsparung sowie Öffentlichkeitsarbeit und Konfliktmanagement".





 

Autor: rei Datum: 29.04.2011
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