Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Körperloser Kampf gegen imaginären Gegner

Übersicht

Beim offenen Karate-Turnier in der Beilsteiner Langhans-Sporthalle fanden sich am Wochenende 280 nationale und internationle Karatekas zum Dhammika-Cup ein. Die Wettkämpfe wurden in 41 Altersklassen und in den Kategorien Kata, Kobudo und Kumite ausgetragen. Für den Beilsteiner Verein Dhammika Karate-Do ist dieses Turnier eine organisatorische und auch eine sportliche Herausforderung. 

Farbe des Gürtels

Vorsitzender Shihan Athula erklärt, was sich auf den großen Matten abspielt. Denn für den Laien ist dieser Karatesport nicht leicht zugänglich. Zwei Kämpfer, in weiße Kutten gekleidet, zeigen auf der Matte eine Vorführung ihres Kampfes. Sie sind eigentlich nur durch die Farbe ihres Gürtels – der eine hat einen roten, der andere einen blauen – zu unterscheiden. "Die Karatekas zeigen gerade in der Kategorie Kata ihren körperlosen Kampf gegen einen imaginären Gegner“, erläutert Shihan Athula. 

Bei der Bewertung durch die Jury komme es auf die gezeigten Formen an. Die haben Namen, wie Shisochin und Nipaipo. Mit ihnen sind Schwierigkeitsgrade verbunden. Die höchste Wertung erhält die Form Superimpai. "Der Formenkampf Kata ist wie ein Gedicht aufsagen“, sagt der Experte. Der Kämpfer müsse sich bestimmte Situationen ausdenken und diese mit seinen Darstellungen ausdrücken. "Kata hat poetische Züge. Es wird wie das Aufsagen eines Gedichts mit festgelegten Versen und einem bestimmten Rhythmus zelebriert“, führt Shihan Athula weiter zur fernöstlichen Kampfkunst aus.

Harmonie der Bewegungen

Die Harmonie der Bewegungen sei wesentlich. Nach einer gewissen Beratungszeit erklären die Schiedsrichter den Karatekämpfer mit dem roten Gürtel zum Sieger. Er hat das bessere Kata vorgeführt.
Die Karate-Champions in der Langhans-Sporthalle nutzen das Turnier als Gelegenheit, um ihren Leistungsstand zu ermitteln und um mehr Erfahrung zu gewinnen. Diese ist nötig, um die Chance zu haben, in einen nationalen oder regionalen Kader aufgenommen zu werden. Dies ist Voraussetzung, um eventuell an Weltmeisterschaften oder an Olympischen Spielen teilzunehmen.

Aber auch regionale Karate-Vereine sind in Beilstein mit dabei. "Die Teilnahme ist wichtig, um unsere jungen Sportler vielleicht einmal in den Landeskader zu bringen“, sagt Angelika Böhrer. Sie ist Mitbegründerin und Trainerin des in Neudenau beheimateten Karate-Vereins IT Franken. Seit der Gründung 2004 habe sich der Verein erfreulich entwickelt. Etwa 70 Karatekas, meist Jugendliche, sind regelmäßig im Training.

Beim Beilsteiner Turnier zeigen die Sportler auch andere japanische Kampfkünste. Der freie Kampf wird Kumite genannt und findet auch ohne Berührung des Partners statt. Dagegen ist Kobudo eine Selbstverteidigungsart mit Waffen. Der elfjährige Serdalin trainiert seit zwei Jahren im Karate-Club Kirchheim. "Ich trete in der Disziplin Kata an“, sagt er. Diese gefalle ihm wegen des Formenkampfes. Dass Karate für Jugendliche gut geeignet ist, begründet Harald Klotz, Trainer beim Dhammika-Verein Abstatt: "Es fördert die Disziplin, die Konzentration und die Koordination.“ Klotz ist überzeugt, dass Karate zu einer positiven Persönlichkeitsbildung beitragen kann. 

 

 

Anzeige

Galerien

Regionale Events

Blacksheep-Festival 2018

Für das Bonfelder Blacksheep-Festival wurden weitere Bands verpflichtet. Karten sind ab sofort erhältlich.

Rock in Z

Der TTC Zaisenhausen bietet euch ein breites Musikangebot.