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Keine Punkte, aber passabler Kampf

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Der Applaus der 912 Zuschauer war nicht unverdient. Auch wenn gestern Abend ein 21:34 von der Anzeigetafel der Ballei leuchtete. Zwar hatten die Neckarsulmerinnen wieder klar verloren. Wie in bislang allen vier Bundesliga-Partien. Doch der Kampf, den Trainer Emir Hadzimuhamedovic gegen Meister SG BBM Bietigheim gefordert hatte, war diesmal zu sehen. Ein Klassenunterschied gegen die vergangene Saison komplett ohne Verlustpunkte gebliebenen Bietigheimerinnen phasenweise allerdings auch. "Natürlich ist das reine Resultat nicht gut. Aber wir haben heute über 60 Minuten gefightet und sind als Mannschaft zusammengestanden“, sagte Seline Ineichen, die im NSU-Innenblock alles gab, aber die individuelle Klasse der SG anerkennen musste. 

Kampfgeist vorhanden

Schon früh gestand Emir Hadzimuhamedovic die Übermacht der Gäste auch taktisch ein. In der neunten Minute hatte der Coach beim 1:7 zur Auszeit gegriffen. Und schickte sein Team danach mit sieben Feldspielerinnen zurück auf die Platte. Den zusätzlichen Raum nutzte die völlig freie NSU-Kapitänin Hannah Breitinger prompt zum 2:7.

Zwar fingen sich die Neckarsulmerinnen im Anschluss drei Gegentreffer, aber trotzdem schien es in den Köpfen klick gemacht zu haben: unfehlbar ist der Meister nicht. Auch beim 5:14 schien diese Erkenntnis noch präsent, als Isabel Tissekker und zweimal Lena Hoffmann einen Drei-Tore-Lauf zum 8:15 (26.) legten. Das Timeout von genervten Gäste-Coach Martin Albertsen war zumindest ein kleiner Teilerfolg.  Natürlich war beim punktlosen Schlusslicht nicht plötzlich alles großartig. Wieder waren einige technische Fehler im Aufbauspiel, die Bietigheim gnadenlos bestrafte. Doch der Kampf war diesmal im Vergleich zum blutleeren Auftritt im Pokal da. Genug war das gegen den großen Nachbarn allerdings nicht. Die Sport-Union gab trotzdem alles.

In der Abwehr ackerte Svenja Kaufmann, die in der Offensive Nele Reimer wich. Reimer hatte es auf Halbrechts-Vertretung für Alena Vojtiskova gegen die turmhohe BBM-Deckung nicht einfach, bewies aber Moral. Wie das Gros des Teams, das dafür mit einem vergleichsweise ertragbaren Rückstand von 10:19 in die Pause ging.

Übermächtige Gäste

Zurück auf dem Feld, stand da im zweiten Durchgang aber weiter dieser brutal gute Gegner. Und der wollte bei Neckarsulm erst gar nicht so etwas wie Hoffnung aufkommen lassen. Beim 23:11 der pfeilschnellen Martine war die Partie zwar eigentlich schon vorentschieden, aber für Neckarsulm noch lange nicht gelaufen. 

Auch Ann-Cathrin Giegerich, die für die kranke Melanie Herrmann im NSU-Kasten stand, half jetzt mit guten Paraden gegen ihren Ex-Club mit, die Sport-Union in der Spur zu halten. Der Szenen-Applaus für Neckarsulm, als Albertsen beim 16:25 in der 46. Minuten zur Grünen Karte griff, war gut für den verunsicherten Kopf der Spielerinnen. Auch wenn nach dem passablen Kampf im Endspurt ersatzgeschwächt gegen den formidablen Gästekader etwas die Kraft fehlte – komplett die Köpfe hängen lassen müssen die Neckarsulmerinnen nach diesem Spiel nicht. Auf diese Ansätze lässt sich bis zur richtungsweisenden Partie in Nellingen aufbauen.

 

 

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