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Mit kühlem Kopf und in heißen Tanz

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Der Breisgau, das Gebiet um Freiburg, gilt gemessen an der Klimatabelle als sonnenverwöhnteste und daher wärmste Region in Deutschland. Das ist jedoch nicht der Grund, warum den Bundesliga-Ringern des VfL Neckargartach im SV Heilbronn am Leinbach an diesem Samstag (19.30 Uhr) bei der RKG Freiburg 2000 ein ziemlich heißer Abend bevorsteht. Aber, wer sich den Kampfnamen Red Devils verpasst hat, dem sollte die zu erwartende hitzige Atmosphäre in der gegnerischer Halle nichts anhaben. 

Heißer Tanz

Für den Tabellenzweiten der Bundesliga Südwest endet mit dem Gastspiel in Freiburg der erste Saisonabschnitt, ist es doch der letzte Mannschaftskampf in der Vorrunde. "Freiburg kann an einem guten Tag mit jedem Gegner mithalten. Das ist eine ausgeglichen besetzte Mannschaft, die vor eigenem Publikum sicherlich in Bestbesetzung antreten wird“, sagt VfL-Ringerchef Jens Petzold und warnt vor dem Vorletzten der Liga. "Es ist definitiv so, dass es dort für uns ein heißer Tanz werden wird. Wir müssen mit kühlem Kopf antreten, sonst laufen wir Gefahr, als Verlierer heimzufahren.“

Auch Red-Devil-Trainer Marcus Mackamul erwartet keinen gemütlichen Mannschafts-Ausflug. Zumindest, was den sportlichen Teil betrifft. "Freiburg hat gegen Adelhausen einen Punkt geholt, gegen die wir nur denkbar knapp 12:10 gewonnen haben“, hebt Mackamul mahnend den Zeigefinger. Dem Tabellendritten Nackenheim unterlag Freiburg offiziell mit 0:40, da ein Ausländer zu viel eingesetzt wurde, inoffiziell siegte das RKG-Team auf der Matte aber 15:12. 

Diättag

"Wir werden unser Ding durchringen wie bisher“, sagt Marcus Mackamul und hat beim Gegner vor allem die internationalen Topringer Armands Zvirbulis (98 Kilo Freistil, Lettland), Greco-Mann Balasz Kiss (WM-Dritter 98 Kilo, Ungarn) und Freistil-Mann Givi Davidovi (WM-Zehnter bis 57 Kilo, Italien) im Blick. Kampftag, das ist für viele Ringer gleichbedeutend mit Diättag. Zumindest bis man seine sportliche Pflicht erfüllt hat. "Vielleicht ein wenig Müsli, eine kleine Banane zum Frühstück. Mehr gibt es nicht“, weiß Jens Petzold über den harten Broterwerb seiner Männer.

Einzig die Schwerathleten haben es da etwas leichter: "Sie haben weniger Probleme mit dem Gewicht. Bei den Auswärtsfahrten gibt es im Bus dann zwei Fraktionen. Diejenigen, die hungern, sitzen vorne und hinten diejenigen, die vespern.“ Wenn am Samstag um 13.45 Uhr der Mannschafts- und Fanbus an der Römerhalle abfährt, werden sich etliche Athleten ein Nickerchen gönnen. Aktive Erholung vor der abendlichen Anstrengung. "Die sind alle vom Gewichtmachen geschlaucht“, sagt Jens Petzold. "Der ein oder andere packt sich warm ein, um noch ein paar Milliliter Wasser aus seinem Körper zu schwitzen. Da zieht man sich schon mal bis zu drei Pullover übereinander an.“

Erhoffte Siegesfeier

Schließlich darf der Zeiger beim abendlichen Wiegen kein Gramm zu viel anzeigen – sonst ist der Kampf schon vor dem Gang auf die Matte verloren. Einziger Störenfried der Nachmittags-Schlummerstunde ist der Trainer. "Auswärtskämpfe haben Vorteile. Auf der langen Fahrt kann man ohne Hektik und Stress Dinge ansprechen, die sonst zu kurz kommen“, sagt Marcus Mackamul. "Man hat genug Zeit, gewisse Dinge mit den Ringern abzusprechen und kann jeden individuell auf den Gegner einstellen.“ 

Hoffentlich mit zwei Mannschaftspunkten im Gepäck, geht es dann in der Nacht zurück nach Heilbronn. "Vor 23 Uhr werden wir in Freiburg wohl nicht loskommen“, schätzt Petzold. Auf der Rückfahrt ist eine Kiste Bier – eher mehr – mit in der Gepäckzone. Für die erhoffte Siegesfeier. Auch Ringer sind nach hartem Kampf einem Fläschchen Gerstensaft mit isotonischem Mehrwert nicht abgeneigt. Reichlich zu Essen gibt es dann natürlich ebenfalls. Der der Kohlenhydrat-Speicher will aufgefüllt werden.

"Vermutlich lassen wir vor der Heimfahrt einen Pizza-Service kommen“, gewährt Jens Petzold schon mal einen Blick auf die mitternächtliche Speisekarte. Warm einpacken muss sich dann keiner mehr. "Wir trinken uns warm“, sagt Marcus Mackamul und lacht.

 

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