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Alles im Griff

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Es ist an diesem Morgen ungemütlich auf den Sportanlagen des VfB Bad Rappenau. Wind pfeift über die Plätze, der Himmel ist grau, es regnet. "Bei dem Wind wird das Werfen zu einer echten Herausforderung", sagt Florian Böhler. Gerade kommt er vom Feld zurück, hat den Bad Chicks, die er am Wochenende coacht, ein paar Anweisungen gegeben. "Wir sind im Aufbau unterbesetzt und lassen uns zu leicht unter Druck setzen." 3:6 liegen die Bad Chicks, die Frisbee-Spielerinnen aus Bad Rappenau, Gemmrigheim, Heilbronn und Bönnigheim, zu dem Zeitpunkt zurück.

Die Liga halten

"Die Mädels müssen mehr Mut finden, sie können definitiv mehr", sagt Böhler über sein junges Zweitligateam. Tatsächlich werden die Bad Chicks stärker, kommen noch einmal heran, am Ende verlieren sie gegen die Frankas mit 10:15. "Wir sind deshalb jetzt aber nicht geschockt", sagt Charlotte Schall. "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir gegen den Erstliga-Absteiger so gut mithalten", sagt die 16-Jährige. Dass am Ende sogar der Aufstieg herausspringt, das überrascht alle.
 
Die noch sehr junge Spielgemeinschaft der Bad Chicks ist an diesem Wochenende Gastgeber für das Turniers um die Meisterschaft in der 2. Bundesliga im Frisbee. Acht Mannschaften aus ganz Deutschland ringen um den Titel, die beiden Besten steigen am Ende auf, zwei schaffen den Klassenerhalt und bleiben in der zweiten Liga. Genau das ist der Plan der Bad Chicks: "Wir wollen die Liga halten", sagt Schall. Zumal sich das Team gerade erst für die Klasse qualifiziert hatte. Die Niederlage gegen die Frankas: kein Beinbruch. "Es ist noch alles drin", sagt Abteilungsleiter Robin Müller, der seinen Mädels viel zutraut. "Die kommen schon unter die ersten vier."

Alles im Griff

Als ob sie Müller gehört hätten, machen die Bad Chicks in den nächsten Vorrundenspielen – dem nun besseren Wetter angepasst – eine gute Figur, fahren zwei Siege gegen Paradisca und Gulls2Sea ein und haben ihr Ziel damit eigentlich erreicht: Als Zweiter der Gruppe A ist das mit einigen Europameistern bestückte Team bereits für das Halbfinale qualifiziert – und hat den Klassenerhalt sicher. "Jetzt können wir ohne Druck ins Halbfinale", sagt Schall. Im Gegensatz zum Gegner: Die Jinx aus Berlin sind Erstliga-Absteiger, haben den Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben. "Ein kleiner Vorteil für uns", sagt die 16-jährige Schall. Und den spielen die Gastgeberinnen clever aus, gewinnen in einem hochdramatischen Finish mit 15:14 – und sind plötzlich Aufsteiger in die Bundesliga. "Wahnsinn, damit hat niemand gerechnet", verrät Müller.

Wahnsinnig

Dabei hatte auch der Abteilungsleiter gewusst, dass er ein Team aufbietet, das eine vielversprechende Zukunft hat. "Die Mädels haben eine hohe Qualität. Ohne Florian Böhler, der großartig gecoacht hat, wäre es aber schwerer geworden“, sagt Müller über das Eigengewächs, das mit den Bad Skids vor kurzem zum siebten Mal in Folge deutscher Meister geworden ist. "Wir freuen uns wahnsinnig", sagt Charlotte Schall.
 
Doch die Aufstiegsparty müssen die Mädels noch kurz verschieben – immerhin steht das Finale noch aus. Wieder geht es gegen die Frankas – und wieder verlieren die Bad Chicks, diesmal 8:15. "Die waren eine Klasse für sich", sagt Schall. Auch so haben die Bad Chicks gezeigt, was in ihnen steckt.
 
 
 
 
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