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Gut genug für den ersten Weltcup

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Einfach drauf losgefahren sind die Kunstradfahrer aus Öhringen und Erlenbach am vergangenen Samstag. Was sie in Prag erwarten würde, wusste niemand im Team – weder, was die Form der Konkurrenten betraf, noch die Rahmenbedingungen und den Ablauf des Wettkampfs. Von Anfang an klar war nur: Der Weltmeister-Zweier Schefold/Hanselmann aus Öhringen und der Vierer der SG Erlenbach/Öhringen werden beim ersten UCI-Weltcup überhaupt starten. Zurück kommen Serafin Schefold und Max Hanselmann mit 157,80 Punkten als Sieger, der Vierer belegt mit 164,73 Punkten den dritten Platz. 

Prager Weltcup

Es ist die erste Kür auf internationaler Bühne in Prag. Das Vierer-Kunstrad-Team der SG Erlenbach/Öhringen darf starten, weil die erste Mannschaft abgesagt hat. Die Kür beginnt ruhig, geradezu mit souveräner Sicherheit. Anton Köhler, Nicole Kerner, Fabian Kerner und Maike Reinfurth fahren noch nicht lange zusammen. Umso bemerkenswerter ist ihr Auftritt am Samstag bei der Weltcup-Premiere in Prag. Doch bei der gleichzeitigen Torfahrt passiert der Patzer: Maike Reinfurth stürzt rücklings auf den Hinterkopf und bleibt benommen am Boden liegen. Schon kurz nach dem Schrecken deichselt die Kunstradfahrerin mit dem Team das Rad bereits wieder synchron durch die Halle, um die Kür fortzusetzen. 

"Mit dieser Neubesetzung fahren wir erst seit einem Vierteljahr“, sagt Wolfgang Kerner. Aus persönlichen Gründen hatte sich zuvor Tanja Fröhlich zurückgezogen. Dafür hätten sie nun Nicole Kerner nach zweijähriger Pause wieder akquiriert, sagt Kerner. "Das ist eben schon anders, als im Frühjahr eine Kreis- oder Bezirksmeisterschaft zu fahren“, sagt Serafin Schefold. Nach dem dritten Platz beim Weltcup schaffen die vier einen Tag später bei den "Bohemian Open“ in Prag mit 181,55 Punkten eine Bestleistung und der Schrecken ist so gut wie vergessen.

Noch keine Bestform

Der Zweier Schefold/Hanselmann fährt nicht ganz stabil. Beim Patzer in einer Drehung verhindern sie einen Sturz, doch "Sea und Max“ sind gut genug für den Sieg, auch wenn sich die Weltmeister so früh in der Saison noch nicht in Bestform zeigen. Mit 157,80 Punkten setzen sie sich gegen zwei Schweizer und die anderen deutschen Zweier durch und fahren im WM-Trikot direkt weiter zum Leader-Shirt. Ihre direkten Konkurrenten, André und Benedikt Bugner (RSV Klein-Winternheim), müssen sich mit Platz zwei und 143,19 Punkten geschlagen geben. "Wir wussten natürlich nicht, wie die anderen alle drauf sind“, sagt Schefold. Auf sehr starke Bugner-Brüder hätten sie sich aber eingestellt. Die fuhren vor den Öhringern und stürzten kurz vor Kür-Ende. "Das war eine der schwersten Übungen“, sagt Schefold. Er schätzt, es sei ihnen die Kraft ausgegangen. "Das hat uns natürlich gefreut“, sagt Schefold. "Den ersten Weltcup überhaupt so deutlich zu gewinnen – das gibt man nicht gerne her.“

Weil das Kunstradfahren in Tschechien nicht so populär ist wie in Deutschland, ist Schefold auch mit wenigen Zuschauern "recht zufrieden“ – zumal auch nicht alle Sportler gestartet seien. Ein paar Österreicher hätten gefehlt. Teil drei der Weltcup-Serie wird in Hongkong ausgerichtet. "Das ist schon nochmal eine andere Hausnummer“, sagt Schefold. Die Sportler müssten die Kosten selbst tragen, weil die Nationalverbände keine finanzielle Unterstützung leisten könnten. Trotzdem soll die Randsportart künftig öfter im Rampenlicht stehen. Nächstes Ziel für Schefold/Hanselmann ist die EM am 1. Juni, für die sie sich am 21. April qualifizieren wollen. Danach denken sie an Teil zwei des Weltcups. In den Niederlanden wollen sie ihren Vorsprung ausbauen und die Weltcup-Serie im vierten Teil am 17. November in Erlenbach perfekt machen.

 

 

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