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Eine Frage der Arbeitsmoral

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Nun also Bad Tölz: Nach dem Mammutprogramm inklusive der abschließenden Meisterwochen sind die Heilbronner Falken an diesem Freitag ab 20 Uhr Gastgeber des DEL-2-Vorletzten. Mit Blick auf den Lauf des Teams von Gerhard Unterluggauer kann doch eigentlich kommen, wer will: Kein Problem für die Falken, die seit einigen Wochen alles vom Eis fegen. "Wenn es nur so leicht wäre“, sagt der Trainer. Abgesehen von der mentalen Herausforderung, nach dem Höhenflug mit Erfolgen gegen vier Spitzenteams nun gegen den Vorletzten nicht nachzulassen, plagen den Österreicher personelle Sorgen. Noch ist unklar, wer gegen die Löwen überhaupt zur Verfügung steht. 

Taktische Disziplin

Klar ist nur: Vier Reihen wie zuletzt werden die Falken sicher nicht aufbieten können. Nach seiner dritten Zehn-Minuten-Strafe ist Brad Ross zumindest gegen die Oberbayern gesperrt. Gleich zweimal aussetzen muss Mark Heatley, der sich am Sonntag im Derby vehement von einem Schiedsrichter losgerissen hatte. "Das hätte auch anders ausgehen können“, ist Unterluggauer über das milde Urteil froh. Dennoch: Er muss auch Heatley ersetzen. Gut möglich, dass noch mehr hinzukommen. "Richard Gelke und Kyle Helms waren die Woche krank. Wir müssen schauen, wie schnell sie sich erholen.“ Sie hingen zwei Tage lang mit einer Magen-Darm-Erkrankung durch. "Das kostet Kraft.“ 

Hinzu kommt die Sorge um Justin Maylan, der schon im Derby passen musste. "Er hat es zwar versucht, es ist allerdings nur schlimmer geworden“, sagt der Trainer. Vor dem Spiel gegen Tölz unternimmt der 26-Jährige einen erneuten Anlauf. So oder so muss Unterluggauer sein Team kräftig umbauen, alle Reihen durchwürfeln. "Wir müssen dieses Wochenende irgendwie über die Runden kommen.“ Denn die Trainingswoche verlief entsprechend: entgegen der Planungen. Eigentlich stand Taktik auf der Tagesordnung, die Basics. "Die musst Du wie das Einmaleins ständig wiederholen, damit sie drin bleiben“, sagt Unterluggauer. Taktische Disziplin sei gegen Tölz wichtig.

Angstgegner

Denn die Oberbayern haben die Falken die Runde schon zweimal vor Probleme gestellt – und zweimal gewonnen. "Unser Angstgegner“, sagt sogar der Trainer. Warum das so ist, vermag er nicht zu erklären. Er weiß nur: "Die Tölzer haben eine enorme Arbeitsmoral, kämpfen 60 Minuten, stehen defensiv sehr kompakt.“ Die Devise für sein Team können daher nur heißen: einfach bereit sein, eine bessere Arbeitsmoral an den Tag legen als der Gegner.

Ungern erinnert sich der Österreicher an den letzten Vergleich bei den Löwen vor sechs Wochen. "Da hatten wir mehr Schüsse, haben aber trotzdem verloren.“ Aus diesem Grund gilt für das dritte Duell: "Wir müssen die Scheibe skrupellos aus dem eigenen Drittel spielen. Wurscht wie. Hauptsache schnell.“ In den vergangenen Wochen sei das überragend geglückt: Da hätten seine Spieler die Scheibe oft schon vor dem eigenen Drittel umgedreht und waren so schnell in der Offensive. 

Da passt es gut, dass dem Trainer die Abwehrspieler komplett zur Verfügung stehen. Denn: "Trotz unseres Laufs: Wir sind längst keine Mannschaft, die irgendwo im Vorbeigehen gewinnt.“

 

 

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