Rückblick: Amoklauf Winnenden






Um Punkt 9.33 Uhr geht ein erster Notruf aus der Albertville-Realschule bei der Polizei in Winnenden ein. Er zerstört die Idylle dieses klaren, kühlen, teilweise sonnigen Mittwochmorgens der schwäbischen Kleinstadt. Bereits zwei Minuten nach Eingang des Anrufs trifft eine sogenannte Interventionseinheit ein. Die Beamten riskieren ihr eigenes Leben, um das anderer zu retten.



Massaker im Tarnanzug

Eine Viertelstunde dauert es, bis sie Tim K. aufspüren. Doch in dieser kurzen Zeit richtet der mit einem Tarnanzug bekleidete 17-Jährige aus dem Nachbarort Weiler zum Stein mit seiner Neun-Millimeter-Pistole der Marke Beretta ein Blutbad an. An der Schule, an der er ein Jahr zuvor selbst einen Realschulabschluss ablegte.

Bei seiner Flucht aus der Albertville-Realschule erschießt Tim K. einen Passanten und nimmt wenig später eine Geisel. Mit dessen Auto fährt er über die A 81 und die Landstraße über den Schönbuch, Tübingen, Metzingen und Nürtingen nach Wendlingen. Dort rennt der Amokläufer in ein Industriegebiet, schießt auf alles, was sich bewegt und tötet dabei einen Autohändler und dessen Kunden.

Die Polizei ist ihm dicht auf den Fersen. Schließlich richtet sich der 17-Jährige selbst.
Nach gut drei Stunden ist das Massaker mit insgesamt 16 Toten und elf Verletzten am 11. März 2009 um 12.35 Uhr zu Ende.







Autor: maa Datum: 11.03.2010
Sicher dir jetzt die neue Ausgabe des Stimmt!-Magazins


Kommentar schreiben

Betreff:
Kommentar:
Sie dürfen nur 1000 Zeichen als Text schreiben

Hier einloggenNoch nicht registriert?
Benutzername  
Passwort