
Knifflige Knobeleien
Die Lösung der Matheaufgabe gibt es [hier]
Zeitgleich Aufgaben lösen
Gut 85 Schüler in 22 Gruppen, aus der Region, aus dem Raum Stuttgart und aus Heidelberg, sind am Samstagmorgen, 6. März, in die Experimenta gekommen. Heilbronn ist einer von insgesamt zwölf Standorten in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, an dem rund 2000 mathematisch besonders Interessierte zeitgleich identische Aufgaben lösen.Zum 18. Mal richtet das Zentrum für Mathematik in Bensheim den Wettbewerb aus, seit 2002 findet er auch im Heilbronn statt – die Hochschule oder Firmen wie Bosch und Audi waren bisherige Austragungsorte.
Viele Mädchen
Kathrin, Simone, Julia, Evgenia und Quynh Trinh vom Ferdinand-Porsche-Gymnasium in Zuffenhausen sind Einserschülerinnen und wurden mit ihrer Mathe-Arbeitsgemeinschaft zu dem dreiteiligen Wettstreit eingeladen. Nach der Gruppenrunde sind die fünf erstmal erleichtert: "Es ist besser gelaufen als erwartet."Ein Blick in die Runde zeigt: Die Mathematik ist keine Jungendomäne mehr. Organisatorin Maria Schirmeister freut sich, dass inzwischen ein Drittel der Teilnehmer Mädchen sind. Die Mathelehrerin am Brackenheimer Zabergäu-Gymnasium leitet die lokale Niederlassung vom Zentrum für Mathematik.
Motivation
Spaß an der Knobelei und Motivation, sich mit Fragestellungen zu beschäftigen, das ist für Maria Schirmeister das Wichtigste an einem solchen Wettbewerb. Aber auch nach außen soll der Tag der Mathematik wirken, seinen Beitrag leisten, um der Disziplin zu einer höheren Wertschätzung zu verhelfen.Lehrer fehlen
Heinz Peisch, Mathematiklehrer am Heilbronner Justinus-Kerner-Gymnasium und einer der Wettbewerbskorrektoren, ist froh, dass trotz der Vorbedingungen das Interesse der Schüler anhält. "Wir lassen sie ohne angemessene Vorbereitung in solche Wettbewerbe gehen, das gäbe es im Sport oder in der Musik nie." Der Grund: Arbeitsgemeinschaften fallen aus, weil in Mathe und Physik Lehrer fehlen.Info
Aufgabe aus dem Einzelwettbewerb: Ein Mathematiker berichtet im Freundeskreis, dass im Jahr 2010 sowohl seine jüngere als auch seine ältere Tochter so alt sein werden wie die Quersumme ihrer Geburtsjahre (als vierstellige Zahl). In welchen Jahren wurden die Töchter geboren?Knobelei
Habt ihr es gewusst? Die am Montag veröffentlichte Wettbewerbsaufgabe zum Tag der Mathematik in der Heilbronner Experimenta hat folgende Lösung: Die Töchter des Mathematikers, deren beider Geburtsjahre in der Quersumme ihr Alter im Jahr 2010 ergeben, sind 2004 und 1986 geboren.
Diese und weitere knifflige Aufgaben haben vier Teilnehmer besonders gut gelöst. Sieger im Einzelwettbewerb wurden Philipp Schmitt (Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim), Steffen Czink (Hohenstaufen-Gymnasium Bad Wimpfen), Kathrin Gehard (Ferdinand-Porsche-Gymnasium Stuttgart), Patrick Pfannes (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wertheim).
Die Gewinner erhalten ein Stipendium für ein einwöchiges Projekt in den Herbstferien. Dabei wird für eine Fragestellung aus der Wirtschaft eine Lösung erarbeitet. Gruppensieger wurden: Helmholtz-Gymnasium Heidelberg, Albert-Schweitzer-Gymnasium Leonberg, Team 1 vom Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn.
Du willst mehr? Na dann [ab in's Zentrum der Mathematik]!
[Zur Experimenta]
Autor: kis Datum: 08.03.2010
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