
Jugendliche helfen bei der Tafel
Viel Armut
In Heilbronn sind etwa 4000 Familien von Armut betroffen; bundesweit gelten 14 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet – rund ein Drittel mehr als vor zehn Jahren. Das haben die Azubis bei ihren Recherchen herausgefunden. Da die Jugendlichen eine kaufmännische Ausbildung machen, war es naheliegend, ihre erlernten Fähigkeiten im Warenlager, im Tafelladen und im Second-Hand-Laden "Treffpunkt Diakonie" einzubringen.Im Lager unterstützten sie die Ehrenamtlichen und Ein-Euro-Jobber beim Sortieren der Lebensmittel und Second-Hand-Ware. Lebensmittel wurden in den Tafelladen transportiert und dort von den Auszubildenden verpackt und in die Auslage einsortiert. So helfen Lebensmittel, die sonst auf dem Abfall landen würden, Hilfsbedürftigen, sich gesund und kostengünstig zu ernähren.
Beratung
In den Laden werden höchstens acht Kunden gleichzeitig eingelassen. Alle müssen einen Berechtigungsschein vorlegen. Im Kleiderladen "Treffpunkt Diakonie" berieten die jungen Leute die Kunden, räumten angelieferte Ware in die Regale und pflegten die Verkaufsräume.Übereinstimmend stellten die Auszubildenden am Ende der Projektwoche fest, dass die Arbeit nicht immer leicht war. Der Tenor: "Wir haben aber etwas Sinnvolles getan und anderen geholfen. Und wir haben wichtige Erfahrungen gemacht." Die Leiterin der Tafel, Wilma Aickelin, zeigte sich positiv überrascht vom Projekt. "Gerne haben ich und das gesamte Team den Azubis einen Einblick ins reale Berufsleben gewährt."
Autor: ger Datum: 09.03.2010

















