Tatverdächtiger im Gefängnis

Noch hat die Polizei nach dem spektakulären Raub eines Transporters voller Goldschmuck und Zahngold bei Ludwigsburg keine Spur von der Beute im Wert von rund 1,8 Millionen Euro. Inzwischen haben die Justizbehörden aber einen weiteren von acht Tatverdächtigen verhaftet.

Spezialkräfte haben am vergangenen Donnerstag, 4. März, einen 22-Jährigen in Meckenheim (Nordrhein-Westfalen) auf offener Straße festgenommen. Der mutmaßliche Täter sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.


Weitere Festnahmen

Bereits Mitte Februar konnte die Polizei einen 24-Jährigen festnehmen. Dem Deutschen jordanischer Herkunft aus Bonn hat man sichergestellte Gegenstände zuordnen können, die beim Goldraub benutzt wurden.

Ein 21-jähriger Türke, der Anfang Februar bereits in Haft kam, ist dagegen nach Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß. Bei ihm ergaben sich entlastende Aspekte.

Vier Tatverdächtige aus dem Raum Bonn, darunter die mutmaßlichen zwei Drahtzieher, sind auf der Flucht. Zielfahnder des Landeskriminalamts suchen ihre Spur unter anderem in Osteuropa.


Spektakulärer Raub

Die Täter hatten am 15. Dezember 2009 auf spektakuläre Art haben den Transporter einer Sicherheitsfirma voller Gold und Goldschmuck im Wert von rund 1,8 Millionen Euro gestohlen. Die Männer, die im Heck eines dunklen BMW offenbar eine Leuchtanzeige mit dem Schriftzug "Stopp, Polizei" montiert hatten, leiteten den Transporter auf der A 81 in Richtung Stuttgart an der Abfahrt Ludwigsburg-Nord von der Autobahn ab. Nach Polizeiangaben hatten die Männer dunkle Jacken mit der Aufschrift "Polizei" an, gaben sich als Steuerfahnder aus und erklärten den Werttransporter für beschlagnahmt. Ursprünglich gingen die Ermittler von vier Tätern aus.


Getrennte Wege 

Als sie Fahrer und Beifahrer einer Werttransportfirma aus dem Raum Neumarkt/Oberpfalz in ihren dunklen BMW brachten, legten sie ihnen Handschellen an. Die Täter flohen mitsamt ihren Geiseln in dem BMW, einem roten VW-Bus und dem silbergrauen Sprinter mit dem Aufdruck der Werttransport-Firma in umgekehrter Richtung über die A 81 Richtung Weinsberger Kreuz.

Dort trennten sich die Wege. Werttransporter und VW-Bus fuhren in unbekannte Richtung davon. Zwei der Täter fuhren die Gefesselten im BMW einige Kilometer durch den nördlichen Landkreis Heilbronn und setzten die Opfer an der Kreisstraße 2001 zwischen Oedheim und Lautenbach am Straßenrand aus. Waffen sollen die Unbekannten bei ihrem spektakulären Coup nicht eingesetzt haben.


Polizei bittet um Hinweise

Die Fahndung nach den vier flüchtigen Tatverdächtigen läuft weiter auf Hochtouren. Hinweise zum Aufenthaltsort der Gesuchten nimmt die Kriminalpolizei Ludwigsburg, Telefon 07141/18-9 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.



[Mehr Infos zum Goldraub]

[Betrüger Kawa Homam-Ghazi]

[Fahndungsaufruf der Polizei]




Autor: red Datum: 09.03.2010

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