Luchs entwischt

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres ist aus dem Wildparadies Tripsdrill ein Luchs entwischt – da drängt sich die Frage auf: Gibt es im Park ein Sicherheitsproblem? Geschäftsführer Dieter Fischer: "Nein, das nicht." Das vierjährige Weibchen habe nur entwischen können, weil aufgrund des letzten Schneefalls der Strom am Gehege ausgefallen sei. Das Tier habe sich unter dem Draht durchgedrückt.


Sehr scheu

Für Menschen bestehe keine Gefahr, sagt Fischer weiter. Das sieht auch die Polizei so. Er habe bereits vor wenigen Tagen mit dem Tripsdrill-Geschäftsführer gesprochen, so Polizeisprecher Harald Schumacher, und auch sie schätzten eine Gefahr als "äußerst gering" ein. Der Luchs sei sehr scheu und lasse sich eigentlich nicht sehen.

Bereits seit zehn Tagen ist die Raubkatze nun bereits in freier Wildbahn unterwegs. Laut Angaben Fischers bewegt der Luchs sich in einem Drei-Kilometer-Radius um den Wildpark herum. Zuletzt wurde er am Sonntag gesehen, ein Anwohner alarmierte die Polizei und das Wildparadies, wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet. Der Luchs hatte es sich unter anderem vor einem Hasenstall bei Hohenaslach bequem gemacht.

Das ist auch der Platz, an dem Dieter Fischer ihn nun anfüttern will. "Der ist ja das Jagen gar nicht gewohnt", sagt er. Deshalb habe er auch wenige Chancen, den Hasen im Stall zu erwischen. Er füttere den Luchs mit Fleisch an, sagt Dieter Fischer – wie im Wildparadies auch. Am Sonntag habe der Tierarzt leider keine Zeit gehabt, so Fischer. Er muss den Luchs mit einem Blasrohr betäuben, sollte Fischer ihn nicht mit dem Netz einfangen können.


Paarungszeit

Dieter Fischer hat die Hoffnung, dass die Luchs-Dame vielleicht von allein wieder nach Hause kommt. Momentan sei Ranzzeit – und das Luchs-Männchen wartet im Cleebronner Gehege.

Erst im August 2009 war ein Luchs aus dem Gehege im Wildparadies entkommen – ein zweijähriges Weibchen. Wie es das angestellt hat, blieb unklar. Das Gelände, auf dem die Tripsdrill-Luchse leben, ist von einem drei Meter hohen Maschendrahtzaun umgeben, der zusätzlich mit Elektrodrähten gesichert ist. Die Bäume innerhalb des Geländes seien außerdem mit Manschetten ummantelt, erklärt Fischer, so können die Tiere, die für Besucher eine Attraktion sind, nicht einfach über den Zaun springen.




Autor: aho Datum: 12.03.2010

wong Reddit Linkarena live oneview twitter_de webnews Yigg del.icio.us Digg facebook Google StumbleUpon

Kommentar schreiben

Betreff:
Kommentar:
Sie dürfen nur 1000 Zeichen als Text schreiben

Hier einloggenNoch nicht registriert?
Benutzername  
Passwort