Premiere für die Jazzkantine

Das Justinus-Kerner-Gymnasium hat eine lange Tradition, was hervorragende Musik-Ensembles betrifft. Doch was jetzt die Big Band bei ihrer Konzertpremiere in der Mensa bot, ließ sogar alt verwöhnte Musikliebhaber schwärmen. Zum Beispiel Rektor Hans-Jürgen Maciejewski, der in seinen Dankesworten nach dem Konzert zugab, am liebsten selbst einmal als Sänger bei der Band mitmachen zu wollen.


40 Meldungen

Garant für diesen Start von "null auf hundert" war Dirigent Adrian Lewczuk. Im Herbst 2009 als Lehrer für Musik und Italienisch ans Gymnasium gekommen, machte er gleich den Vorschlag, eine Big Band aufzubauen. Der erste Aufruf an die Schüler zeigte phänomenale Ergebnisse. Weit über 40 Schüler meldeten sich, so dass Lewczuk sogar ein Casting durchführte, um die geeigneten Musiker zu finden.

Im Oktober gingen die Proben los, beim Weihnachtskonzert im Dezember hatte das Ensemble den ersten öffentlichen Auftritt. "Born to be wild", nicht gerade zu den klassischen Weihnachtsliedern gehörend, ließ damals dennoch die Zuhörer aufhorchen. Und da Applaus auch für Hobbymusiker der beste Ansporn zum Weitermachen ist, wurde eifrig weiter geprobt.

Jetzt fühlte sich die Big Band so fit, dass sie erstmals ein ganzes Konzert bestreiten wollte. Und da die Schule sowieso die neue Mensa noch stärker in den Vordergrund der Öffentlichkeit rücken möchte, bot sich diese Örtlichkeit als Konzertsaal an.


Klassiker

"Das ist die erste Edition der Jazzkantine", kündigte Lewczuk selbst die Premiere an. Zwei Lehrer und 22 Schüler im Ensemble sowie weit über 100 Zuhörer zeigten dabei der Mensa fast schon ihre Grenzen auf. Mit Big Band-Klassikern wie "In the mood" oder "American Patrol" wussten die Schüler genauso zu gefallen wie mit südamerikanischen Rhythmen à la "Mas que nada" oder Charthits.+

Solisten aus der Band, allen voran Alexander Spöri, zeugten von großen Einzelkönnern. Zur Besetzung gehörten neben den klassischen Instrumenten Saxofon und Trompete auch Posaunen, Querflöten, ein Horn, ein Bass, ein E-Piano und Percussion.


Baldige Wiederholung

Als weiterer Höhepunkt erwies sich der Gastauftritt der beiden Stars des diesjährigen Schulmusicals "Grease". Tobias Grauf und vor allem die gefühlvoll bluesige Stimme von Kim Hofmann waren die beste Einladung zu dem Aufführungen am Ende des Schuljahres.
Mit der frenetisch erklatschten Zugabe brachten die Gäste die Band allerdings in Schwierigkeiten.

"So groß ist unser Repertoire noch nicht", gab Lewczuk zu und dirigierte kurzerhand nochmals "Mas que nada". Immerhin gab er aber das Versprechen, dass die Jazzkantine eine feste Einrichtung an der Schule werden soll und eine Wiederholung im nächsten Schuljahr folgt. Dann auch mit neuen Titeln.


[Zum JKG]



Autor: fre Datum: 12.03.2010
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