
Mut zur Veränderung
Mehr Infos zu den Nachher-Styles gibt's bei den Bildern zum Artikel...
Zuerst aber muss abgeschminkt werden. "Ich habe heute Morgen eigentlich nur etwas Mascara aufgelegt", sagt Franka Deister. Doch das ist egal. Für ein richtiges Umstyling muss von null begonnen werden.
Peeling und Pflege
In der Beautylounge nebenan steht ein reichlich gedeckter Tisch. Auf jedem Platz findet sich ein weißes Schüsselchen, Orangensaftflaschen mischen sich mit einer Auswahl an Müsliriegeln. Fast wie Frühstück, aber doch nur fast. An jedem Platz liegt nämlich auch ein Handtuch, ein Schwämmchen und ein Spiegel.Jetzt wird kräftig im Gesicht gerieben. Reinigungsschaum, Peeling und Feuchtigkeitspflege. Das Gesicht von Carina leuchtet ganz rosafarben. "Ich fühl mich schon viel fitter", sagt sie. Wach und porentief sauber sind die Schülerinnen und Studentinnen bereit für den nächsten großen Schritt auf ihrem Weg zu einem neuen Aussehen: den Friseur.
Scissorys liegt gleich um die Ecke, und dort werden die Damen bereits erwartet. Hier soll sich zeigen, wer wirklich mutig ist: "Bei wem dürfen wir denn richtig viel abschneiden?", fragt Besitzer Ralph Hoffmann hoffnungsfroh in die Runde. Fünf der Mädchen haben lange Haare. Nur Sophie, die einzige mit einem Kurzhaarschnitt, ist bereit, die kurzen Haare noch weiter stutzen zu lassen.
Karamell-Highlights
Doch auch die anderen sollen eine Veränderung bekommen. Farbe, Stufen, Pony, Highlights, Locken. Selbst für nicht ganz so mutige Kandidatinnen ist die Liste der Möglichkeiten lang. Bei der Hautpflege ging es noch um Seidenproteine, Schaum und Milch, jetzt schwirren Wörter wie Schokobraun und Karamell-Highlights durch die Luft. Das Scissorys-Team legt gleich los.Mit Schere, Farbe und Pinseln bewaffnet geht es den Mädchen an den Kragen. Doch die nehmen es gelassen. Entspannt schlürfen sie einen Cappuccino und blättern in der Zeitung, während auf ihren Köpfen Farbe, Schnitt und Locken entstehen. "Puhh, dauert das lange", sagt Franka nach zwei Stunden. "Sonst brauche ich beim Friseur immer nur 15 Minuten". Doch die Geduld lohnt sich. Als die Frisur fertig im Spiegel betrachtet werden kann, ist die Überraschung bei allen groß. "Wow! Sehr ungewohnt aber edel. Ich fühle mich gerade noch wie jemand anderes", sagt Denise.
Letzter Schliff
Bevor der letzte Schliff getätigt wird – das Schminken – geht es noch schnell Klamotten aussuchen. Dafür teilt sich die Gruppe auf: Drei gehen für schicke Garderobe ins Anziehend am Marktplatz, und zwei wollen es lieber sportlich bei Burnside in der Sülmerstraße.Etwas komisch fühlen sich die Models für einen Tag, als sie dann fast fertig gestylt mit ihren Outfits durch die Stadt zurück in die Parfümerie laufen. Sophies Pelzmantel sorgt bei angenehmen 20 Grad für fragende Blicke. Der ein oder andere Haarclip hängt noch in den Haaren von Denise und Franka.
Erst mit dem Make-up im Gesicht sind die Mädchen bereit, dem Fotografen gegenüberzutreten. Der muss nicht um ein Lächeln bitten. Stolz halten die jungen Frauen ihr ihnen noch etwas fremdes Gesicht in die Kamera.
Autor: fur Datum: 02.09.2010
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