Zwei Bands heizen ein

Ganz im Zeichen des Dorffests steht Adelshofen am Wochenende. Erstmals gibt es in diesem Jahr Rikscha-Fahrten, deren Erlös dem Förderverein der Grundschule zugutekommt. Am Sonntag warten ein Kloschüssel-Rennen und ein Abschlussfeuerwerk auf die Besucher. Doch der Samstagabend gehört der Musik. Adelshofener Bands spielen auf.

"Wir nehmen die ganze Sache nicht so ernst", lacht Martin Rüter. Er spielt bei "Landlust" Gitarre und singt. "Wir wollen Spaß haben." Drei der vier Musiker sind in gesetzterem Alter. "Einen Chef brauchen wir nicht", grinst Andreas Fischer, zuständig für Bass und Gesang. "Wir spielen verschiedene Sachen, da kommt jeder auf seine Kosten."


Lustig

Dem können Meinrad Gnielka und Tobias Ott nur zustimmen. Schlagzeuger Ott ist der Youngster. Doch Probleme hat er damit nicht. "Das ist schon lustig mit den drei", schmunzelt der 25-Jährige. Spaß haben die vier. Das zeigt schon, dass sie ihr Musikrepertoire mit "Kraut und Rüben" überschreiben. "Wir sind für die alten Sachen zuständig", erzählt Fischer.

Sie covern, haben aber bei den Songs teilweise die Tonart gewechselt. Fischer: "Wir kommen halt nicht mehr so hoch, da müssen wir einfach tiefer singen." Für die hohen Töne haben die Musiker eine elegante Lösung. "Meine Frau ist bei uns feste Gastsängerin", lacht Rüter. Doch da gibt es diese Woche ein Problem. "Meine Frau ist bis Freitag unterwegs", verkündet Rüter den Bandkollegen. "Sie ist also am Freitagabend noch nicht da?", fragt Fischer. "Nein, Du musst die hohen Frauenstimmen singen", feixt Rüter.


Erfahren

"Unsere Youngster haben 100 Prozent mehr Bühnenerfahrung", berichtet Fischer, als die Rede auf "Rampage" kommt. Die vier Jugendlichen treten als Hauptband am Samstagabend auf. "Wir sollen nur die Stimmung anköcheln", verrät Fischer. "Rampage" spielt seit drei Jahren zusammen, bisher waren die Konzerte ausschließlich im christlichen Umfeld. "Wir wollten aber einfach auch mal andere Sachen spielen", erzählt Lotta Rüter. "Wir spielen hauptsächlich Rock, haben auch zwei leise Lieder dabei", ergänzt Lorraine Hausammann. "Es sind einfach Sachen, die ins Blut gehen."


Vom Klavier um Rock

Die beiden Teenager machen auch selbst Musik, doch eigene Songs wird es am Samstag noch nicht geben. "Beim nächsten Mal", vertröstet Lorraine die Fans. Komplettiert wird das Quartett von Maximilian Funk und Timo Hecker. "Ich wollte schon immer eine Band haben und wusste, was die anderen so draufhaben" erinnert sich Lotta an die Anfänge.

Die beiden Mädchen singen, Maximilian spielt am Bass, und Timo ist der Schlagzeuger. "Ein Teufelskerl", wie Rüter senior weiß. "Früher habe ich Klavier gespielt", erzählt Timo, der an der Glasknochenkrankheit leidet. "Aber ich habe bei einem Kumpel das Schlagzeug gesehen, es ausprobiert – und wollte es einfach spielen."


Auftritte

Eröffnet wird das Adelshofener Dorffest am Samstag, 4. September, 16 Uhr. Ab 19.30 Uhr spielt "Landlust" auf der Bühne in der Ortsmitte vor dem Rathaus, ehe ab 20.15 Uhr "Rampage" den Besuchern einheizen wird.


Autor: nit Datum: 02.09.2010
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