Lockere Sprüche und viel Kondition

Altrocker, die bei ihrem ersten Auftritt lockere Sprüche klopfen, und Nachwuchsmusiker, die viel Kondition mitbringen: Die Premiere mit einem Live-Konzert auf dem Adelshofener Dorffest kam bei allen Altersklassen an.



Anspruch

Der Name der Vorgruppe Landlust verweist nicht nur auf die Herkunft der Musiker – alle vier stammen aus Adelshofen – sondern ist zugleich Anspruch. "Das ist unser erster Auftritt. Wenn Sie uns mit Tomaten und Eiern bewerfen wollen, würden wir Bio- und lokale Produkte vorziehen", bat Gittarist Martin Rüter, bei massiven Beschwerden auf eine hochwertige Qualität zurückzugreifen.

Doch seine Sorgen waren völlig unbegründet. Lockere Sprüche, humorvolle Outfits vom Bauern- bis zum Blues-Brothers-Look und Evergreens wie „Knockin´ on Heavens Door“ oder „House of the Rising Sun“ machten die vier Herren im gesetzten Alter um Gastsängerin Karin Rüter in nur einer halben Stunde zur Zielscheibe von viel Applaus. Der Erfolg überraschte Vanessa Braun und Andreas nicht: "Das ist das erste Mal, dass es hier Live-Musik gibt. Das ist klasse. Die Bands können nur einen Fehler machen: Gar nicht erst singen."



Mitgefiebert

Sogar beim Schunkler ging das Publikum voll mit und wippte. Ein Teil des Erfolgsrezepts dürfte auch der stimmige Text sein: "Wir sind aus Adelshofen." Tatsächlich fieberten viele Zuhörer gleich doppelt mit. Jeder schien mit mindestens einem Mitglied der beiden auftretenden Bands Landlust und Rampage verwandt, gut befreundet, mindestens aber bekannt zu sein. Der Anteil der eingefleischten Fans war also hoch.



Guter Mix

Bei Rampage steht das am Keyboard verfremdete Konfirmanden-Lied ebenso auf dem Programm wie die Mädchenkreis-Hymne, der Lieblingssong aus dem eigenen Frankreich-Urlaub oder mitreißende Hits. Dieser Mix aus Rock und ruhig kam bei ganz jung, jugendlich und erwachsen gleichermaßen gut an.

Der vierjährige Hannes Sitzler übte sich abwechselnd an der Luftgitarre oder drehte sich tanzend im Kreis. Seine Mutter Steffi und ihr Bruder Markus Henrich fanden: "Das Konzert ist supergut. So etwas hat auf dem Dorffest gefehlt." Auch der 19-jährige Jonas Kolb lobt: "Die Band ist cool. Es ist alles dabei: christliche Musik und Radiohits."



Autor: iha Datum: 07.09.2010
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