
Süßes, was sonst?
Geerbt
Unglücklich hätte Anne Ritter (Nordheim) bei ihrer Einschulung sein können. War sie aber nicht. "Ich musste die Tüte von meiner Schwester übernehmen. Die war leider älter als ich und die Tüte noch gut." Trotzdem war die kleine Anne "ein stolzes Schulmädchen".Und die Mama von Eric (11) und Alyssa (9) weiß auch noch ganz genau, was in ihrer Schultüte steckte. Das vergisst sie nie. Nur ein Geschenk war drin. "Eine Puppe. Das war für mich das Allergrößte." Endlich war ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung gegangen. Anne Ritter: "Ich war das glücklichste Kind."
Auch wenn in Annes Tüte kein einziges Bonbon und kein Schokoriegel zu finden war, Süßigkeiten sind doch das Wichtigste, sagen die Mädchen, sagt die Mama, sagen auch Steffen (17) und Oliver (18, beide aus Heilbronn), die nach den Sommerferien ins Berufskolleg gehen. "Ein bisschen Geld war auch dabei", erinnert sich Steffen. Und Oliver fällt ein: "Bei mir auch. Meines ging aufs Sparbuch."
Spielzeugauto
Wenn sie jetzt einen Abc-Schützen zu beschenken hätten? "Ich würde dasselbe reintun", Steffen gesteht: "Ich bin da ganz altmodisch." Süßigkeiten, Geld, ach ja, ein paar Spielzeugautos sind auch nicht schlecht. Die fand er damals jedenfalls große Klasse.Stifte, einen Block, Wasserfarben, Pinsel, zählen die Mädchen auf – Schulsachen kämen in ihre Schultüte und Süßes. Katharina schränkt ein: "Aber nicht zu viel. Auf keinen Fall überschenken", prägt die 16-Jährige ein neues Wort. Und zu teuer sollte ihrer Ansicht nach der Tüteninhalt auch nicht werden.
Tamara weiß noch genau, was für sie das Wichtigste war: "So ein Hüpfteil." Sie beschreibt Gummitwist. Für Katharina war ein Bärenschlüsselanhänger das Allertollste. Und Carolin war von einem eigenen Geldbeutel schwer beeindruckt. Selbstverständlich haben sie ihre Krokodil-, Igel- und Pferd-Schultüten aufgehoben. Auf dem Schrank und im Keller lagern sie, fürs Wegwerfen viel zu schade.
Autor: ger Datum: 08.09.2010
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