Blechschäden und Rutschpartien

 

Der Winter ist nun auch in der Region angekommen. Schnee und Eis haben den Autofahrern am Morgen zu schaffen gemacht. Bis 12 Uhr wurden den Polizeidirektionen in Heilbronn und Künzelsau 20 wetterbedingte Verkehrsunfälle gemeldet. In den meisten Fällen verliefen die Unfälle glimpflich und es blieb bei Blechschäden. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf knapp 200 000 Euro.
 

 

Region Heilbronn

Ein schwerer Unfall ereignete sich auf der Autobahn 81 an der Ausfahrt Weinsberg.  Ein 64-Jähriger fuhr aus bislang unbekannten Gründen mit seinem Mercedes Vito von hinten auf einen Lkw auf. Anschließend prallte der Kleinlaster gegen die Betonleitwand in der Fahrbahnmitte. Der Vito-Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von den Einsatzkräften der Feuerwehren Untergruppenbach und Heilbronn aus dem Wrack befreit werden. Der 64-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

In diesem Fall entstand ein Schaden von mindestens 50 000 Euro. Während der Bergungsarbeiten musste die Autobahn kurzzeitig gesperrt werden. Es bildete sich ein Rückstau von mehreren Kilometer Länge.

 

Hohenlohe

Auch im Hohenlohekreis führte der Wintereinbruch zu Verkehrsbehinderungen. Auf der neuen Streckenführung der Bundesstraße 19 zwischen Gaisbach-Süd und Gaisbach-Nord ging es nach 7 Uhr wegen vorherrschender Schnee- und Eisglätte nur noch in Schrittgeschwindigkeit voran. In den Höhenlagen, an Gefäll- und Steigungsstrecken auf den Landes- und Nebenstraßen hatten vor allem die Lastwagen Mühe voranzukommen. Auf der Landesstraße 1046 zwischen Bieringen und Oberkessach blockierte ein querstehender Lastwagen im Bereich der Weinbergkurve kurz vor 9 Uhr die komplette Fahrbahn.
 

 

Bis Mittag wurden der Polizeirektion Künzelsau vier Verkehrsunfälle gemeldet.

Kurz nach 8 Uhr kam eine 49-jährige Fordfahrerin auf dem Gemeindeverbindungsweg zwischen Verrenberg und Öhringen ins Rutschen und dabei von der Fahrbahn ab. Eine nachfolgende 31-jährige Audifahrerin konnte ebenfalls nicht mehr anhalten und rutschte auf das Auto ihrer Vorderfrau. Der Blechschaden wurde auf 6 000 Euro beziffert.

Nahezu zeitgleich kam eine 53-jährige Citroenfahrerin auf dem schneebedeckten Gemeindeverbindungsweg zwischen Windischenbach und Bretzfeld bei der Alten Kelter von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben.  An ihrem Auto entstand Totalschaden von 500 Euro.

Leicht verletzt wurde eine 41-jährige Mercedesfahrerin um 9 Uhr auf der Bundesstraße 19 bei Westernach. Aufgrund dort stockenden Verkehrs musste sie ihre Geschwindigkeit verringern, was ihr Hintermann zu spät bemerkte und nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte. Der 24-Jährige prallte mit seinem Lkw auf das Heck des Pkw. Der Blechschaden wurde auf 15 000 Euro geschätzt.

Gegen 10 Uhr musste ein 48-jähriger Lasterfahrer in der Ortsdurchfahrt von Laibach wegen eines entgegenkommenden Lasters anhalten. Ein nachfolgender Lkw konnte auf der schneebedeckten Straße nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr auf. Der Sachschaden an den beiden Lastwagen beläuft sich auf 30 000 Euro.

 

Nachbarkreise

Im Neckar-Odenwald-Kreis kam es besonders an Steigungen zu Verkehrsbehinderungen durch liegengebliebene Lastwagen. Bis 12.30 Uhr wurden der Polizei im gesamten Landkreis 20 Unfälle gemeldet. Zumeist blieb es bei Blechschäden, in wenigen Fällen wurden Unfallbeteiligte leicht verletzt, berichtete die Polizei Mosbach. Wegen eines querstehenden Lkw musste die B27 bei Buchen-Waldhausen am Mittag voll gesperrt werden. Die Bergung sollte mehrere Stunden andauern.

Zu zahlreichen Unfällen und Verkehrsbehinderungen führte der Schneefall am Dienstag in höher gelegenen Teilen des Rhein-Neckar-Kreises und im Stadtgebiet Heidelberg. Insgesamt registrierte die Polizei 30 Verkehrsunfälle bei denen ein Gesamtsachschaden von rund  90 000 Euro entstand. Zwei Autofahrer wurden leicht verletzt.

 

Warmfront statt weiße Weihnachten

Der teils heftige Flockenwirbel schürt die Hoffnung auf weiße Weihnachten im Südwesten. Doch voraussichtlich bleibe der Schnee bis Heiligabend nur im Schwarzwald und der Schwäbischen Alb liegen, teilte der Deutsche Wetterdienst am Dienstag mit. Eine Warmfront mit Temperaturen bis zu zehn Grad werde den Schnee am Freitag in vielen Regionen schmelzen lassen. Zuvor wird es gerade in den Hochlagen ergiebig schneien.

Auf dem 539 Meter hohen Stocksberg bei Beilstein lag am Dienstagmorgen eine knapp 10 Zentimeter hohe Schneedecke. Die Schneedecke im Schwarzwald dürfte bis Donnerstag um gut 20 Zentimeter wachsen. Auf dem Feldberg betrug die Schneehöhe am Dienstagvormittag fast 60 Zentimeter. Auch auf der Alb werden um die 15 Zentimeter Neuschnee fallen. In Lagen über 600 Metern bleibt die weiße Pracht liegen.

An den Weihnachtstagen selbst es mit drei Grad und leichtem Nachtfrost überall wieder recht winterlich. "Nur der Schnee fehlt oft", meinte der Meteorologe.

 

 

Autor: red Datum: 20.12.2011
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