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Zehntklässler schreibt Science-Fiction-Roman

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"Ich hatte einige Ideen und habe mich einfach hingesetzt und los geschrieben", sagt Jan Steinmacher über die Entstehung seines ersten Buches. Inzwischen arbeitet der Gymnasiast aus Obersulm-Eschenau schon an einer Fortsetzung der Geschichte über eine Gruppe Jugendlicher im Jahr 2100.

"Es war eine spontane Entscheidung, ein Buch zu schreiben", sagt Jan Steinmacher. Groß geplant hat der 16-jährige Gymnasiast des Obersulmer Evangelischen Paul-Distelbarth-Gymnasiums sein Erstlingswerk nicht. Nun sollen seinem ersten Science-Fiction-Roman "Rebels - Der Anfang" zwei weitere Bände folgen, und eine Trilogie entstehen.

Wie werden wir in Zukunft leben?

"Mir gefällt am Schreiben, dass ich kreativ sein und meine eigenen Geschichten erzählen kann", sagt der Eschenauer. Er liest gerne Fantasy und Science-Fiction, wie die "Tribute von Panem", "Herr der Ringe" oder "Harry Potter". "Mich interessiert vor allem die Gesellschaft der Zukunft. Wie werden wir künftig leben? Welche Staatssysteme gibt es? Darüber denke ich gerne nach, und darum geht es auch in meinem Buch", berichtet er.

Sein Erstlingswerk sei teilweise von seinem Lesestoff inspiriert. Verschiedene gesellschaftskritische Themen seien eingeflossen. Vor einem halben Jahr hat der Sohn eines Verfahrenstechnik-Ingenieurs und der Pfarrsekretärin der katholischen Kirchengemeinde St. Johann Baptist, Cornelia Steinmacher, seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckt. "Ich hatte einige Ideen und habe mich einfach hingesetzt und los geschrieben", erzählt der Zehntklässler.

Sein Buch handelt von einer Gruppe Jugendlicher mit den Zwillingen Jason und Derek als Hauptpersonen. Die sind im Jahr 2100 auf der Flucht vor einem autoritären Staats-System. Das Buch spielt im Sektor 7, vormals die USA. Nationalstaaten gebe es nicht mehr. Ein Drittel der geplanten Fortsetzung "Rebels - Die Legende" hat der Nachwuchsschriftsteller bereits in seinen Laptop getippt. Über den Titel des dritten Bandes denkt der Jugendliche noch nach. Die besten Gedanken kämen ihm auf seinen Spaziergängen in der Natur.

"Ich finde seinen Stil gut, er nutzt die Jugendsprache ausgezeichnet", lobt seine Mutter den Sohn. Seine Stärken in der Schule seien Sprachen, Englisch, Spanisch und Deutsch. "Aber die Themen des Buches sind meine Sache nicht, zu viel Blut und Gewalt", sagt die Mutter. "Wir sind natürlich stolz auf ihn, weil er alles erfolgreich und selbstständig auf die Beine gestellt hat", sagt Jans Vater Thomas.

Im Selbstverlag veröffentlicht

Von den Eltern gab es 150 Euro Startkapital für den Selbstverlag. Der 276-Seiten-Roman ist bereits online bei Amazon und Tredition als Taschenbuch und in einer Hardcover-Edition sowie als E-Book erschienen und kann auch in Buchhandlungen bestellt werden. Über 50 Bücher wurden in den ersten drei Wochen verkauft. "Das hat mich überrascht", sagt Jan.

Seine Schulkameraden und Lehrer hätten die Veröffentlichung zum Teil positiv registriert. Neben dem Schreiben gehören Tischtennis und Musik aus den Charts oder Hip-Hop zu den Hobbys des Teenagers. "Wenn ich in Deutschland gesellschaftlich etwas verändern könnte, würde ich mir mehr Toleranz gegenüber Menschen aus anderen Kulturen, die uns fremd sind, wünschen", sagt Jan.

 

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