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Man kennt das ja aus der Studienzeit oder von Fortbildungen: Es gibt eine Gruppe von Menschen, die in neuer Umgebung als erstes soziale Kontakte knüpft - die Raucher. Mit der Frage nach dem Feuer lässt es sich schließlich leicht ins Gespräch kommen. In Dänemark stand nun bei einer Studie ein anderes Genussmittel im Mittelpunkt: das Bier. Und zwar verbunden mit der Frage, ob der Konsum des Gerstensafts die Wahrscheinlichkeit einen Studienabbruchs verringert oder erhöht. Das Ergebnis: Wer nicht trinkt, bricht eher ab. 

Wohlbefinden

Das dänische Evaluation-Institut hat für die Studie nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Studenten befragt. Demnach kann der Biergenuss zu Studienbeginn zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen, der Wunsch nach einem Abbruch entsteht gar nicht erst. Dahinter steckt das Bier aber nur indirekt - wie auch Fabian Huber erwähnt. 

Faktor Geselligkeit

Huber studiert berufsbegleitend an der GGS in Heilbronn, zudem ist er Leiter des Wulle-Teams bei Dinkelacker-Schwaben Bräu. Der Marketingfachmann kennt also beide Seiten bestens, die studentische und die hopfige - zumal Wulle studentische Aktivitäten wie WG-Partys oder Konzerte unterstützt.

"Ich nehme an, dass es sich um eine Scheinkorrelation handelt. Der wahre Faktor liegt in der Geselligkeit", sagt Huber. Das gesellige Beisammensein ist also der Grund, der zum Wohlbefinden des Hochschülers beiträgt und Gedanken an einen möglichen Studienabbruch wegwischt. Daneben kann ein Gläschen aber nicht schaden: "Es sind ganz sicher schon großartige Ideen zwischen zwei klugen Köpfen bei einem Bier entstanden." 

Frederic Schön, Student an der Hochschule Heilbronn, sieht das ähnlich. "Bier ist natürlich nicht der oberste Faktor für Studienerfolg. Es geht vor allem darum, unter Leute zu kommen." Das zahle sich auch beim Weiterkommen im Studium aus, etwa wenn es darum geht, Lerngruppen zu bilden. "Viele Leute wissen mehr als einer. Es ist wichtig, Leute um sich zu haben, die Dinge auch anders sehen, um auf Lösungen zu kommen", berichtet Schön. 

Kontaktpflege

Mensen, kulturelle Veranstaltungen, Beratungen - dass es Studenten an ihrem Studienort gut geht, darum kümmern sich die Studierendenwerke. Das Heidelberger ist für die Hochschulstandorte in der Region verantwortlich. Auch dort hebt man die Bedeutung der Kontaktpflege hervor: "Der Mensch ist ein soziales Wesen. Eine Balance zwischen Studium und Freizeit dient einem erfolgreichen Studium." Wie viele Kontakte der Student aber benötigt, das lasse sich pauschal nicht beantworten. "Dem einen reicht ein guter Freund am anderen Ende der Welt, der andere leidet trotz großem Freundeskreis unter Einsamkeitsproblemen." 

Übrigens: Die Studie hält noch ein weiteres Ergebnis parat. Ein zu hoher Alkoholkonsum erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Studienabbruchs ebenfalls. Verkatert lässt es sich eben nicht so gut büffeln. 

 

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