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Shark-City kommt doch nicht nach Sinsheim

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Das umstrittene Hai-Aquarium Shark-City wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in Sinsheim gebaut. Entsprechende Informationen unserer Zeitung hat Thomas Walter bestätigt. Er ist einer der Geschäftsführer der Seven Seas Aquarium Betriebs GmbH, die hinter dem Vorhaben steht. Die Investoren zieht es ins hessische Pfungstadt. Das Projekt war für Sinsheims Verwaltung ohnehin noch nicht in trockenen Tüchern. Gegner lehnten es mit Bezug auf den Tierschutz ab. Während die Macher selbst ein neues "Hai-light“ für Sinsheim angekündigt hatten, bezeichneten Gegner es als "Hai-Leid“. Ganz vom Tisch ist Sinsheim zwar nicht, allerdings wird beim Gespräch mit Thomas Walter sehr schnell deutlich, dass der Standort in der Sinsheimer Neulandstraße nicht mehr die erste Wahl ist.

Ungeklärte Fragen

Grund für eine neue Lage ist, dass das Vorhaben im Kraichgau seit mehreren Monaten nicht mehr richtig vorankommt. Unterschiedliche Ansichten gibt es, ob eine solche Attraktion mit mehreren Becken überhaupt rechtlich zulässig ist. Ja, sagen die Shark-City-Verantwortlichen. Nein, sagt das Sinsheimer Rathaus. Der aktuelle Bebauungsplan lasse das nicht zu. Von baurechtlichen Problemen sprach Oberbürgermeister Jörg Albrecht, der selbst erst am Freitag von der Entscheidung der Aquariumsbetreiber erfahren hatte. Er rechnete nicht mit einer schnellen Realisierung. "Aus unserer Sicht gab es viele Fragezeichen.“ Sollte am Ende tatsächlich in Pfungstadt gebaut werden, "dann ist es halt so“.

Als Shark-City in Sinsheim immer mehr mit Verzögerungen zu tun hatte, kamen alternative Standorte ins Gespräch. Pfungstadts Kommunalpolitik habe bereits dem Verkauf eines Grundstücks zugestimmt, damit dort das Aquarium errichtet werden könne, sagte Thomas Walter. In Hessen ist davon die Rede, dass das Gebäude Ende 2018 eröffnen könnte. Zumindest die Architektur des Gebäudes spricht nicht dagegen. Die Pläne für Sinsheim könnten im Großen und Ganzen für Pfungstadt übernommen werde, sagte Thomas Walter. Im Zweifel gebe es höchstens kleine Änderungen.

Der Traum vom Riesen-Aquarium

Für Shark-City in Sinsheim hatten die Macher intensiv geworben. Sie stellten sich sogar den Gegnern bei einer Vor-Ort-Veranstaltung und diskutierten mit ihnen dabei auf einem Podium. 20 Millionen Euro wollten die Geschäftsführer Thomas Walter und Thiemo Walt im Kraichgau investieren. Für sie ist Shark-City ein Projekt der Superlative. Sie sprechen von Europas größtem Hai-Aquarium. Die Details, die in Sinsheim präsentiert wurden, sahen vor, dass die Tiere in mehreren Becken schwimmen sollen. Das Größte sollte 10,5 Millionen Liter Wasser fassen. Gerechnet wurde mit mindestens 500 000 und 680 000 Besucher pro Jahr. An Gewerbesteuer hätte Sinsheim laut Tomas Walter jährlich zwischen 450 000 und 680 000 Euro erhalten. Zum Aquarium hätten Seminare gehört, die sich auch an Kinder gerichtet hätten.

 

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