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Bundesfreiwillige gesucht

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Das Bad Rappenauer Rathaus sucht händeringend zwei neue Bundesfreiwillige (Bufdis) für die Flüchtlingsarbeit. Annika Oltmanns (18) aus Heinsheim und Mirko Schuhmacher (19) aus Kälbertshausen sind in wenigen Wochen fertig. Hinter ihnen liegt ein Jahr voller neuer Erfahrungen. Ein Jahr der Reifung: "Ohne die beiden“, sagt Flüchtlingsbeauftragte Jeanette Renk-Mulder, "hätten wir vieles nicht geschafft.“ Zugleich haben die beiden jungen Menschen in den zurückliegenden Monaten herausgefunden, was sie wirklich wollen. "Das zu machen, war für mich perfekt“, erzählt Mirko Schuhmacher. Er ist sich sicher: Was er als Bufdi gesehen und gelernt hat, kommt ihm beim Jura-Studium zugute.

Große Verantwortung

250 Männer, Frauen und Kinder zu betreuen, "ist eine sehr, sehr vielseitige Arbeit“, sagt die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Bad Rappenau. Jeanette Renk-Mulder und Flüchtlingslotse Martin Liebegut sind oft auf dem Sprung. Annika und Mirko dagegen hätten auch mal Zeit. "Die beiden sind eine echte Unterstützung.“ Sie arbeiteten selbstständig, hatten bei den beiden Hauptamtlichen aber immer Rückhalt und Unterstützung. Talente könnten individuell eingebracht werden, sagt Renk-Mulder. "Ich habe das Jahr auch als Herausforderung gesehen“, erzählt Annika Oltmanns. Ihre Mutter hatte die Abiturientin auf die Stellenausschreibung voriges Jahr aufmerksam gemacht: "Was heißt es, mit Menschen zusammen zu arbeiten?“, das habe sie jetzt begriffen: "Durch die Stelle habe ich auch eine neue Seite an mir entdeckt.“ Man müsse nicht immer um 8 Uhr anfangen, auch das wusste Annika Oltmanns bald zu schätzen: "Wenn man einen Abendtermin hatte oder am Wochenende unterwegs war, kommt man einfach später.“

Die Bewerbungs-Mappe, die sie im zurückliegenden Jahr für einen kreativen Beruf anfertigen wollte, ist nicht fertig geworden. Dafür hat sie Plakate und Banner gestaltet, in der Kleiderkammer ausgeholfen, Spielkreise in Bonfeld und Bad Rappenau mitgestaltet, Ausflüge organisiert. Mirko Schuhmacher half bei der Wohnungssuche und -vermittlung. Er packte bei Umzügen mit an, füllte Formulare für Ausländeramt und Job Center aus, war da, wenn Post von Behörden kam. "Wir erklären viel und können viel schneller agieren“, sagt er. Vor allem, wenn Rechnungen kommen, und niemand weiß woher: Die Hauptamtlichen können oft schnell aufklären.

Neue Freiwillige ab Sommer gesucht

Mülltrennung, Internetanschluss, Dauerauftrag: Auch nach einem Umzug sind die Bufdis wichtig: "Was für uns selbstverständlich ist, ist für Flüchtlinge oft eine Riesenhürde“, weiß Jeanette Renk-Mulder. Die Rathausmitarbeiterin hofft, dass sie die beiden Stellen ab 1. August und 1. September wieder besetzen kann. Ideal wäre, wenn sie wieder einen Mann und eine Frau bekäme. Für sie sei der Job supercool gewesen, bilanziert Annika Oltmanns: "Ich habe viele Menschen kennengelernt. Und nicht ein einziges Mal hatte ich Angst.“ 

 

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