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Rumpelstilzchen ist zurück

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Prächtige Kostüme, eine überzeugende Inszenierung, großartige Darsteller und ein begeistertes Publikum: Insgesamt 555 Besucher erlebten am Wochenende im Kulturgebäude die beiden Rumpelstilzchen-Aufführungen durch die Theatergruppe Credo der Evangelischen Jugend Leingarten. Langanhaltender Applaus war der verdiente Lohn für die schauspielerischen Leistungen des 15-köpfigen Ensembles. Die beiden Regisseure Felix Missagia und Axel Foith strahlten anschließend mit den Akteuren um die Wette. "Wir sind total zufrieden“, meinte Foith. Pierre Huther, der mit seinem Sohn in die Sonntagnachmittag-Vorstellung gekommen war, schwärmte von dem modern gestalteten Stück: "Die Gags waren einfach klasse.“ Die Märchenaufführung, so Huther, habe den Erwachsenen ebenso viel Spaß bereitet wie den Kindern: "Hut ab vor dem ganzen Team.“ 

Stroh zu Gold

Er kenne Rumpelstilzchen schon vom Fernsehen, berichtet der fünfjährige Henry, der es wie viele der anwesenden Kinder kaum erwarten kann, bis es losgeht. Es ist mucksmäuschen still, als der Erzähler (David Eiermann) auf einen Stock gestützt durch den Saal humpelt und mühevoll die Bühne erklimmt. "Ich möchte euch heute eine Geschichte erzählen, die voller Ungerechtigkeit und Traurigkeit ist“, verkündet er.

Die Zuschauer erleben dann, wie der heiratswillige König (Jonathan Brame) auf der Suche nach einer geeigneten Gemahlin der Haushofmeisterin Pfiffikus (Sabrina Hebeiß) diktiert, was er von seiner Zukünftigen so alles erwartet. Sie soll nicht nur schön und anmutig sein, sondern muss auch Holz hacken, kochen, putzen und nähen können. Pfiffikus zuckt zusammen und meint, dass für diese Tätigkeiten eigentlich die Dienerschaft da sei. "Ja, schon“, entgegnet der König. Wenn diese aber streiken würde, dann sei man halt abgesichert. "Vielleicht liegt es da dran, dass der König in letzter Zeit stark an Leibesfülle zugenommen hat“, munkeln die Wachen, als sich keine Bewerberin gemeldet hat. Der König reduziert daraufhin seine Ansprüche. Schließlich kreuzt ein armer Müller (Fabian Katz) mit seiner hübschen Tochter (Sarah Lehnert) auf und behauptet, dass diese Stroh zu Gold spinnen könne.

Rettung in letzter Minute

Dem goldgierigen Monarchen klingt das wie Musik in seinen Ohren. Das Mädchen ist verzweifelt. Ein seltsames Männlein (Michael Ziegler) übernimmt die nächtlichen Vorgänge am Spinnrad, jedoch nicht ohne Gegenleistung. Nach der dritten Nacht verlangt es ihr erstgeborenes Kind. Die Müllerstochter willigt ein und wird schließlich die Frau des Königs

Mit der Geburt ihres ersten Kindes nimmt das Unheil seinen Lauf. Der Besuch von Rumpelstilzchen lässt nicht lange auf sich warten, um das versprochene Baby abzuholen. Ein großes Freudenfest mit Tanz und Gesang anlässlich der Rettung des Königskindes in letzter Minute, bildet das würdige Finale. "Das Paar hat noch viele Kinder bekommen“, meldet sich der Erzähler noch einmal zu Wort und stampft ärgerlich mit dem Fuß auf den Boden: "Da hätte es auch auf eines verzichten können.“ 

 

 

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