Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Vordenker der Inklusion

Übersicht

Zum Doppelfest war der Festsaal des Gemeindezentrums St. Paulus bis auf den letzten Platz besetzt. Schließlich galt es, mit den katholischen Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen der Fachrichtung Heilpädagogik ihr 45. Jubiläum und ihre Namensgebung "Sankt Martin“ zu feiern. 

Verbundenheit

In den Ferien zum Sozialprojekt an die Elfenbeinküste. Mit Imker-AG und Streuobstwiesenprojekt die Schöpfung im Blick. Gastgeber inklusive Kinderbetreuung beim Café des Freundeskreises Asyl. Und engagierte Schüler wie Laura Stefan, die sich in ihrer Freizeit in den Offenen Hilfen Heilbronn einbringt und am Donnerstag in Berlin als Botschafterin der Inklusion bei der Bambi-Verleihung im Rampenlicht stehen wird. Mit den Schülersprechern verdeutlichte Rektor Dr. Thomas Ochs die Bedeutung des Kirchenheiligen an den Schulen. Bei ihm lasse sich die Liebe zu Gott, zum Nächsten und sich selbst entdecken. "Eine Lichtgestalt, die ihren Weg gegangen ist“, sagte er. Deshalb hätten sich die Fachschulen auf den Weg zu St. Martin gemacht und seien im Oktober 2016 bei der Eröffnung der Mittelroute des europäischen Martinswegs von Schwaigern bis Stetten mitgewandert. 

Dass sich beide Schulen St. Martin verbunden fühlen, unterstrich auch Dr. Gerda Reschl-Rühling, Geschäftsführerin des Instituts für soziale Berufe Stuttgart. Die Ausbildung junger Menschen sei eine Investition in die Zukunft.

Bischof Dr. Gerhard Fürst machte die Bedeutung des europäischen Martinswegs deutlich, vom ungarischen Szombathely bis ins französische Tours. Wie Achim Wicker, Geschäftsführer der Martinus-Gemeinschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart betonte er: "Der Weg verbindet Ost- und Westeuropa.“

Hilfe für jeden 

Europa erlebe man derzeit "eher zerrissen“ und wenig an den Menschen orientiert. Vor allem nicht an denen, die "im Trubel der Marktwirtschaft“, aus psychischen oder physischen Gründen an den Rand der Gesellschaft gedrängt seien. St. Martin dagegen sei "eine Leitfigur des karitativ diakonischen Handelns. Auf hohem Ross, im Offiziersmantel, hat er den entdeckt, den alle übersehen: den am Rande, in der Kälte der Nacht“. Mit der Hälfte seines Mantels und der Hinwendung zum Nächsten habe er eine Chance gegeben. "Von den Pilgern sollte etwas ausgehen, das Inspiration für Europa darstellt“, forderte er.

Dr. Christoph Knoblauch vom Tübinger katholischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik deutete St. Martin als Vordenker der Inklusion. Alle Menschen seien gleichberechtigt und unterschiedlich. "Jeder Mensch benötigt eine angepasste Unterstützung, um gleichberechtigt zu sein“, formulierte er als Kriterium, das sich mit dem Bildungsauftrag zukünftiger Erzieher und Heilpädagogen decke: Kindern christliche Motivationen aufzuzeigen. Auch Bürgermeister Steffen Hertwig unterstrich die wichtige Rolle der Fachschulen.

Den Geist St. Martins stellen die Schüler mit ihrer Jahresspende unter Beweis. Je 500 Euro erhielten Hans Hambücher von der Stiftung "Große Hilfe für kleine Helden“ und Stefan Susset von der " Stiftung Starke Familien“. Das Kinderhospiz Sterntaler war jüngst in gleicher Höhe bedacht worden. Für musikalische Umrahmung sorgten Ottilia Ömböli-Erös (Violine) und Felix Bachmann (Gitarre). Die Azubis ließen mit Neckarsulmer Kindern und dem Kolping-Blasorchester Lieder samt Geschichte von St. Martin hören. Die Schüler zeigten Schwarzlichttheater. Dann ging es vor die Schule – mit vielen bunten Ballons

 

 

Anzeige

Galerien

Regionale Events

Blacksheep-Festival 2018

Für das Bonfelder Blacksheep-Festival wurden weitere Bands verpflichtet. Karten sind ab sofort erhältlich.

Rock in Z

Der TTC Zaisenhausen bietet euch ein breites Musikangebot.