Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Luther hautnah erleben

Übersicht

Um das Erbe des Reformationstages wach zu halten, stellt das evangelische Jugendwerk Heilbronn in der Kilianskirche alle Jahre wieder einen sogenannten Reformationsgarten auf die Beine. "Die Idee ist, den Ostergarten mit dem Leben Jesu weiterzuentwickeln, um verschiedenen Altersgruppen die Reformation näher zu bringen“, erklärt Jugendreferent Philipp Beißner. An mehreren Stationen wird mitten in der Kirche das Leben und Wirken Luthers erklärt und kann in interaktiven Szenen sogar hautnah erlebt werden: von seiner Zeit auf der Schulbank über seine Erfahrungen als Mönch bis zum Ankommen auf der Wartburg. 

Reformationsgarten

Dieser Tage besuchte die siebte Klasse der Theodor-Heuss-Schule aus Brackenheim den Reformationsgarten. Gespannt ließen sich die Jungen und Mädchen auf die Reise in das Zeitalter der Reformation ein: Martins schlimmster Feind ist der Teufel. Ehrfurcht und Angst prägen Luthers Kindheit. Von Seiten der Eltern, der Lehrer und der Kirche lernt Martin sich einem richtenden Gott zu unterwerfen. Durch das Studium der Bibel kommt er dann später im Kloster zu einer Erkenntnis: "Gerechtigkeit kommt allein aus dem Glauben.“ Vor 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, veröffentlicht Luther schließlich die 95 Thesen, in welchen er von einem barmherzigen Gott schreibt. 

Zusammen mit Luther sitzen die Schüler im Klassenzimmer und müssen unter Aufsicht Verben deklinieren. Als Johann Tetzel, dargestellt von der Jugendreferentin Bianca Schilling, Ablassbriefe verkauft, können die Schüler nicht Nein sagen, denn "wer hat noch nie die Hausaufgaben abgeschrieben, schlecht über jemanden gesprochen oder andere Regeln Gottes verletzt“, mahnt Tetzel.

Gerade die damalige strenge Haltung von Schule und Kirche hat die Kinder erstaunt. Die zwölfjährige Luisa Elb meint: "Ich bewundere Martin Luther dafür, dass er nicht einfach den Glauben von Höheren angenommen hat, sondern sich traute, seine Meinung zu sagen. Das motiviert einen selbst, seine Meinung auszusprechen.“
"Luther wollte nach seiner Erkenntnis den Glauben an einen liebenden Gott verbreiten. Er hatte nicht die Absicht, dass sich die Kirche spaltet“, erklärt Beißner den Schülern. An der letzten Station des Reformationsgartens soll man sich Gedanken darüber machen, wie wichtig die Reformation heute ist. Bianca Schilling meint dazu: "Es ist wichtig, kritisch zu sein und zu hinterfragen. Viele Dinge laufen in Kirche und Gesellschaft noch immer nicht gut. Deswegen ist es wichtig, dass gerade Kinder und Jugendliche kritisch sind.“ 

 

 

Anzeige

Galerien

Regionale Events

Blacksheep-Festival 2018

Für das Bonfelder Blacksheep-Festival wurden weitere Bands verpflichtet. Karten sind ab sofort erhältlich.

Rock in Z

Der TTC Zaisenhausen bietet euch ein breites Musikangebot.