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Digitale Bildung im Schulalltag

Übersicht

Zum fünften Mal hat die Dieter-Schwarz-Stiftung den Schulpreis für das beste Medienprojekt vergeben. Als Sieger wurde am Freitagnachmittag auf dem Heilbronner Bildungscampus das Ludwig-Frank-Gymnasium aus Mannheim gekürt. 30 000 Euro gibt es für "ein besonders zukunftsorientiertes Konzept“, sagte Silke Lohmiller in ihrer Laudatio. Die Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung erklärte, die Schule habe "Medienkompetenz als Querschnittskompetenz“ in einer Reihe von Projekten verankert, die von Lehrern entwickelt wurden. "So entstand ein fächerübergreifendes Curriculum“, betonte Silke Lohmiller. 

Mischung 

Den zweiten Platz belegte die Johannes-Brenz-Schule aus Stuttgart, die "Mobiles Lernen in der Grundschule“ umsetzt. Tablets werden als "sinnvolle Ergänzung“ genutzt, um "erfolgreich inklusiv zu arbeiten“, betonte Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der Heilbronner Experimenta. Die Jury vergab den dritten Platz an die Schule im Taubertal, eine sonderpädagogische Einrichtung, die mit einer Trickfilmwerkstatt die Integration ihrer Schüler fördert. Zwei vierte Plätze gingen an die Hardbergschule in Mosbach und die Kaufmännische Schule in Hechingen, den fünften Platz belegte die Salomo-Realschule in Rastatt.

Kultusministerin Susanne Eisenmann plädierte bei der Preisverleihung für den "ergänzenden Einsatzdigitaler Medien. "Ersetze Buch durch Laptop ist noch keine Pädagogik“, sagte sie. "Die Mischung macht es.“ Mit dieser waren auch die nominierten Schulen erfolgreich. Ihnen ging es sowohl um die technischen Möglichkeiten als auch um die kritische Auseinandersetzung. In ihren Projekten integrierten die Teilnehmer verantwortungsvolles Arbeiten mit digitalen Medien in den Schulalltag, fächerübergreifend und im Team. Dabei wurde nicht nur der Umgang mit Medien geschult, sondern auch die soziale Kompetenz

Stärken und Schwächen 

Medien seien "Teil eines Ganzen für gute Bildung“, sagte Eisenmann. Sie gehören zum Alltag, so die Ministerin. Schüler müssten altersgerecht darüber informiert werden, "wo die Stärken und Schwächen von Medien liegen“, um eine "kritisch-konstruktive Haltung“ entwickeln zu können. "Wir müssen uns damit befassen“, sagte Eisenmann. Das wollen auch die Initiatoren des Schulpreises erreichen. "Jeder der sich Gedanken macht, hat schon ein Stück weit gewonnen“, betonte Tatjana Linke, Geschäftsführerin der Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM).

Motivation

Zum ersten Mal war die Auszeichnung landesweit ausgeschrieben. 48 Schulen aus ganz Baden-Württemberg hatten sich für den mit insgesamt mehr als 100 000 Euro dotierten Preis beworben, mit dem "Schüler als aktive und kritische Teilnehmer einer von digitalen Medien bestimmten Gesellschaft“ gestärkt werden sollen. Für die Jury sei Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium gewesen, erklärte Tatjana Linke. Gleichzeitig "musste erkennbar sein, wie die Schüler motiviert werden sollten, mitzumachen“. 

 

 

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