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Durch die Sierras von Córdoba

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¡Hola, mis amigos! Letztes Wochenende war es wieder so weit. Es hat mich erneut raus ins Landesinnere von Argentinien gezogen. Diesmal ging es nach Córdoba. Also ab ins Flugzeug – die 11 Stunden Fahrt mit dem Bus wollte ich mir diesmal ersparen. Los geht das Abenteuer!

Zwei Gesichter

Obwohl der wahre Reiz der Region Córdoba in seiner Natur und seinen Sierras liegt, wollte ich ihre gleichnamige Hauptstadt nicht vernachlässigen. Der beste Weg, um in kurzer Zeit die wichtigsten Punkte einer Stadt zu sehen zu bekommen, ist die Teilnahme an einer der Freewalking-Touren, die hier in Argentinien in praktisch jeder größeren Stadt angeboten werden. Außerdem lernt man auch sehr schnell neue Leute kennen, was gerade wenn man alleine reist, Gold wert ist.

Die Studentenstadt hat dabei zwei Gesichter – das Alte und das Neue. Im historischen Teil von Córdoba-Capital findet man viele gut erhaltene, pompöse Gebäude im Stil des spanischen Kolonialismus. Im jungen Teil findet man große weitläufige Parks und Bars, die "Modern Art" ausstrahlen. Im Gesamten eine sehr schöne Stadt, die einen Besuch wert ist.

Große Pläne

Die Vorläufer der Schönheit, die die Natur in der Region Córdoba zu bieten hat, kann man bereits in der Kleinstadt Villa Carlos Paz sehen. In allen 4 Himmelsrichtungen erblickt man die Anfänge der Berglandschaften, wie zum Beispiel die Traslasierra oder das Valle de Punilla. Oder wenn man es sich eher gemütlich machen will, wozu ich mich, in Anbetracht des folgenden Tages entschieden habe, macht man sich einen schönen Tag am See oder Fluss im Stadtinneren

Jetzt aber endlich zum wahren Schmuckstück der Region Córdoba – den Sierras von Capilla del Monte. Das drei Stunden entfernte Dorf ist der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Sierras. Auf meinem Ausflug hab ich mich auf zwei Hauptziele beschränken müssen. Zum einen ging es auf den Cerro Uritorco und einem Badeort am Ende eins Flusses - Balneario La Toma. Ebenso wollte ich zu El Zapato, einer bekannten Felsformation. Also schnell noch eine Karte in der Touristeninformation besorgt und los geht’s.

Überwältigend schön

Begleitet wurde ich dabei von zwei Hunden, die sich mir, auf meinem Weg zum Fuß des Berges angeschlossen hatten und mich tatsächlich auch bis zu diesem begleiteten. Dabei haben sie mir auch ein paar Schleichwege durch einen flachen Fluss gezeigt, als ich feststellen musste, dass ich auf der falschen Straße unterwegs war. An der Aussichtsplattform angekommen, hat sich einem ein unglaublicher Blick auf den Cerro Uritorco geboten. Nach meinen vorherigen Erfahrungen mit der Schönheit des Flusses war ich aber eher daran interessiert gewesen, auch noch den Balneario an dessen Ende zu finden.

Ganz ungefährlich war der Weg nicht, da man über mehrere Steinklippen am Fluss entlang klettern musste. Dafür war der Spaß meinerseits aber umso größer und wenn man an das Ziel denkt, auch absolut wert gewesen. Ein unbeflecktes Stück Natur, wie es im Buche steht – einfach nur perfekt. Ich kann gar nicht beschreiben, was für ein Gefühl einem so ein Ort vermittelt. In meinem Fall war es glaube ich, eine Mischung aus Euphorie, Adrenalin und Unglauben, dass ich etwas so Schönes erleben darf. Auf meinem Rückweg über Stein und Fluss wurde ich dann gefragt, ob ich die Magie des Ortes gespürt habe und ja, ich glaube "magisch“ ist genau das richtige Wort dafür. 

Highlight der Ausflüge

Nun, da die richtige Wanderlust bei mir geweckt wurde, war ich auf dem Weg zur entgegengesetzten Seite der Stadt, zum El Zapato. Dort angekommen konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch dort hochzuklettern. Ich kann es nur immer wieder betonen, dass die Aussicht an einem solchen Ort einfach atemberaubend ist. Auch die Felsformation des El Zapato an sich ist wunderschön und beeindruckend.

Capilla del Monte vereint die Natürlichkeit und vor allem die Vielfalt der Sierras in sich. Nur wenige Kilometer voneinander entfernt, kann man so an einem Tag ganz verschiedene Arten von Landschaft betrachten. Und dabei gibt es noch so viel mehr Ziele, die an das Dorf angrenzen, welche ich schlichtweg an einem Tag nicht erkunden konnte.

In meinen Augen ist dieses kleine Dorf das absolute Highlight meines Kurztrips gewesen und ich kann es jetzt schon nicht mehr erwarten, wann es dann für mich richtig los geht. Bis dahin stehen aber noch ein paar weitere kleine Kurztrips an, von denen ich euch natürlich auch wieder erzählen werde.

Besos,
Alina

 

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