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Santiago – Hauptstadt Chiles

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¡Hola mis amigos! Von Patagonien aus ging es für uns nun wieder Richtung Norden nach Santiago, der Hauptstadt von Chile. Vorher machten wir aber noch einen kurzen Zwischenstopp in der Hafenstadt Valparaiso.

Licht und Schatten

Die Stadt Valparaiso (übersetzt: Paradiestal), die 2003 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, strahlt vor allem mit seiner vielfältigen und farbenfrohen Streetart- und Graffitikultur. Dementsprechend war eine Streetart-Tour auch ein wahres MUSS für uns.

Hier erfuhren wir viel über verschiedene Sprühtechniken und Größen dieser Szene, wie "Un kolor distinto“. Dutzende Graffitibilder sind hier an praktisch jeder Hauswand zwischen den engen Gassen Valparaisos zu finden. Kunst- und Graffitibegeisterte würden sich in diesem bunten Städtchen am Pazifik absolut wohl fühlen.

Den restlichen Teil von Valparaiso fanden wir hingegen leider ein wenig enttäuschend. Auch von dem paradiesischen Feeling war in unseren Augen wenig zu spüren. Abgesehen von der beachtlichen Kunstszene erschien uns die Stadt eher wie an der Grenze zum Zerfall, weswegen wir auch ganz froh waren, als es wieder weiter in die Hauptstadt Chiles, nach Santiago de Chile ging.

Erstmal skeptisch

Was Santiago betrifft, streiten sich die Geister – die einen hassen es, die anderen lieben es. Auch ich muss zugeben, dass ich auf den ersten Blick eher skeptisch gegenüber der Stadt eingestellt war. Wie auch in Valparaiso, war es aufgrund der Smogschicht nicht möglich, den angrenzenden Berg San Cristobal scharf zu sehen. 

Auf den zweiten Blick hingegen habe ich mit Haut und Haaren in diese wunderschöne Hauptstadt, mit ihren imposanten Sandsteingebäuden und grünen palmenreichen Plätzen verliebt. Von unserem Hostel aus hatten wir dabei den wohl schönstmöglichen Ausblick in ganz Santiago auf den Hauptplatz "Plaza de armas“. Auch die vielen verschiedenen traditionellen Indoormärkte für Blumen, Fisch, Fleisch, Gemüse und alles andere, was das Herz begehrt, haben mich in ihren Bann gezogen und mit Angeboten für lokale Gerichte und Spezialitäten gelockt. 

Alles vergessen

Auch das Nachtleben in Santiago lässt sich hoch loben. Im Stadtteil Bella Vista finden sich zahlreiche Clubs und Bars, die versuchen einen mit verschiedensten Angeboten hereinzulocken. Nachdem wir eine feste Gruppe gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg, durch eine Bar und drei Clubs zu ziehen - ein "Pub crawl“. 

Die Diskotheken waren in meinen Augen super schön und schick gehalten. Auch die Musik ließ keine Wünsche offen, da durch ihre Vielfältigkeit für jeden was dabei war. Ein absolut fantastischer Ort, um sich die Seele aus dem Leib zu tanzen und mal wieder alles um sich herum zu vergessen.

Vereinte Religion

Eine Besonderheit von Santiago ist außerdem der Bahai Tempel, der auf einem Berg an der Grenze der Stadt errichtet wurde. Dieser ist einer der wenigen acht Tempel, die es überhaupt auf der gesamten Welt gibt und der einzige in Südamerika. In diesem Tempel sind alle Religionen willkommen. Er soll im Grunde ein Ort sein, in welchem jeder, unabhängig davon, an welchen Gott er glaubt, beten, meditieren und huldigen darf. 

Abgesehen davon, dass wir schon die Idee eines Tempels für alle Religionen unglaublich schön fanden, war auch die Bauweise und Architektur des Tempels an sich extrem beeindruckend. In ihrer Form erinnert die Kuppel ein wenig an die Blüten einer Tulpe, die im Licht des Sonnenuntergangs beginnen zu strahlen. Auch wenn dieser Tempel nicht zu den Top- Sehenswürdigkeiten in Santiago zählt, ist er meiner Meinung nach einen Besuch hundertprozentig wert.

Nun geht es für uns wieder zurück nach Argentinien, wo wir noch weiter ein bisschen Kultur aufschnappen wollen. Bis dahin auf jeden Fall:

Besos,
Alina

 

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