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Die Iguazú-Wasserfälle

Übersicht

¡Hola meine Lieben! Zwei Monate sind jetzt seit dem Beginn meiner Rundreise vergangen und nun bin ich an ihrem Ende angelangt. Zum Abschluss bin ich aber noch einmal zu einem der Top-Ziele Südamerikas gefahren – den Iguazú-Wasserfällen.

Zweierlei Seiten

Die Iguazú-Wasserfälle gehören gemeinsam mit den Niagara- und Viktoriafällen zu den größten Wasserfällen unserer Erde und werden von den Ländern Brasilien und Argentinien geteilt. Daher bietet sich auch immer ein Besuch beider Seiten an.

Gestartet sind wir auf der brasilianischen Seite der Wasserfälle in Foz do Iguaçu, da diese die bekanntlich "langweiligere“ Seite ist. "Langweilig“ darf man dabei aber nur in Anführungszeichen betrachten, da wir bereits hier von der schieren Größe und Schönheit der Wasserfälle begeistert waren. Allein die riesige Masse an Wasser die hier hinabstürzt – absolut beeindruckend.

Als wir dann allerdings am nächsten Tag die argentinische Seite sahen, verstanden wir was mit vergleichsweise "langweilig“ gemeint wurde. Obwohl bereits die brasilianische Seite wunderschön war, konnte sie es nicht einmal annähernd mit der argentinischen Seite aufnehmen. Die Dimensionen dieser übersteigen nochmal alles was wir bisher gesehen hab.

Kalte Dusche

Besonders der "Gargante del Diablo“ (Teufelsrachen) ist der Wasserfall schlechthin im gesamten Park, da es von oben durch den gesamten Dunst gar unmöglich ist bis zum Ende des Wasserfalles zu schauen. Es ist leicht zu verstehen, dass die Eingeborenen damals dachten, man würde von hier aus direkt bis in die Hölle fallen.

Um die Iguazú-Erlebnisse aber noch perfekt zu machen, buchten wir uns eine Bootstour, mit der wir bis an die Wasserfälle herangefahren sind. Zuerst ging es mit dem Speedboat über die Stromschnellen des Río Iguazús, was schon an sich eine Erfahrung wert war. Aber das Highlight ist und bleibt die Fahrt unter den Wasserfällen. Als man uns zu Beginn der Fahrt eine schöne Dusche wünschte, dachten wir, die Südamerikaner würden wieder übertreiben – sie haben es diesmal aber nicht. Die Nassheitsgarantie lag bei 100 Prozent und wir kamen plitschnass, aber überglücklich am Ufer wieder an. Eine absolut einmalige Erfahrung, so nah an einen Wasserfall heran zu kommen und wortwörtlich geduscht zu werden. 

Ich könnte vermutlich noch einiges mehr über die verschiedenen Routen und Wasserfälle erzählen, die wir gesehen haben, aber im Endeffekt sprechen bei diesem Naturphänomen die Bilder für sich. Außerdem könnten Worte sowieso niemals annähernd ausdrücken was die Augen hier zu sehen bekommen.

Gelungener Abschluss

Die Iguazú-Wasserfälle sind tatsächlich zu einem unserer totalen Highlights, und damit auch zu einem gelungenen Abschluss unserer Rundreise geworden. Es ist nun fast ein halbes Jahr vorbei – ich kann immer noch nicht fassen, wie schnell die Zeit verflogen ist – und in wenigen Tagen steht schon die Rückreise nach Deutschland an. Ich bin unglaublich glücklich und dankbar, dass ich damals den Schritt zum Auslandsaufenthalt gewagt habe und dabei so von Familien und Freunden unterstützt wurde.

Die Zeit hier hat sich zu der bisher schönsten und erfahrungsreichsten meines Lebens entwickelt und ich kann es nur jedem sehr ans Herz legen dies auch zu machen. Man lernt unglaublich viel über sich selbst, seine Umgebung, fremde Kulturen und andere Menschen. Diese Erfahrungen macht man für sein ganzes Leben und das kann einem auch keiner mehr wegnehmen.

Trotzdem freue ich mich jetzt nach so langer Zeit wieder in mein gewohntes Umfeld zurückzukehren und meine Familie und Freunde wieder zu sehen. Ein halbes Jahr von allem Vertrauten getrennt ist eben doch eine ziemlich lange und nicht unbedingt immer leichte Zeit. Nichtsdestotrotz ist eine Sache sicher: Ich werde alles daran setzen, dass dies nicht mein letzter Auslandsaufenthalt war.


Adiós,
Alina

 

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