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Neues Haus und Nationalfeiertag

Übersicht

Hausproblematik

Das Haus was wir eigentlich hatten, was uns die Besitzerin mehrmals versichert hat, dass wir es bekommen, haben wir nicht mehr. Sie hatte uns ja erst noch einen Monat vertröstet, dann kam aber, zwei Wochen nachdem wir eigentlich alles geklärt hatten, per Whatsapp an Jorge eine ziemlich nach Ausrede klingende Absage. Wegen einiger "sensibler Themen" usw. könnten wir nicht mehr einziehen. Die Wahrheit haben wir dann von Claudia erfahren, und zwar, dass ein Arzt angefragt hat, der das Haus für drei Jahre mieten würde. Also hat die Vermieterin uns einfach das Haus, was wir eigentlich schon sicher hatten, wieder weggenommen. Wir waren natürlich alle enttäuscht, konnten aber auch nichts machen.

Wohnungssuche

Also fing der ganze Spaß von vorne an und wir mussten weitersuchen. Jorge fand dann eine Wohnung für die Mädchen, die sich aber als zu klein und ziemlich heruntergekommen herausstellte. Mit uns Jungs besichtigte er dann ein kleines Haus, das aber ziemlich dreckig und zum Teil kaputt war, was uns natürlich nicht unbedingt begeisterte, da es kein Vergleich zu dem Haus davor war und wir schon verwöhnt sind, da Claudia auch ein ziemlich schönes Haus hat.

Dann hat uns Ruth, die andere Freiwillige, durch Zufall geholfen. Als sie nämlich ihrem Projektleiter von unserem Problem erzählt hat, hat er sofort eine Bekannte angerufen, die in der Nähe von uns ein Haus vermieten möchte. Er hat uns ihre Nummer gegeben und wir haben dort angerufen und einen Besichtigungstermin ausgemacht. Als Marvin, Renke und ich dann mit Jorge dahingefahren sind, haben wir erstmal gemerkt, dass es doch eine ziemlich weite Strecke vom Hogar bis zu dem Haus ist. Bei der Besichtigung waren wir aber begeistert von dem Haus, da es ziemlich groß und gut gesichert ist, in einer schönen Lage liegt und auch von innen echt toll ist. Als wir dann mit der Besitzerin geredet haben, hat sich herausgestellt, dass sie eigentlich davon ausgegangen ist, nur drei Zimmer an uns zu vermieten und für die restlichen zwei jemand Anderen zu suchen. Sie war dann jedoch erfreut, als wir gefragt haben, ob wir das ganze Haus mieten können. Die Miete ist im Vergleich zu anderen Häusern, die wir angeschaut haben, relativ billig, wir werden 550 000 Pesos, umgerechnet etwa 700 Euro, im Monat zahlen. Also haben wir mit ihr gleich abgesprochen, wann wir einziehen können und wie das mit den Verträgen läuft.

Abenteuer Umzug

Wir haben ihr dann angeboten zu helfen, wenn sie umzieht. Das haben wir auch gleich am Sonntag gemacht, wir haben ihr von 15 Uhr bis 20.30 Uhr geholfen ihre Möbel auseinander zu bauen und diese in Jorges Auto (was wir leihen durften) zu ihrem Bekannten (bei dem sie übergangsweise wohnt) zu fahren. Der hat uns dann gleich noch sein altes Sofa und ein Bett geschenkt, was wir dann von seinem Haus, das ganz oben am Berg liegt, zu unserem neuen Haus gefahren haben. Die Fahrt war ein ziemliches Abenteuer, da wir über steile schmale Straßen und Wege hoch und (mit einem Bett auf dem Dach) wieder runter fahren mussten. Überhaupt haben wir alle großen Sachen einfach aufs Dach gelegt und mit einem kleinen Seil mehr oder weniger festgebunden, um sie zu transportieren.

Am 1. Oktober können wir dann in das Haus einziehen, wir freuen uns alle schon ziemlich drauf. Zuerst werden wir alle dort wohnen, da es aber nur fünf Zimmer gibt und die Mädels keine Lust haben, zu zweit in einem Zimmer zu wohnen, wird Sara sich dann ein Zimmer in einer anderen WG suchen. Renke, Marvin und ich haben vor, uns Motorroller zu kaufen, da wir nicht immer Bus fahren wollen.

Nationalfeiertag

Das andere große Thema der letzten Wochen war der 18. September, der chilenische Nationalfeiertag. Schon lange davor wurde alles mit Flaggen geschmückt (es steht sogar unter Strafe, am 18. keine chilenische Flagge an seinem Haus hängen zu haben), an jeder Straßenecke gab es welche zu kaufen, alle Kindergärten und Schulen studierten Tänze ein und viele hatten die ganze Woche um den 18. frei.

Wir haben dann auch schon zwei Tage davor angefangen zu feiern, waren dann vier Tage lang jeden Abend auf einer Feier. Am 18. selber waren wir davor dann noch auf einer Fonda, das sind große öffentliche Feiern mit Musik, Essen und Buden, also ähnlich wie ein Jahrmarkt. Das hat alles sehr viel Spaß gemacht und wir haben viele neue Leute kennengelernt. Außerdem wurde jeden Tag gegrillt, mal bei uns zu Hause und mal bei Freunden, was uns natürlich gefallen hat.

Arbeit mit den Kindern

Im Hogar läuft alles gut, wir haben inzwischen Routine mit den Fahrten, es macht aber trotzdem immer noch super viel Spaß. Es gibt fast jeden Tag irgendwas mit den Kindern. was echt süß ist, zum Beispiel als neulich nach dem Kindergarten ein Mädchen eine tote Biene auf dem Boden gesehen hat. Als ich sie dann aufgehoben und reingetragen habe, sind sofort fünf Kinder angerannt gekommen, haben sie ewig bestaunt und waren richtig fasziniert. So etwas macht die Arbeit echt angenehm. Auch merkt man inzwischen, das die Kinder einen kennen und wie unterschiedlich ihre Persönlichkeiten sind.

 

 

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