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Los geht's

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Da unser Flug von Santiago nach Antofagasta schon um 7 Uhr morgens war, ging unsere Reise schon um 3 Uhr nachts los. Wir sind aufgestanden, haben ein Taxi gerufen, noch etwas kleines gegessen und los ging es. Die Taxifahrt durch das komplett leere Santiago, da es mitten in der Nacht unter der Woche war, lief relativ entspannt. Auch am Flughafen war wenig los, so dass es nicht mehr lang dauerte, bis wir im Flugzeug saßen. Wir flogen dann 2 Stunden in den Sonnenaufgang. Als wir nach der Landung mit dem Taxi zum Busbahnhof fuhren stellte sich Antofagasta als so hässlich heraus, das wir die Überlegung, eventuell eine Nacht dort zu verbringen direkt wieder verwarfen und gleich mit dem nächsten Bus durch die Wüste Richtung Calama fuhren. Dort mussten wir dann in einen anderen Bus umsteigen, der uns nach San Pedro, unserem ersten Ziel brachte.

San Pedro ist eine Oasenstadt mitten in der Atacamawüste. Dort fanden wir dann ein schönes Hotel und gingen erst schlafen und abends dann Pizza essen. Am nächsten Tag gingen wir dann zu einigen Reiseagenturen und suchten uns das beste Angebot für die Touren raus, die wir machen wollten. Am gleichen Tag ging es dann auch schon los zum Sandboarding. Das ist wie Snowboarden nur auf einer riesigen Sanddüne mitten in der Wüste. Es hört sich aber cooler an als es im Endeffekt war, da der Sand so viel Widerstand hat, dass man anfangs nur extrem langsam runterfahren konnte. Außerdem musste man in der prallen Sonne bei 40 Grad mit Snowboardstiefeln jedes mal die komplette Düne wieder hochlaufen, was sehr anstrengend war. Abends gingen wir dann relativ früh ins Bett, da wir am nächsten Tag schon um 4 Uhr aufstehen mussten, für die nächste Tour.

Wir wurden dann um 5 Uhr am Hotel abgeholt und fuhren erst einmal 2 Stunden in die Wüste. Bei Sonnenaufgang erreichten wir dann das geothermale Feld "El Tatio“ mit seinen Geysiren. Es war unglaublich eindrucksvoll zu sehen, wie sie alle paar Minuten kochend heißes Wasser und Dampf ausspuckten. Da sie auf mehr als 4000 Metern Höhe liegt, war es eiskalt und der Dampf stieg meterhoch auf. "El Tatio“ ist das drittgrößte Geysirfeld weltweit, mit über 80 Geysiren. Danach sind Marvin und ich noch in einer heißen Quelle baden gegangen. Später ging es mit dem Bus weiter, wir sind zu einer Lagunde gefahren, wo wir Flamingos beobachten konnten. Davon gibt es in Chile drei Arten (Anden-, James- und Chileflamingo) die vor allem an den Salzseen in der Atacamawüste vorkommen. Anschließend fuhren wir weiter zu einem alten Dorf, wo wir Pause machten und Lamafleischspieße probieren konnten. Dann war die Tour vorbei und wir fuhren wieder zurück nach San Pedro.

Am Abend ging es dann auf zur "Astrotour“. Wir wurden mit einem Bus von San Pedro zu dem Haus eines Astronomen gefahren, der ein bisschen außerhalb wohnte. Dort wurden alle erstmal mit einem Glas chilenischem Wein begrüßt. Im Haus gab es danach eine Präsentation über die Sternbilder, die man auf der Südhalbkugel sieht und die Galaxien und Nebel die man beobachten kann. Dann ging es raus in den Garten, wo ein paar Teleskope aufgestellt waren, durch die man Sterne und sogar Galaxien beobachten konnte. Der Blick in den Himmel war aber schon ohne Teleskop atemberaubend, ich habe noch nie in meinem Leben so viele Sterne gesehen. Die Atacamawüste ist bekannt dafür, dass man dort extrem gut Sterne sehen kann, da es überhaupt kein Streulicht gibt und es so gut wie nie bewölkt ist oder regnet. Aus diesem Grund sind dort auch einige der besten Sternwarten der Welt angesiedelt, zum Beispiel die Europäische Südsternwarte.

Danach zeigte uns der Astronom mit einem starken Laser die Sternbilder am Himmel, was sehr faszinierend war. Zum Abschluss konnten wir dann noch den Mondaufgang beobachten, bevor es wieder mit dem Bus zurück zum Hotel ging.

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