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Camino de la Muerte

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Ich hatte am Tag davor schon gesehen, dass es in La Paz eine "Death Road“ Mountainbike-Tour gibt und entschied mich dann diese zu machen. Die "Todesstraße“ ist die gefährlichste Straße der Welt, auf der im Jahr zirka 200 Menschen umkommen. Da die anderen nicht mitkommen wollten, ging es für mich also am nächsten Tag früh morgens los in die Berge. Mit Kleinbussen wurde ich und meine Gruppe zu einem Pass auf 4670 Meter gefahren, wo noch Schnee lag. Dort zogen wir unsere Schutzausrüstung an und los ging es. Insgesamt geht es auf der "Death Road“ 70 Kilometer downhill, die ersten Kilometer waren auf der neu gebauten Asphaltstraße, doch dann ging es auf dem wenige Meter schmalen Schotterweg weiter, vorbei an Wasserfällen, Todeskreuzen und immer mit dem hunderte Meter tiefen Abgrund am linken Rand, der hinab in den bolivianischen Regenwald ging. Dass es auf der ersten Hälfte stark regnete machte die Sache nicht einfacher. Es wurde aber keiner ernsthaft verletzt, nur ein Australier der vor mir fuhr stürzte ziemlich schwer und fuhr ab da etwas weiter hinten in der Gruppe weiter.

Vor dem letzten Stück sagte dann der Guide, wer sich traue könne noch mit ihm das letzte Stück in schwierigeren Singletrail- Pfaden fahren. Ich und fünf bis sechs Andere fuhren dann mit ihm, es war glaube ich das schwierigste, was ich je mit einem Fahrrad gefahren bin, am Schluss waren nur ein anderer und ich nicht gestürzt. Im Tal warteten dann die anderen am Bus auf uns und es ging zu einem Restaurant mit Pool, wo wir noch Essen konnten und ein bisschen entspannen bevor die 3-Stunden- Fahrt zurück nach La Paz losging. Ich aß im Hostel noch etwas und unterhielt mich mit den zwei Holländern, die noch mit in mein Zimmer gekommen waren (die anderen sind schon morgens zum Titicacasee vorgefahren).

Am nächsten morgen wurde ich dann vom Bus am Hostel abgeholt und es ging los nach Copacabana am Titicacasee. Dort erwarteten mich die anderen in einem super Hotel direkt am See, das dazu auch noch günstig war – alles perfekt. Am gleichen Tag ging ich noch mit Nina und Marvin Tretbootfahren, Marvin und ich sind sogar ins Wasser gesprungen, was wir direkt bereut haben, da es arschkalt war. Renke blieb im Hotel, da er sich leider eine Magenerkrankung zugezogen hatte und zu nichts mehr zu gebrauchen war. Wir anderen erklommen einen Hügel direkt neben dem Ort, von wo aus wir eine unglaubliche Aussicht auf den See und den Sonnenuntergang hatten.

Am nächsten Tag machten wir eine Bootstour zur "Isla del Sol“, wo man anscheinend Inkaruinen sehen kann. Unsere Begeisterung hielt sich nach zwei Stunden wandern in Grenzen, als sich die Ruinen als ein paar flache Mauern herausstellten. Das Highlight kam jedoch am nächsten Tag, als wir am Strand beim Tretbootverleih herausfanden, dass auch Jetskis verliehen wurden. Für einen extrem günstigen Preis konnten wir also eine Viertelstunde lang auf dem See rumheizen. Die Sicherheitseinführungen waren auf bolivianischem Niveau: "Da ist das Gas. Bremse gibt’s nicht. Und nicht zu weit rausfahren, da ist Militärzone.“ Trotzdem hat es unglaublich viel Spaß gemacht, einer der besten Momente des Urlaubes.

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