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Nächster Halt: Machu Picchu

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Nachmittags ging dann auch schon unser Bus nach Peru, wir fuhren am See entlang bis zur Grenze, wo wir erst einmal einwandern mussten doch dann ging es ziemlich entspannt weiter bis wir um ein Uhr nachts in Cusco ankamen. Dort hatten wir schon ein Zimmer im "Loki Hostel Cusco“ gebucht, was zu der gleichen Kette wie das Hostel in La Paz gehörte, daher wussten wir schon wo wir hin mussten. Es befand sich in einer alten Burg, was echt cool war und auch unser Zimmer war gut. Wir haben dann erst mal ausgeschlafen am nächsten Tag, dann kam auch schon die Ernüchterung, als wir nach Touren nach Machu Picchu gefragt haben. Der eigentliche Grund für unseren Besuch in Peru war nämlich die Inkastadt, übrigens auch eines der neuen sieben Weltwunder. Im Hostel gab es Tagestouren nicht unter 220 Euro, da man erst mit einem Zug ins 80 Kilometer entfernte Aguas Calientes kommen musste. In einer Reiseagentur um die Ecke fanden wir dann jedoch eine billigere Variante, bei der man mit dem Kleinbus in die Nähe von Aguas Calientes gebracht wurde und dann noch ein gutes Stück wandern musste. Inklusive waren eine Übernachtung vor der Beisteigung Machu Picchus und die Verpflegung.

Da die Tour jedoch erst zwei Tage später losgehen sollte, nutzten wir den Tag noch um uns das Zentrum von Cusco anzuschauen, was echt schön war. Wir waren auf dem Rückweg noch auf einem Markt und haben uns ein paar Souvenirs gekauft und sind dann wieder zurück ins Hostel. Abends gingen die anderen dann noch feiern, da ich mich aber ziemlich krank fühlte, blieb ich im Hostel. Das hat sich nachts dann als eine ziemlich gute Entscheidung herausgestellt, da ich ziemliches Fieber bekam. Am nächsten Tag ging es mir wieder besser und so beschlossen wir uns nach einer Quadtour zu erkunden, die uns schon den ganzen Urlaub interessiert hatte. Da sie vergleichsweise günstig für 25 Euro zu haben war, ging es direkt mittags los. 

Wir wurden von einem Auto abgeholt und ungefähr eine Stunde außerhalb von Cusco fuhren wir in einem winzigen Kaff in einen Hinterhof, wo unsere Quads schon abfahrbereit standen. Wir suchten uns direkt jeder eins aus, bekamen eine kurze Einweisung, Helm und Handschuhe und los ging es. Unser Guide fuhr ein Motocrossbike und wir hinterher auf unseren Maschinen. Doch kaum waren wir auf den ersten Feldweg eingebogen passierte auch schon der erste Unfall. Ich versuchte in einen höheren Gang zu schalten, wusste jedoch nicht, das man das im stehen machen muss, weshalb mein Fahrzeug ruckartig abbremste. Renke konnte das wegen all dem Staub nicht sehen, fuhr in mich hinein und legte einen kleinen Salto über seinen Lenker hin. Als wir neben seinem Quad ein paar Schrauben fanden, fragten wir den Guide, ob das ein Problem sei, er entgegnete nur "langsamer!“, steckte die Schrauben ein und weiter ging es. Wir besichtigten im Laufe der Tour dann noch Salinen an einem Berghang und so vergingen die drei Stunden wie im Flug. Wir alle hatten super viel Spaß, obwohl die Quads ab und zu ausgingen und bei meinem irgendwann das Benzin leer war, weshalb der Guide mit einer leeren Plastikflasche aus seinem Bike Benzin umfüllen musste.

Am nächsten Morgen ging es dann bei strömendem Regen früh los in Richtung Machu Picchu. Nach der 7- stündigen Busfahrt nach Hidroelectrica mussten wir uns entscheiden, ob wir drei Stunden laufen oder Zugfahren wollten. Ohne zu zögern sind wir begeistert, trotz der vielen Stechmücken und der Hitze losgewandert – vielleicht lag es auch am Preis des Zugtickets, wer weiß. Wir wanderten also durch den Regenwald, inmitten der hohen Berge. Für mich war es besonders anstrengend, da ich während der Wanderung wieder ziemlich Fieber bekam. Als ich dann brezelfertig in Aguas Calientes ankam, trafen wir unseren Guide, der uns direkt zu unserem erstaunlich sauberen und komfortablen Hostel führte und anschließend mit uns Abendessen ging.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, da man schon um sieben Uhr bei dem Eingang von Machu Picchu sein musste um als einer der ersten reingelassen zu werden. Ich entschied mich aufgrund meiner Verfassung dazu den Bus nach oben zu nehmen und Renke begleitete mich freundlicherweise. Oben trafen wir dann Nina und Marvin, die die sportliche Variante gewählt hatten und den Berg zu Fuß erklommen hatten. Zusammen mit unserer Reisegruppe wurden wir dann durch die Pfade der uralten Inkastadt geführt und genossen den faszinierenden Ausblick auf die Ruinen und die bewaldeten Berge ringsherum. Auf 2400 Metern Höhe hatten die Inkas, eine der drei Hochkulturen Lateinamerikas, die Stadt in den Bergen gebaut. Wir sahen ihre Tempel, Wohnhäuser und Plätze. 

Da die Führung sich irgendwann als relativ langweilig herausstellte, unser Guide verzettelte sich in elend langen Sagen um die Entstehung und Herkunft der Inkafamilien, ihre Kriege usw., beschlossen wir den Rest der Stadt alleine zu erkunden. Als wir alles gesehen hatten machten wir uns wieder auf die Wanderung zurück. Insgesamt waren wir nun nochmal drei Stunden unterwegs, die Motivation sank, die Anzahl von Mückenstichen dagegen stieg radikal. Komplett fertig und durchgeschwitzt kamen wir dann ungefähr 14 Uhr an, kurz darauf fuhr unser Bus dann wieder zurück nach Cusco. Abends um neun kamen wir dann verpennt und müde im Hostel in Cusco an und ließen uns direkt ins Bett fallen.

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