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Zurück in Chile

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Am nächsten Tag schliefen wir erst einmal aus und frühstückten, dann packten wir unsere Sachen und verabschiedeten uns von Cusco. Ab nach Chile, in unsere neue Heimat, die wir nach so kurzer Zeit schon wieder ziemlich vermisst haben. Davon trennte uns aber noch eine 16-stündige Busfahrt nach Tacna im Süden Perus und eine kurze Fahrt über die Grenze.

Als wir dann mittags ein Taxi zum Busterminal nahmen, wussten wir schon, dass der letzte Bus des Tages nach Tacna um 14:30 fährt. Als wir 10 Minuten früher am Terminal ankamen, rannten wir zur nächstbesten Busagentur und sagten, wo wir hinwollen. Der Mann war zum Glück sehr hilfreich und stellte die Tickets in Rekordschnelle aus. Wir bezahlten und rannten ihm hinterher. Zu unserer Verwunderung nicht zu einem Bus, sondern zu einem Taxi. Wir setzten uns rein und da kein Platz mehr war sprang der Mann kurzerhand in den Kofferraum und das Taxi heizte los. Im Kofferraum schrieb er dann noch unsere Tickets zu Ende und telefonierte mit irgendjemandem. Wir gingen erst davon aus, zu einem anderen Terminal gefahren zu werden. Doch als wir dann nach einer Fahrt auf James Bond-Niveau auf die Stadtautobahn einbogen erkannten wir, was wirklich unser Ziel war. Der Bus war schon losgefahren und wir versuchten ihn einzuholen! Der Taxifahrer fuhr also neben den Bus und schrie dem Beifahrer durchs Fenster zu, er solle mal anhalten. Mitten auf der Autobahn hielt der Bus an, wir rannten aus dem Taxi in den Bus und weiter ging es.

Die 15 Stunden Busfahrt waren eigentlich besser als die Fahrten davor, da wir über echte Straßen fuhren und wir "Cama“ gebucht hatten, also die bequemste Klasse. Für mich waren sie jedoch trotzdem eine Qual, da ich immer noch Fieber hatte und dazu noch Durchfall bekam. Man kann sich bestimmt vorstellen, dass das in einem Bus ohne benutzbares Klo, der alle 4 Stunden anhält, wo es dann manchmal ein Klo gibt, manchmal auch nicht, wenig erquickend war. Als wir dann endlich Tacna erreichten, von wo aus wir den nächsten Bus über die Grenze nahmen, war ich ziemlich erleichtert. In Arica angekommen ging es ohne zu zögern erstmal zur nächsten Imbissbude, unsere geliebten Completos essen. 

Im Reiseführer suchten wir uns dann ein billiges Hostel mit Pool raus, was sehr vielversprechend klang. Es war auch super, obwohl ich immer noch krank war, fühlte ich mich recht wohl. Bis dann abends, als ich ins Bett gehen wollte eine riesige Kakerlake unter meinem Kopfkissen hervor und quer über mein Bett huschte. Da war die Müdigkeit ganz schnell verflogen. Zusammen haben wir sie dann später gejagt und entfernt und wir schliefen super. Am nächsten Tag haben wir dann das Hostel gar nicht verlassen, sondern haben am Pool gechillt und Renke und Nina haben mir und Marvin Doppelkopf beigebracht. Als wir immer besser wurden, hat es auch immer mehr Spaß gemacht und wir hatten einen super Abend. Als wir dann um drei Uhr ins Bett wollten, meinte es das Schicksal nicht gut mit mir und hatte noch eine Kakerlake für mich geschickt. Da es mir immer noch nicht so super ging, wurde mir alles zu viel. Renke hat dann netterweise noch mit dem Besitzer diskutiert, bis der mir ein extra Einzelzimmer gab, wo ich dann super gepennt habe.

Am nächsten Tag ging es dann noch zum Strand, bevor wir die letzte Busfahrt unserer Reise anstand, nach Iquique. Als wir dort um Mitternacht ankamen war es noch einmal eine kleine Herausforderung, ein Hostel zu finden, was wir aber dann schlussendlich auch gut hinbekamen. Am nächsten Tag sind wir, außer Renke der leider bis zum letzten Tag krank im Bett lag, erstmal zum Strand, der wunderschön war, mit riesigen Wellen und tollem Wetter. Also haben wir drei erst mal den ganzen Tag am Strand gechillt, sind ab und zu ins eiskalte Wasser und haben uns mal so richtig erholt. Abends sind wir dann ins echt schöne Zentrum in eins der vielen Restaurants gegangen. Und so haben wir auch die nächsten zwei Tage verbracht.

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