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Wellington und der Versuch einer Wanderung

Übersicht

Nachdem wir die Schönheit der Südinsel Neuseelands erkundet haben, geht es für uns endlich auf die Nordinsel. Dazu nehmen wir die Fähre ab Picton und kommen ein paar Stunden später samt Auto in Wellington an. Durch den Großstadtverkehr schlängeln wir uns nach Brooklyn. Hier wohnen Tessas Eltern,bei welchen wir die nächsten paar Nächte netterweise übernachten dürfen.

Geschichte Neuseelands 

Direkt nach unserer Ankunft bittet uns Ursula zu Tisch und wir dürfen endlich mal wieder ein richtig gutes Essen verschlingen. Daraufhin unterhalten wir uns noch sehr lange mit Ursula und ihrem Mann John und bekommen interessante Familiengeschichten zu hören. Bevor wir aber in unsere ungewöhnlich bequemen Betten fallen, zeigen uns die beiden auf Vimeo die Videoreihe "Lifeswap" die sich auf witzige Art und Weise über Neuseeländer und Deutsche lustig macht und uns sehr zum Lachen bringt. Nach dem erholsamen Schlaf und dem ausgiebigen Frühstück, starten wir unsere Erkundungstour. Mit dem Bus gelangen wir in die Stadtmitte und lernen zuallererst bei einer Führung durch das Parlament die Politik am anderen Ende der Welt kennen. Mit neuem Wissen versorgt laufen wir zum Rosengarten und schließlich auch zum Cable Car, einer süßen alten Seilbahn, die auf Schienen durch Wellington fährt. Aufgrund unserem Interesse für die Natur und Geschichte Neuseelands, besuchen wir das Nationalmuseum "Te Papa" und sind dort unter anderem von der Erdbebensimulation fasziniert. Als ob dies nicht schon genug Unterhaltung wäre, erfahren wir spontan von einem Arschbomben-Wettbewerb am Hafen, den wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen.

"bring a plate"

Schlussendlich bummeln wir noch ein bisschen durch die Containerläden am Hafen, gehen einkaufen und fahren dann wieder nach Brooklyn zurück, wo schon wieder ein absolut leckeres Abendessen auf uns wartet. Erschöpft vom vielen Laufen durch die Stadt, gehen wir früh ins Bett und schlafen am nächsten Morgen aus. Nach dem Sonntagsfrühstück mit deutschem Brot (!) ruhen wir uns ein bisschen aus, essen gemeinsam mit Ursula und John Kürbissuppe und gehen dann nach Newtown, einem Stadtteil von Wellington, wo ein Street Festival stattfindet. Dank dem guten Wetter tanken wir Sonne, genießen das leckere Street Food, die gute Musik und schlendern an sehr vielen verschiedenen Ständen vorbei.

Nachdem wir wieder in Brooklyn ankommen, bereiten wir Tomaten-Feta-Salat und Kaiserschmarrn für den heutigen Abend vor. Tessas Eltern sind nämlich bei deutschen Freunden eingeladen und wir dürfen die beiden dorthin begleiten. Ganz nach neuseeländischer Art bringt hierzu jeder eine Kleinigkeit mit. Wir haben nämlich gelernt: Heißt das Motto "bring a plate" muss man nicht seinen eigenen Teller, sondern eine Kleinigkeit zu Essen mitbringen. Für neuseeländische Verhältnisse treffen wir überpünktlich gegen 19 Uhr bei Michael, Jutta und Sophie aus Braunschweig ein. Nach dem ***drei Gänge Menü*** und den drei verschiedenen Nachspeisen, erwarten uns sehr interessante Gespräche und etliche Geschichten sowie Diskussionen über die deutsche Bürokratie und die neuseeländische Einfachheit. Gesättigt und glücklich begeben wir uns spät abends wieder nach Brooklyn, packen unsere Sachen in unsere Backpacks und fallen ein allerletztes Mal in die bequemen Betten.

Abschied

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns schweren Herzens leider schon von John und Ursula. Die beiden waren total lieb und wenn es nach uns ginge und wir keinen durchgeplanten Zeitplan gehabt hätten, wären wir gerne noch viel länger in Wellington geblieben. Doch unsere Reise geht schließlich weiter und wir müssen wieder einmal ein geliebtes, temporäres Zuhause hinter uns lassen. Nach einem kurzen Einkauf in Wellington verschlägt es uns nach Oaonui auf eine Farm. Denn hier haben wir einen super netten Couchsurfing Host gefunden, der uns heute Nacht in seinem großen Haus mit riesigem Garten übernachten lässt. Ursprünglich wollten wir den Mount Taranaki besichtigen, der jedoch dank der Wolkendecke komplett verdeckt ist. Deshalb genießen wir den Nachmittag bei Sonnenschein im Garten von Andrew und Suzie.

Nach dem schnellen Abendessen schauen wir uns den Film "Silverlinings" an und kriechen dann in unsere Betten. Am nächsten Tag steht wieder eine längere Fahrt an, da es nach Tongariro geht. In einem kleinen Dorf namens "Nationalpark" (die Neuseeländer sind bei der Wahl ihrer Ortsnamen wieder einmal am Höhepunkt ihrer Kreativität angelangt) angekommen, erledigen wir unseren Einkauf wieder einmal im überteuerten Foursquare und genießen im wahrsten Sinne des Wortes die Ruhe vor dem Sturm.

Pitschenass 

Denn noch ahnen wir nichts und bezeichnen die morgige Wanderung als "Sturm". Doch die Nacht bringt gewaltiges Wetter mit sich. Beim Klingeln unseres Weckers werden wir auf das Gewitter aufmerksam. (Noch) motiviert stehen wir aber um 5 Uhr morgens auf und erfahren nach dem Frühstück, dass alle Shuttles zum Anfang des Crossings abgesagt wurden. Doch wir lernen Daniel aus Mainz kennen und entscheiden uns dann, mit dem Auto zu fahren und die Wanderung doch noch anzutreten. Da wir noch einen Platz im Auto frei haben, nehmen wir Clara mit, die wir ebenfalls beim Frühstück kennenlernten.

Mit Wanderschuhen und Regenjacken machen wir uns auf den Weg und lassen uns zu Beginn nicht einschüchtern. Doch nach zwei Stunden stehen wir plötzlich ungeschützt auf dem Wanderweg und müssen zusehen, wie es bei "Weltuntergangswetter" donnert und blitzt. Zu unserer eigenen Sicherheit entscheiden wir drei Mädels uns schließlich dazu, umzukehren und mit dem Auto wieder zum Hostel zu fahren. Im Hostel angekommen genießen wir sofort die heißen Duschen, da alle Kleidungsstücke komplett nass sind und hoffen, dass unsere Rucksäcke samt Inhalt bis zum nächsten Tag wieder trocken sind. Nachdem wir unsere Wäsche in die Waschmaschine werfen, halten wir einen wohlverdienten Mittagsschlaf und holen danach die Jungs ab, die es tatsächlich bis zum Ende des Crossings schaffen. Zur Belohnung beschließen wir am Abend in der "SchnappsBar" zu essen und fallen dann erschöpft in unsere Betten. Morgen geht es für uns nach Roturua, einem Ort der nach faulen Eiern stinken soll. Mal sehen, wie unser Geruchssinn diese Herausforderung meistert. Immer der Nase nach!

Ich berichte euch dann davon.

Jenny

P.S. Schon des Öfteren wurde ich von euch gefragt, ob ich meine Fähigkeit zur korrekten Rechtschreibung denn in Deutschland vergessen hätte. Liebe Freunde, es tut mir Leid, dass ihr in meinen Blogartikeln mit Fehlern konfrontiert werdet. Leider entstehen diese Artikel meistens auf Autofahrten und werden am Handy geschrieben, weshalb sich nun mal der ein oder andere Fehler einschleicht. Ich verspreche euch aber: Sobald ich wieder zu Hause bin und am Laptop schreiben kann, findet sich auch meine *Affinität* zur deutschen Rechtschreibung wieder ;)

 

 

 

 

 

 

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