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Ach, du faules Ei!

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Etwas enttäuscht davon, dass wir das Tongariro Crossing dank des Wetters nicht erleben konnten, reisen wir am darauffolgenden Tag aus dem Hostel ab und machen uns auf den Weg zum Lake Taupo. Dieses Mal spielt das Wetter mit und die Sonne scheint. Da wir aber heute noch einiges vorhaben, machen wir uns schon bald wieder auf den Weg. 

Faule Eier 

Unterwegs halten wir bei den Huka Falls und genießen das Wasserschauspiel. Ganz klassisch schlägt das neuseeländische Wetter von einer Minute auf die andere um und wir rennen in schüttendem Regen wieder zum Auto. Nach fünf Minuten allerdings strahlen wir wieder mit der Sonne um die Wette und fahren zur Wai-o-Tapu Thermalworld. Ein wenig später kommen wir an unserem eigentlichen Ziel an. Rotorua ist eine Stadt am See und soll aufgrund der Schwefelquellen nach faulen Eiern stinken. Dort angekommen checken wir im Hostel ein und "SulphurWalk". Dieser führt an vielen Schwefelquellen vorbei, aus denen Dampf aufsteigt. Und tatsächlich stinkt es nach faulen Eiern,weshalb wir uns von dem Naturspektakel relativ schnell satt sehen und wieder zum Hostel zurück kehren.

Raften

Schon um 16:15 Uhr wartet nämlich das nächste Abenteuer auf uns. Mit Bikini und Handtuch bepackt laufen wir zur Bushaltestelle und werden dort abgeholt. Am Ziel angekommen bekommen wir Shorts, Schuhe, Schwimmwesten und Helme. Denn wir gehen heute raften. Ausgerechnet hier befindet sich der höchste Wasserfall der Welt, der zum Raften genutzt wird. Diese Gelegenheit lassen wir uns selbstverständlich nicht entgehen. Nach ein paar Aufwärmübungen mit dem Paddel folgt der Höhepunkt dieses Abenteuers: mit unserem Boot stürzen wir den sieben Meter hohen Wasserfall herunter und schaffen es tatsächlich, nicht zu kentern. Voller Adrenalin und glücklich darüber, das ein zerkratztes Knie die einzige Folge dieses Abenteuers ist, kehren wir abends wieder zum Hostel zurück und freuen uns über die warme Dusche und das schnell zubereitete Essen. Erschöpft fallen wir in unsere Betten und können dank schnarchenden Kandidaten im 10er Zimmer des Hostels wiedereinmal erst sehr spät einschlafen. Doch der nächste Morgen kommt schon sehr bald.

Willkommen im Hobbit-Land 

Nach dem traditionellen Backpacker Frühstück (wir ernähren uns tatsächlich seit gefühlten Wochen von Oats mit Bananen zum Frühstück) machen wir den zweiten Teil des "Sulphur Walks".Im wahrsten Sinne des Wortes haben wir die Nase voll von Rotorua und machen uns auf den Weg nach Matamata. Während unserer Fahrt besuchen wir die "Blue Springs" und genießen die Sonne. Denn mit dem Wetter scheinen wir heute ausnahmsweise einmal Glück zu haben. Was sich hinter dem Ortsnamen "Matamata" verbirgt, der mir zuerst auch nicht bekannt vorkam, lässt sich auf der Fahrt durch die Hügellandschaft schnell erraten. Unser heutiges Ziel ist Hobbiton, der Ort an dem "Hobbit" und "Herr der Ringe" gedreht wurde.

Zur Mittagszeit startet unsere zweistündige Tour und unser Guide Aiden sorgt dafür, dass dieses einmalige Erlebnis zu meinem persönlichen Highlight des Tages wird. Er erzählt uns nicht nur inhaltlich interessante Geschichten zum Film, sondern klärt uns auch über die Art und Weise des Drehs auf. Wir dürfen deshalb viele spannende Details und Tricks der Filmemacher erfahren. Das Areal ist wirklich wunderschön und lässt uns deshalb auch die vielen Touristen um uns herum vergessen. Zum Abschluss gibt es für alle noch einen "Scout",ein Getränk, das hier in Hobbiton gebraut wird und sonst nirgends auf der Welt erhältlich ist. Nach einem leckeren Eis machen wir uns auf den Weg nach Tauranga, checken dort in einem hässlichen Hostel ein, weil es das einzige freie in der gesamten Stadt ist und hoffen in der folgenden Nacht, von Bettwanzen verschont zu bleiben.

Kayak und Sonnen

Da uns Tauranga nicht besonders anspricht, geht es am nächsten Tag nach der Wanderung auf dem Mount Maunganui schon wieder weiter zur Cathedral Cove. Hier wandern wir zu der Tourismusstätte am Strand, machen das notwendige typische Foto und genießen den Rest des Tages in der Sonne am Strand. Nach der einstündigen Fahrt (die Distanzen sind hier ganz anders als in Australien) kommen wir im Hostel an und genießen unser Abendessen. Nach der entspannten Nacht fahren wir am nächsten Morgen zu Daniel, einem neuen Couchsurfing Host. Da das Wetter einigermaßen gut ist, entschließen wir uns dazu, Kayak fahren zu gehen. Danach sind unsere Armmuskeln erst einmal ausgelastet und den Nachmittag verbringen wir am Strand und auf der Terrasse des Hauses mit unglaublichem Blick auf das Meer. Morgen machen wir uns auf den Weg nach Auckland und freuen uns schon jetzt darauf, bald die Souvenirs für unsere Freunde und Familie kaufen zu können.

Liebe Grüße,

Jenny

 

 

 

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