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Sonnenbrand in Singapur

Übersicht

Nach einem langen Flug und 10 Stunden Langeweile in Brisbane am Flughafen, kommen wir am 23.03.2018 um 8 Uhr morgens endlich in Singapur an. Mit der Bahn machen wir uns auf den Weg zu Sharyl, unserem Couchsurfing Host. Um nicht am Jetlag zu leiden, zwingen wir uns, den Tag sinnvoll zu verbringen.

Sightseeing in Singapur

Deshalb besuchen wir das bunte arab quater, die kunstvolle Haji Lane, die Sultan Mosque und schließlich Little India, wo Kerstin ihr letztes Souvenir für ihren Bruder kauft. Total müde und samt Kopfschmerzen gehen wir einkaufen, kochen unser Abendessen und fallen dann sehr schnell in unsere Federn - wobei Federn bei den dünnen Luftmatratzen auf dem Boden relativ sind. Nach der Ruhe in Neuseeland und dem sehr langen Flug, war dieser Tag für uns total anstrengend und wir müssen uns erst einmal wieder an den Trubel der Großstadt und die vielen Menschen gewöhnen. Am nächsten Tag sind wir zum Glück energiegeladen und wieder einigermaßen fit. Voller Vorfreude machen wir uns also dieses Mal auf den Weg in die Innenstadt und das perfekte Touriprogramm steht an.

Zuerst sehen wir uns das Art Science Museum an und bestaunen die Future World Ausstellung, wo einige schöne Bilder entstehen. Daraufhin nutzen wir die Gelegenheit und schlendern durch die Läden im Marina Bay Sands. Hier wird auch endlich mal wieder der ein oder andere Cent für Kleidung ausgegeben. Glücklich und zufrieden geht es dann an der Helix Bridge vorbei auf die Aussichtsplattform des Marina Bay Sands, von wo aus wir einen unglaublich tollen Blick auf die gesamte Stadt haben. Mit dem Ziel, den Skywalk zu machen, laufen wir zu Gardens by the Bay.

Cloud Forest 

Allerdings fängt es an, wie aus Eimern zu regnen und wir stellen uns unter. Anfangs hoffen wir noch, dass gleich wieder die Sonne rauskommt. Doch nach eineinhalb Stunden geben wir diese Hoffnung auf und rennen zum Cloud Forest, da sich dieser innerhalb eines Gebäudes befindet. Die Zeit während dem starken Regen nutzen wir dazu, uns verschiedene Pflanzen und Blumen anzusehen und tauchen in diese wunderschöne Umgebung ein.

Als der Regen ein wenig nachlässt, gehen wir zum Food Court im Marina Bay Sands und probieren Dumplings, welche uns von Freunden wärmstens empfohlen wurden. Auch wenn es uns etwas schwer fällt, zwischen bunten Bildern, aus Plastik hergestellten Essensmodellen und asiatischen Zeichen das Menü unserer Wahl auszusuchen, ist unsere Bestellung zufälligerweise ein Volltreffer und wir genießen das Mahl. Nach den heutigen Eindrücken würden wir Singapur als sehr sauber und modern bezeichnen, was allerdings eher für den eigentlichen Stadtkern gilt. Glücklich und zufrieden mit den heutigen Erlebnissen schlafen wir auf unseren Luftmatratzen ein und planen am nächsten Tag einen Besuch der Bedok Mall, da das Wetter wieder schlecht werden soll.

Wasserspiele und Lichtershow 

In Bedok schauen wir uns dann die Läden an und verbringen unsere Zeit in der Wohnung unseres Hosts. Gegen Nachmittag gehen wir wieder in das Stadtzentrum und bewundern bei Nacht die Helix Bridge, den Merlionpark und laufen die Marina Promenade entlang. Im Rahmen des derzeitigen ilight Festivals besuchen wir die verschiedenen Kunstwerke, die in Zusammenhang mit Licht und Farben besondere Wirkungen haben. Das Highlight des Abends besteht aus der Lichtershow, die vor dem Marina Bay Sands stattfindet. Unser Work and Travel-Abenteuer hat also mit den unglaublich schönen Dubai Fountains begonnen und endet jetzt hier in Singapur mit einem weiteren coolen Wasserspiel inklusive Lichtershow. Zur Krönung des Abends treffen wir Sharyl und zwei seiner Freunde abends um 23 Uhr in der Stadt und gehen gemeinsam bei Satay by the Bay essen. Nach witzigen Gesprächen und gutem Essen geht es dann um 1:30 Uhr mit dem Taxi zurück in Sharyls Wohnung. Nachdem wir unseren Schlaf genossen haben, machen wir uns am 26. März auf den Weg zum Heartbeat@Bedok Zentrum und verbringen dort den Tag am Swimming Pool.

Sonne, sonnen, Sonnenbrand 

Natürlich wollen wir noch einmal so richtig braun werden bevor wir nach Hause kommen und genießen die Sonne. Leider unterschätzen wir diese aber auch und quälen uns in den kommenden Tagen und Nächten mit einem Sonnenbrand ... Jetzt werden unsere Familien sich nicht nur wundern, wie braun wir sind, sondern uns auch noch auslachen, dass wir es am vorletzten Tag maßlos übertrieben haben. Der 27. März ist fast ausschließlich den Vorbereitungen gewidmet. Wir packen unsere Backpacks, bzw. ich packe unsere Backpacks, da Kerstin das nach fünf Monaten immer noch nicht so ganz auf die Reihe bekommt und bekommen um die Ecke für 2€ pro Person ein ganzes Mittagessen.

Stinkendes Vergnügen

Abends lädt uns Sharyl ein, Durians zu probieren. Das ist eine Frucht, die auch als "Stinkfrucht“ bekannt ist. Es ist verboten, sie in der Bahn zu transportieren, da man sonst die Mitreisenden mit dem Geruch belästigt. Wir stellen uns auf das Allerschlimmste ein und sind dann doch positiv überrascht, dass sich die Durian tatsächlich essen lässt.

Überraschungsbesuch zuhause  

Die letzte Nacht wird besonders anstrengend für uns. Wir quälen uns auf den Luftmatratzen und wollen endlich einfach nur nach Hause in unsere Betten. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Um genau zu sein 10.234 km. Eine lange Zeit, die wir am 28. März hinter uns bringen müssen. Vormittags fliegen wir in Singapur los und kommen dann nach etlichen Stunden endlich am Frankfurter Flughafen an, wo uns Chris abholt. Zuhause angekommen überrasche ich dann zuerst meine Großeltern und dann meine Familie, die es alle nicht fassen können, dass ich tatsächlich zu Hause bin. In den nächsten Tagen genieße ich all die "Luxusgüter“, die sich mir hier bieten und die ich gar nicht mehr gewohnt bin. Mein Bett, mein Schrank, mein Bad, meine Kaffeemaschine, meinen Laptop und so viel mehr…Die nächsten Tage überrasche ich auch noch ein paar weitere Freunde und genieße einfach nur die Zeit.

Wertvolle Erfahrungen fürs Leben

Um die letzten fünf Monate zusammenzufassen, habe ich wundervolle Erlebnisse gehabt, wichtige Erfahrungen gesammelt und definitiv die richtige Entscheidung getroffen. Auch, wenn es immer mal wieder Höhen und Tiefen gab und ich mein Zuhause, meine Familie und meine Freunde - einfach mal "daheim“ zu sein (Grüße an alle Nicht-Schwaben: daheim = zu Hause) - sehr vermisst habe, schätze ich diese Dinge nun viel mehr Wert und bereue keinen Schritt meines Auslandsaufenthaltes. Und auch zu Hause vermisse ich einige Dinge. Beim ersten Einkauf fällt mir auf: Ich vermisse die Schilder vor den Gängen, die mich aufklären, was ich in welchem Gang finde. Doch auch einfach menschliche Aspekte wie die Freundlichkeit der Verkäufer, Small Talk an jeder Ecke, Filme in Originalsprache im Kino und die Gelassenheit sowie Geduld fehlen mir hier ziemlich oft. Da können wir uns eben noch eine Scheibe von den Bewohnern des anderen Endes der Welt abschneiden. Und genau um so etwas zu lernen, gibt es ja die Lisa-(19)-Mädels, die nach ihrem Abitur erst einmal ihre Heimat verlassen und in Australien eine coole Zeit haben :).

Danke an alle, die ab und zu mal einen Blick in meinen Blog geworfen haben und meine Reiseroute damit mitverfolgt haben. Ich hoffe, ich konnte euch stets auf dem Laufenden halten und ab und zu auch ein Schmunzeln erzwingen.

In diesem Sinne:

See ya,

Jenny

 

 

 

 

 

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