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Ein Trip nach Paris

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Den Morgen beginnt ihr am besten früh. Auf dem Montmartre, dem höchsten Berg von Paris, ist der Sonnenaufgang mit einem mitgebrachten Frühstück ein einzigartiges Ereignis. Während die Lichter der Stadt erlischen, esst ihr eines der leckeren Pariser Croissants mit Konfitüre. Danach steigt ihr die restlichen Stufen zur Basilika Sacré Coeur hoch, die zu Tagesbeginn noch nicht von Touristen überlaufen ist. Zu Fuß geht es bergab weiter durch die hübschen Gassen zum Boulevard de Clichy. Voilà: das Moulin Rouge. Davor ist die Metrostation Blanche. Die Linie 2 bringt euch direkt zur Station Charles de Gaulle-Étoile, über der sich der berühmte Triumphbogen befindet. 

45 Meter breit, 49 Meter hoch und für alle unter 26 Jahre kostenlos zu besteigen. Die Aussicht ist magnifique: Eiffelturm, Montmartre  und La Défense – man sieht einfach alles. Dann geht's zum Shopping auf die Champs Elysées. In den Läden von H&M bis Louis Vuitton ist für jeden was dabei.

Unten angekommen rechts halten. Wer mag, schaut kurz an der Metro-Station Alma Marceau vorbei. An der "Flamme de la Liberté" könnt ihr für die dort verstorbene englische Prinzessin Diana beten. Dann ist es in Sicht, das Wahrzeichen der Stadt der Liebe: der Eiffelturm. Entlang der Seine, dem Fluss, lauft ihr die letzten Kilometer bis zu dem 1889 fertiggestellten Eisenfachwerkturm. Durch die vielen, vor allem asiatischen Touristen muss man mit Wartezeiten von mindestens vier Stunden rechnen. Gegenüber vom Eiffelturm liegt die Metrostation Trocadero. Von hier aus macht ihr die besten Fotos vom Turm. Finger weg von den Crêpestotal überteuert
 

In den Kellern von Paris feiern

Nach einer kurzen Pause geht es weiter mit der Metrolinie 6, die teilweise oberirdisch fährt. Von der Station Saint Jaques aus seht ihr den Eingang zu den Katakomben – den Pariser Untergrund – bereits. Für vier Euro und nach etwa 30-minütiger Wartezeit geht's abwärts. Anschließend lauft ihr zur Metrostation Raspail und fahrt mit der Linie 9 bis Saint Sulpice. Aussteigen und zum Jardin du Luxembourg, einem der schönsten Parks der Hauptstadt laufen. 

Lasst euch auf einem der grünen Stühle nieder und spürt die besondere Atmosphäre. Fürs Abendessen lohnt sich eines der vielen kleinen Restaurants rund um den Park und in Richtung Sorbonne. In den kleinen Bars ringsherum kannst du den Abend bei einem guten Wein ausklingen lassen oder du fährst mit der Metro zur Station Oberkampf. Dort geht ihr in eine der vielen Bars mit Gewölbekellern und rockt bei begabten DJs und Underground-Bands die Tanzfläche. Die Metro fährt bis etwa 2 Uhr und dann wieder ab 5.30 Uhr, dazwischen fahren (teilweise sehr 
unregelmäßig!) Nachtbusse.
 

Crêpes genießen und Museen bestaunen

Der nächste Tag beginnt nach einem Frühstück im Hotel, Hostel oder bei den Couch-Surfing-Freunden vor der Notre Dame. Die Kathedrale befindet sich auf der Ostspitze der Seineinsel, Île de la Cité. Darin befinden sich Malereien aus dem 12. Jahrhundert, die zweitgrößte Rosette Europas und – wenn sie vollbesetzt ist – 10 000 Personen. Der Eintritt ist frei und auch wenn die Warteschlange anfangs lang aussieht, man ist schnell drin und es ist sehenswert! Wieder draußen nach rechts abbiegen, sich unterwegs einen guten Crêpe au sucre für 1,90 Euro gönnen und vor dem Pariser Rathaus staunen. Während du durch das Viertel Marais schlenderst, solltest du über Brüderlichkeit, Gleichheit und Freiheit diskutieren. Anschließend in Second-Hand-Shops stöbern, die Rue de Rivoli entlang schlendern und sich dann im Café Delyan etwas gönnen. Leckere Kuchen und für Pariser Verhältnisse zu guten Preisen. Nach einer Stärkung geht's weiter zum Louvre – der Eintritt ist für unter 26-jährige Europäer wie in vielen Museen kostenlos, wer moderne Kunst bevorzugt, ist aber im Centre Pompidou besser aufgehoben. Anschließend noch ein Besuch auf dem Friedhof Père Lachaise, wo unter anderem Oscar Wilde liegt. Vor dem Grab von Jim Morrison stehen so gut wie immer Fans, die Musik machen. Von dem Hügel aus noch einmal die Aussicht über Paris genießen und ein typisches französisches Baguette mit Käse essen.

Da es in Paris so viel zu sehen gibt, kann man oft von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten laufen. Ansonsten empfiehlt es sich, die Metro, die Pariser U-Bahn, zu nehmen. Egal wo man in Paris ist – eine Metrostation ist nie mehr als 500 Meter entfernt! Mit den 14 Linien kommt man schnell und zuverlässig ans Ziel. Der Nachteil: Nur die Linien 2 und 6 fahren teilweise über der Erdoberfläche. Wer bei der Fahrt mehr sehen möchte, sollte einen der Hop-on Hop-off-Busse nehmen. Für die Sportlichen: das Fahrradverleihsystem Vélib. Der Pariser Verkehr wird leider oft von Touristen unterschätzt. Taxis sind nicht zu empfehlen, da sie im vollen Großstadtverkehr nur langsam vorankommen und Touristen gerne übers Ohr gehauen werden. Metrotickets: 10er-Ticket 13,70, Einzelticket 1,70 Euro. Am Wochenende und an Feiertagen kostet die Tageskarte für Jugendliche unter 26 Jahren 3,65 Euro.                  
                             

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