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Feliz Primavera!

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Keine Wolke am blauen Himmel, strahlende Sonne, Vogelgezwitscher. Obwohl gestern erst der offizielle Frühlingsanfang war, saß ich bei 26 Grad im Schatten und schrieb. Unglaublich ist, dass trotz den vielen Wochen ohne Regen alles immer grüner wird. In diesem Sinne: Feliz Primavera!
 

Endlich angekommen


Nach meinem 15-stündigen Flug von Frankfurt nach Buenos Aires, einem Flughafenwechsel, sechs Stunden Aufenthalt am Inlandsflughafen in Buenos Aires, einem 1,5-stündigen Flug nach Córdoba und 15 Minuten Autofahrt, erreichte ich nach 25 Stunden Reise endlich das Ziel: meine Gastfamilie. Doch dieses Ziel ist erst der Anfang von dem, was mir in den kommenden zwölf Monaten alles bevorsteht. Aller Abschiedsschmerz verflog, als mich meine "neue" Familie wie ihr fünftes Kind aufnahm. Ab jetzt habe ich also vier jüngere Brüder, die mich ständig auf Trab halten werden. 
 

Abenteuer Freiwilligendienst


Nachdem ich mehr als einen halben Tag geschlafen habe, ging die Erkundungsreise auch schon weiter. Ich machte mich auf den Weg zur "Escuela Dandelion", einer Waldorfschule mit angegliedertem Kindergarten, die nun mein Arbeitsplatz sein wird. Die Schule ist mit dem Auto keine zehn Minuten entfernt, was uns im Gegensatz zu anderen Familien, die teilweise mehr als 20 Minuten zur Schule brauchen, den Weg sehr erleichtert und uns rund 15 Minuten mehr Schlaf gönnt. Auch, wenn es morgens eine halbe Ewigkeit dauert, bis alle vier Jungs gefrühstückt haben und umgezogen sind. In der Waldorfschule wurde ich ebenfalls herzlich begrüßt. Die Argentinier, oder besser gesagt alle Südamerikaner, sind für ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft bekannt. Dies kann ich nur bestätigen.  
 

Meine Aufgaben


Zu meinen Aufgaben zählen das Veranstalten von Schulversammlungen, das Gestalten des Nachmittagsprogramms (Chor, Kunst, Musik,...), eventuell das Unterrichten von Deutsch und die allgemeine Mitarbeit in der Schule und dem Kindergarten. In den kommenden Wochen werde ich im Kindergarten tätig sein, da meine Hilfe dort dringend benötigt wird, um all den niedlichen Kindern genug Aufmerksamkeit schenken zu können. Die Kinder in den beiden Kindergartengruppen sind zwischen drei und fünf Jahre alt, alle wirklich süß und überwiegend auch lieb. Manche von ihnen benötigen jedoch besonders viel Aufmerksamkeit oder Zuwendung, da sie zum Beispiel eine leichte Form von Autismus haben.
 

Erster Rundgang


Nach dem "Empfang" in der Schule, ging es auch schon weiter zum Spanischunterricht bei Sonia, einer der Erzieherinnen aus dem Kindergarten, die nur wenige Straßen entfernt von unserem Barrio "Prados de la Villa" entfernt wohnt. Sie hat einige Jahre in Deutschland gelebt und kann mir somit gut die Grammatik der spanischen Sprache wieder ins Gedächtnis rufen. Das Verstehen und Lesen läuft ganz gut, das Reden und Schreiben ist noch etwas "dificil".

Trotz Grippe, die sich angeblich jeder der neu in den Kindergarten kommt im Laufe der ersten Woche einfängt, schaffte ich es nach zwei Tagen wieder aus dem Bett und erkundigte mein neues Zuhause. Córdoba, nur knapp eine halbe Stunde mit dem Bus entfernt von "Villa Allende", meiner Heimatstadt, ist die zweitgrößte Stadt Argentiniens und bei den Argentiniern beliebt für das Studieren.

Der Weg mit dem Bus war ein wirkliches Abenteuer, da der Verkehr manchmal nicht so geregelt abläuft wie in Deutschland. Und trotz vieler Schwellen im Boden, die dafür sorgen sollten, dass man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, wird oftmals darüber gerast. Dadurch fühlt man sich kurzzeitig wie in einer Achterbahn.

In Córdoba angekommen, bin ich dann mit meiner Gastmama Andrea durch die Straßen gelaufen und sie hat mir viele verschiedene Dinge gezeigt. Die meisten Leute hier sind katholisch, oder wie mein Gastvater sagt, geben vor es zu sein. Aus diesem Grund sind auch die Kirchen alle typisch katholisch

Anschließend waren wir mit der ganzen Famlie "Lomitos" essen. Lomitos sind riesige Sandwiches mit zum Beispiel Schinken, Käse, Beef, Salat, Tomaten und Mayo. Sie sind typisch für Argentinien. Que rico


 

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