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Nationalpark "Los Glaciares"

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Nachdem ich meine Zeit in Buenos, für’s Erste zumindest, abgeschlossen habe, geht die Reise auch direkt weiter. Ich treffe mich nach dem Seminar erneut mit meinen Eltern, die während des Seminars die Pinguine in Puerto Madyrn besucht haben. Als ich in "El Calafate" ankomme, vermisse ich zunächst die 35 Grad und den Großstadttrubel, mit dem ich aus Buenos Aires los geflogen bin. Das ändert sich am nächsten Tag jedoch ganz schnell!

 

Lago Argentino


El Calafate liegt am Lago Argentino, der ungefähr drei Mal so groß wie der Bodensee und der größte See Argentiniens ist. Er wird von mehreren Gletschern gespeist, zum Beispiel dem Upsala-Gletscher, der größte Gletscher Argentiniens und dem bekannteren Perito-Moreno-Gletscher. Durch das Gletschereis hat der See eine türkisblaue Farbe und ist eiskalt. Seine Wassertemperatur beträgt maximal sechs Grad.

 

Ausflug zum Glaciar Perito Moreno


Der Nationalpark "Los Glaciares" liegt in der Provinz Santra Cruz, gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und ist der größte Nationalpark in Argentinien. Einer seiner Gletscher ist der Perito Moreno, der bis vor 100 Jahren noch als Bismarck-Gletscher bekannt war, da sein Entdecker, ein deutscher Geologe, ihn nach dem damals kürzlich verstorbenen Bismarck benannt hatte. 

Der Perito-Moreno-Gletscher gehört zu den wenigen Gletschern, deren enorme Größe erhalten blieb und trotzdem beeindruckend für seine Besucher ist: Man kann von den Besucherterrassen aus sehen und hören, wie immer wieder riesige Eisbrocken in den "Lago Argentino" abbrechen.

Ein weiteres Highlight sind die "rupturas" jedes Jahr, erzählte uns die Ausflugsleiterin. Da sich der Gletscher ständig erweitert, erneuert und wächst, läuft die Gletscherzunge immer wieder auf die Halbinsel zu. Wenn das Eis dort dann das Land erreicht, wird dadurch ein Arm des Lago Argentino "abgeschnürt" und so kann das Eis eine Staumauer bilden. Da dieser Flussarm jedoch weiterhin Wasser von anderen Flüssen und Bächen erhält, staut sich das Wasser auf dieser Seite der Mauer an und kann bis zu 30 Meter an Höhe gewinnen.
 

"ruptura" 


Durch den Anstieg des Wassers wird auf die Eismauer, die der Gletscher gebildet hat, so lange Druck ausgeübt, bis dieser Eisdamm irgendwann zusammenbricht. Die letzte "ruptura" gab es im Jahr 2012 und zog unzählige Fotografen und Touristen an. Aus diesem Grund wurde sie auch tagelang im Fernsehen übertragen. Wenn die Eismauer bricht, bleibt erstmal ein Eisbogen zurück, der dann kurz darauf auch einbricht, da er sein Gewicht nicht halten kann. Die Fotos die uns gezeigt wurden, waren unglaublich!

Nachdem wir von diversen Besucherterrassen den Gletscher und seine abbrechenden Eisbrocken besichtig haben, machen wir noch eine einstündige Bootstour, um näher an die Gletscherfront zu kommen - increible! Die Gletscherfront ist zwischen 55 und 77 Meter hoch über der Wasserlinie und geht am tiefsten Punkt des Gletschers bis zu 164 Meter in die Tiefe. 

Vom Gletscher waren wir alle ziemlich beeindruckt - das war Mütze und Schal wirklich wert und auch das frühe aus dem Bett quälen war "vale la pena"!


 

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